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Paper Mario: The Origami King

Paper Mario: The Origami King auseinandergefaltet

Intelligent Systems zeigt uns im neuen Paper Mario, was sie aus ein paar Bögen Papier alles herstellen können. Die ersten beiden Kapitel haben wir bereits angespielt.

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Paper Mario: The Origami King ist ein überraschendes Spiel, in vielerlei Hinsicht. Die unerwartete Ankündigung wurde zwar angedeutet, doch die nahende Veröffentlichung Ende nächster Woche haben sicher nicht viele Menschen kommen sehen. Meine Erwartungshaltung war offengestanden verhalten, da ich den Vorgänger Paper Mario: Color Splash auf der Wii U irgendwann abgebrochen habe, ohne je wieder darüber nachzudenken. Auf der Nintendo Switch versucht sich Intelligent Systems nun noch einmal an der charmanten Formel und was sie daraus gezaubert haben, läuft richtig stark an.

Die beiden Mario-Brüder Mario und Luigi werden von Prinzessin Peach ins Schloss eingeladen, um am Origami-Festival teilzunehmen. Schnell wird jedoch klar, dass das Pilzkönigreich mal wieder von einem neuen Fiesling bedroht wird. Die armen Bewohner dieses Lands wurden von einer fiesen Origamifigur namens Olly in Faltsoldaten verwandelt, weil der ein neues Königreich errichten möchte. Als wir uns ihm entgegenstellen, stiehlt er mithilfe von farbenen Luftschlangen Peachs Schloss und deshalb bereisen wir nun die Welt und bringen die Pläne des Schurken durcheinander.

Der thematische Rahmen wird mit bekannten und völlig neuen Szenarien angereichert, denn das Pilzkönigreich scheint keine Grenzen zu kennen. In den ersten beiden Kapiteln bereisen wir lebendige Städte, düstere Wälder, Minen und offene Wiesen, sowie einen gigantischen Themenpark mit asiatischem Flair. Dort läuft ein Gumba mit einer traditionellen japanischen Hochsteckfrisur herum und vielleicht habe ich noch nie etwas Niedlicheres gesehen. Die umgebenden Bereiche und Schauplätze orientieren sich natürlich am jeweiligen Leitthema der aktuellen Welt, doch die Bandbreite und der Umfang ist viel größer, als ich es erwartet habe.

Paper Mario: The Origami King
Paper Mario: The Origami KingPaper Mario: The Origami KingPaper Mario: The Origami King

Neben der Optik überrascht Paper Mario: The Origami King mit schlauen Rätseln, spannenden kleinen Minispielen und jeder Menge Charme. Die Welt ist im gewohnten Papierstil gehalten, allerdings sorgen die überall verstreuten Faltsoldaten für Unruhe. Einige Teile der Umgebungen wurden zerstört, doch wir können sie mit gesammelten Papierfetzen erneuern und reparieren. Es gibt natürlich versteckte ?-Blöcke, unglaublich viele Sammelobjekte und in so gut wie jedem Abschnitt dieses Spiels warten Toads darauf, von uns gerettet zu werden. Mario ist anfangs zwar nur mit einem festen Holzhammer und seinem ikonischen Sprung bewaffnet, doch das reicht Nintendo bereits als Setup für großartig gestaltete und inszenierte Rätsel und Abenteuer.

Ihr dürft jedoch nicht vergessen, dass Paper Mario klassisch ein Strategierollenspiel ist, das viel mit der Mario-&-Luigi-Serie gemein hat. Gegner werden rundenbasiert bekämpft, was einer Mischung aus Puzzle und Geschicklichkeitsspiel entspricht. Das mag auf dem ersten Blick zwar sehr skurril wirken, doch nach einiger Eingewöhnung geht es ganz wunderbar von der Hand. Die Gegner sind auf einem runden Schiebebrett angeordnet und wir müssen sie so positionieren, dass Mario alle Bedrohungen in seinem Zug eliminieren kann. Uns stehen dafür zwei Waffengattungen zur Verfügung, die einen klar gekennzeichneten Angriffsradius haben. Verschieben wir die Faltsoldaten auf dem Feld so umher, dass sie anschließend in diesem Angriffsbereich landen, können wir allen Feinden gleichzeitig schaden.

Bis zu vier aufgereihten Gumbas springen wir auf diese Weise nacheinander auf den Kopf, während nahe Feinde in Zweierreihen mit dem Hammer zusammengeknüllt werden. Bei einem Treffer müssen wir im richtigen Moment die Aktionstaste betätigen, um mehr Schaden zu verursachen und das gilt auch für Gegenangriffe. Bestimmte Varianten unserer Ausrüstung eignen sich besser oder schlechter zum Besiegen von Feinden, beispielsweise sollte Mario nicht mit normalem Schuhwerk auf Stachis oder spitze Gegner springen (er verletzt sich sonst). Dieses Prinzip wird im Spielverlauf mit jeder Menge zusätzlicher Regeln und Hindernissen angereichert, da sich unsere Waffen auch abnutzen und regelmäßig erneuert werden müssen. Außerdem erhalten wir Zugriff auf Origami-Magie und können später Spezialangriffe entfesseln.

Paper Mario: The Origami King
Paper Mario: The Origami KingPaper Mario: The Origami KingPaper Mario: The Origami King

Die Techniken werden sehr wichtig, wenn wir uns den Bosskämpfen nähern, die wiederrum ganz anders ablaufen. In diesen Begegnungen steht Mario außen am Rand des Spielfelds und muss sich einen Weg zum Feind in der Mitte der Karte bahnen. Mario benötigt Richtungspfeile zur Fortbewegung und er sammelt unterwegs Items und Befehle ein. Erschwerend hinzukommt, dass diese Bosskämpfe eigenen Regeln folgen, da sie beispielsweise nur an vorgesehenen Punkten angreifbar sind oder das Spielfeld selbst verändern. Das kann euren Plan ordentlich durcheinanderwürfeln und weil nebenbei die Zeit runtertickt, ist der strategische Anspruch manchmal echt knackig - meistens aber nicht.

In Paper Mario: The Origami King wird viel gekämpft, obwohl man vor allem in den offenen Bereichen auch gut an den Gegnern vorbeikommt. Erfahrungspunkte gibt es im klassischen Sinne nicht, aber wir erhalten Geld und Konfetti von besiegten Feinden. Accessoires und spezielle Waffen helfen euch bei den schwierigeren Begegnungen, die eine eigene Dynamik mitbringen und sich dem Spielfluss ganz gut unterordnen. Das Abenteuer wird dadurch sehr schön ergänzt, obwohl das Hauptaugenmerk natürlich auf der irrwitzig charmanten Präsentation liegt, die bereits in diesen beiden frühen Kapiteln mit großer Sorgfalt punktet.

Am besten gefallen mir die vielen richtig lustigen Gespräche und Kommentare, die großen Mario-Fans das Herz aufgehen lassen werden. Ich saß mit Mario zum Beispiel in einem versteckten Café und habe mit Bowsers Schergen ein bisschen über den Sinn des Lebens sinniert. Paper Mario spricht einige Dinge an, die man aus klassischen Mario-Titeln für ein jüngeres Publikum nicht erwarten würde und wie viel Anklang das bislang bei mir findet, das überrascht mich wirklich am meisten. Ich bin deshalb sehr gespannt, wie sich diese Geschichte weiter entfaltet und mit welchen fantastischen Ideen uns Intelligent Systems noch überraschen wird, sobald Paper Mario: The Origami King am 17. Juli auf der Nintendo Switch erscheint.

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