Fähre auf den Philippinen kentert mit mehr als 350 Menschen an Bord, mindestens 15 Tote
Retter ziehen Hunderte aus dem Wasser, während nach Dutzenden Vermissten vor Basilan gesucht wird.
Mindestens 15 Menschen wurden als tot bestätigt, nachdem eine Fähre zwischen den Inseln mit mehr als 350 Passagieren und Besatzungsmitgliedern am frühen Montag im Süden der Philippinen gesunken ist, so Küstenwachebeamte. Dutzende weitere bleiben vermisst, während Rettungsteams weiterhin Suchaktionen in den Gewässern vor der Provinz Basilan durchführen.
Die M/V Trisha Kerstin 3 reiste von der Hafenstadt Zamboanga zur Insel Jolo in der Provinz Sulu, als sie Berichten zufolge technische Probleme bekam und kurz nach Mitternacht sank. Beamte gaben an, dass das Schiff bei ruhigem Wetter etwa eine Seemeile vom Dorf Baluk baluk entfernt sank, wo viele Überlebende zunächst an Land gebracht wurden.
Die philippinische Küstenwache teilte mit, dass bisher mindestens 316 Menschen gerettet wurden, wobei Marine- und Küstenwache-Schiffe, Flugzeuge und lokale Fischerboote in einer groß angelegten Operation eingesetzt wurden. Ein Sicherheitsbeauftragter an Bord der Fähre konnte die Behörden alarmieren, bevor das Schiff sank, was eine sofortige Reaktion auslöste.
Lokale Behörden in Basilan bestätigten, dass verletzte Fahrgäste und mehrere Leichen in die Provinzhauptstadt Isabela gebracht wurden, wo Notfalldienste bereitstanden. Die Küstenwache teilte mit, dass bis Montagmorgen noch 28 Personen vermisst wurden, während die Suchmaßnahmen andauern.
Eine Untersuchung wurde eingeleitet, um die Ursache des Untergangs zu ermitteln. Die Behörden erklärten, die Fähre habe vor der Abfahrt die Inspektion bestanden und zeigte keine Anzeichen einer Überlastung. Seeunfälle bleiben ein anhaltendes Problem auf den Philippinen, wo schlechte Schiffspflege und ungleichmäßige Durchsetzung von Sicherheitsvorschriften weiterhin Leben gefährden.