Piraten beschlagnahmen Tanker vor Somalia – größte Eskalation seit 2024
Die Besatzung ist in Sicherheit, und jetzt rücken EU-Seestreitkräfte an, um zu reagieren.
Piraten haben den unter maltesischer Flagge fahrenden Tanker Hellas Aphrodite vor der Küste Somalias geentert, was den schwersten Piraterievorfall in der Region seit 2024 darstellt. Das Schiff, das Benzin von Indien nach Südafrika transportierte, wurde am Donnerstagmorgen von bewaffneten Angreifern an Bord eines Bootes angegriffen.
Nach Angaben des griechischen Betreibers Latsco Marine Management sind alle 24 Besatzungsmitglieder in Sicherheit und haben in der Zitadelle des Schiffes Schutz gesucht, einem befestigten Raum, der für Notfälle gedacht ist. Das Unternehmen hat sein Notfallteam aktiviert und stimmt sich mit den Marinebehörden ab.
EU-Truppen rücken näher
Die Seestreitkräfte der Europäischen Union (EUNAVFOR) teilten mit, dass sich eines ihrer Schiffe dem Gebiet nähert, bereit, auf einen "Piraterie-Alarm" zu reagieren. Maritime Quellen berichteten, dass die Angreifer das Feuer eröffneten und eine raketengetriebene Granate auf den Tanker abfeuerten.
Der Vorfall ereignete sich inmitten einer erneuten Welle der Piraterie über den Golf von Aden, einer wichtigen Route für den Welthandel und Energietransporte. Analysten warnen, dass die somalischen Piratenaktivitäten, die in den letzten Jahren weitgehend inaktiv waren, wieder aufzuleben scheinen, was Bedenken hinsichtlich der internationalen Schifffahrt in der Region aufkommen lässt.

