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Outriders

Outriders - Prolog auf Enoch

In Warschau haben wir People Can Fly besucht, um uns den vielversprechenden Sci-Fi-Shooter des Studios anzuschauen.

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Anfang dieses Monats wurden wir nach Warschau eingeladen, um uns erstmals Outriders anzuschauen, das neue Spiel von People Can Fly (Gears of War: Judgment, Bulletstorm). Outriders ist ein Third-Person-Shooter mit RPG-Elementen in einem dunklen, postapokalyptischen Science-Fiction-Universum, das kooperative Online-Partien mit bis zu drei Spielern ermöglicht. Wir hatten ungefähr drei Stunden Zeit, um uns erste Erfahrungen mit der Geschichte und dem Gameplay einzuholen, wodurch wir ein besseres Verständnis für die Handlung und die Besonderheiten des Spiels gewinnen konnten.

Outriders spielt in einer Zukunft, in der die Erde durch anhaltende Kriege und Umweltverschmutzung in einen apokalyptischen Zustand versetzt wurde. Um das Überleben unserer Spezies zu sichern, wurde eine Gruppe von rund einer halben Million Menschen an Bord eines riesigen Raumschiffs - einer Art Weltraumarche - namens Flores transportiert. Nur den besten und hellsten Köpfen der verbleibenden Erdbevölkerung wurde ein Platz an Bord angeboten - Menschen, die zu Ingenieuren, Ärzten, Architekten und Wissenschaftlern ausgebildet waren. Allerdings kümmern sich ausgerechnet diejenigen Menschen um den Schutz der Zivilbevölkerung an Bord des Kolonisationsschiffs, die für die verheerenden Kriege auf der Erde verantwortlich sind: ehemaliger Söldner, Militärangehörige und andere Veteranen. Sie werden Outrider genannt.

Während unserer Sitzung konnten wir den Prolog des Spiels und die Anfänge der Hauptgeschichte anspielen. Die Raumsonden der Flores haben errechnet, dass der Planet Enoch die besten Chancen hat, eine potentielle, neue Heimatwelt der Menschheit zu werden. Im Zuge des Prologs landen wir dort als Vorhut, denn die Outrider sind eine Art Avantgarde der Menschheit im Weltraum. Die Flores befindet sich in einer Umlaufbahn des Planeten und wartet darauf, dass die Söldner Proben einholen und diesen Ort als bewohnbar identifizieren, damit der Hauptteil der sich im Kryoschlaf befindlichen Kolonisten aus dem Weltraum gefahrlos nachrücken kann.

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Während wir Enoch erkundeten, fanden wir uns in einer waldreichen, erdähnlichen Umgebung wieder. Hochebenen und tiefe Täler sind ein bestechendes Merkmal von Enochs Planetenoberfläche, die von bunten Blumenfeldern und einigen hochragenden, alten Bäumen in der Ferne geziert wird. Als wir uns einem Flussbett näherten, beobachteten wir eine Herde hyänenähnlicher Monster, die über das Panorama liefen. Wir konnten einige schlanke, ziegenähnliche Kreaturen erspähen und über uns zogen große Vögel ihre Kreise. Der Prolog führte in die etwas untypischen Steuerelemente ein, an die man sich erst etwas gewöhnen muss. In Deckung gehen, über Hindernisse klettern, Waffen wechseln und unsere Kräfte einsetzen (dazu gleich mehr) - für all das gibt es eine eigene Taste. Am Anfang sind wir ein bisschen durcheinander gekommen, doch irgendwann hat sich dieser Zustand gelegt.

Während wir gerade Informationen von einer Sonde abrufen, nimmt die Handlung eine andere Wendung. Anstatt eigene Daten zu übertragen, sendet die Sonde plötzlich ein mysteriöses Signal vom angeblich unbewohnten Planeten aus. Bald darauf steigen Trümmer aus dem Boden empor und die Kulisse versinkt im Chaos. Diese Anomalie tritt regelmäßig auf Enoch auf und in irgendeiner Weise ist es mit diesem mysteriösen Signal verbunden. Trotz der Warnungen der Outrider treibt der Kommandeur die Landung der Flores voran, woraufhin erneut eine Anomalie entsteht. Im entstandenen Durcheinander kommt es zu einem Feuergefecht mit den Streitkräften des Kommandanten und wir rennen zu unserer Landekapsel zurück, um zu fliehen. Im letzten Moment rettet uns einer unserer Outrider-Kollegen das Leben, indem er uns zurück in unsere Kryozelle stößt. Damit endet der Prolog.

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Dreißig Jahre später wird die Hauptfigur von einer Gruppe bewaffneter Gestalten gewaltsam aus dem Kryoschlaf geweckt. Sie scheinen uns nicht wohlgesonnen zu sein, nachdem sie erkennen, dass wir einer der letzten verbliebenen Outrider sind, weshalb wir grob auf die Ladefläche eines Lastwagens verfrachtet werden. Anschließend werden wir durch eine karge Landschaft gefahren, die von einem großen Krieg verwüstet wurde. Überall hängen Leichen, die grüne Landschaft, die uns zu Beginn unseres Abenteuers entgegenschwappte, scheint ihr Ende gefunden zu haben. Stattdessen gibt es überall Bunker, Geschützstellungen, unterirdische Tunnel und andere Strukturen, die man für den Kampf braucht. Die Hauptfigur im Spiel ist sich an diesem Punkt nicht bewusst, wie das alles passieren konnte. Doch nachdem wir einige alte Outrider-Kameraden treffen, die anscheinend die letzten dreißig Jahre durchlebt haben, lernen wir mehr darüber, was hier eigentlich passiert ist.

Anscheinend wurde die Landung überhastet vorangetrieben und die Kolonisierung führte zu Kämpfen und Kriegen, während die gefährliche Anomalie ungebrochen das tägliche Leben auf dem Planeten bestimmt. Darüber hinaus haben einige Menschen aufgrund der Anomalie mysteriöse Kräfte entwickelt, dazu gehört auch unserer Hauptfigur. Diese Personen werden "Altered" genannt und scheinen die Kriege auf Enoch zu beherrschen. Laut den Entwicklern wird den Spielern im Verlauf der Geschichte erklärt (wohl in erster Linie mit Kodexeinträgen), wie Enoch in seinen jetzigen Zustand endete. Obwohl unser Eindruck nur sehr oberflächlich war, wirkt die Geschichte in vielerlei Hinsicht vielversprechend - bekämpft dieses unterirdische Signal die Kolonisten auf irgendeine Weise?

Darüber hinaus haben wir am Ende unserer Spielsitzung von einer Person erfahren, die so mächtig sein soll, dass sie für alle anderen auf diesem Planeten eine Gefahr darstellt. Die Handlung treiben wir jedenfalls voran, indem wir brav den Haupt- und Nebenquests folgen, die uns zu bestimmten Umgebungen führen. Dort bringen wir meist alles und jeden um, um an wichtige Informationen oder Objekte zu gelangen, davor erwartet uns jedoch ein Miniboss. Anschließend geht das ganze Spiel wieder von vorne los. Die Handlung zieht natürlich auch, obwohl uns vor allem der Kampf Spaß gemacht hat.

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Kämpfen ist in Outriders ungefähr so dreckig und schmutzig, wie Enochs Atmosphäre. Das Gameplay ist eine Kombination aus Waffengebrauch und Einsatz von Spezialkräften. Unsere starken Fähigkeiten hängen davon ab, welche der vier Klassen wir wählen. In unserem Build waren drei spielbar, alle sind natürlich noch in Entwicklung. Es gibt eine Scharfschützen-Klasse, die mit Feuer spielt, ein Assassine namens Trickster, der die Zeit verlangsamen kann, und eine Tank-Klasse namens Devastator, die den Boden verwendet, um Feinden Schaden zuzufügen und Trefferpunkte zurückzugewinnen. Jede Klasse wird zusätzliche Kräfte erhalten und ihre Fähigkeitsbäume auf über 40 Level spezialisieren können. Im Koop-Modus gibt es maximal drei Spieler, was bedeutet, dass unser Team gezwungen ist, die besten Klassenkombinationen für das Team zu suchen. Couch-Coop wird leider kein Thema sein.

Der Entwickler will ein Gleichgewicht zwischen der Handhabung von Waffen und Spezialfähigkeiten herstellen. Waffen feuern in Outriders noch ganz klassisch Kugeln ab und erinnern uns deshalb ein bisschen an Gears of War. Wir spielten mit Maschinengewehren, Maschinenpistolen, Gewehren, Scharfschützengewehren, Doppelpistolen und unserem persönlichen Favoriten: der Schrotflinte. Mit allen Waffen können wir blutige Zerstückelungen durchführen, Köpfe wegpusten und Feinde in einen großen, blutigen Brei verwandeln. Es macht viel Spaß mit den Knarren zu spielen, viel mehr als beispielsweise in Anthem. Alle Klassen haben Zugriff auf alle Waffenarten, aber sie werden durch ihre Fähigkeitsbäume unterschiedlich spezialisiert.

Wir schauen unserem Charakter in der dritten Perspektive über die Schulter und begeben uns sich in Deckung oder rollen feindlichen Angriffen rechtzeitig aus dem Weg. Zusammen mit unseren Teamkollegen lieferten wir uns einige intensive Feuergefechte und zogen uns notfalls zurück, wenn der Ansturm zu groß wurde. Waffen mit Spezialfähigkeiten zu kombinieren funktioniert ganz gut und treibt die Schadenszahlen in die Höhe (Elementarfähigkeiten lassen sich hervorragend mit dem gezielten Beschuss der empfindlichen Stellen unserer Gegner verbinden). All das erfordert ein gewisses Maß an Koordination, da sich unsere Kräfte gegenseitig verstärken. Das einfachste Beispiel hierfür ist wohl die Zeitverlangsamung der Trickster-Klasse - alle können während dieser Phase in Ruhe auf die Schwachstelle zielen.

Sowohl Waffen als auch Rüstungen können in späteren Spielphasen angepasst werden. Wir sahen Bilder von Waffen, die aus Knochen, Holz und anderen mysteriösen Materialien entsprangen, was darauf hindeutet, dass die Ausrüstung höherer Stufen die Kräfte der Anomalie ernten können. Die Entwickler teilten uns mit, dass die Knarren "mit zunehmendem Fortschritt verdreht" werden, was wohl noch ausgefallenere Tötungsmöglichkeiten zum Vorschein bringen könnte. Die Rüstungen im Spiel sind vergleichbar mit der anderer Weltraum-Shooter. Es gibt also eine Vielzahl an Kapuzen, Helmen, Mänteln, schweren Rüstungsanzügen und Stiefeln, sowie Handschuhen, die verschiedene Boni bieten. Obwohl die Entwickler auf der Veranstaltung darauf bestanden, dass Outriders kein Loot-Spiel sei, ist die Suche nach besserer Ausrüstung offensichtlich ein großes Feature.

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Das Navigieren in Enoch geschieht auf die gleiche Weise, wie in Destiny - es gibt also einen zentralen Hub, von dem aus wir Missionen beginnen. Wer sich mit seinen Freunden zusammenschließt und einen Konvoi bildet, der darf seine Begleiter übrigens auch in den Zwischensequenzen sehen (keine Ahnung, warum das immer noch nicht Standard ist). Die Präsentation dieser Story-Abschnitte fühlte sich allerdings wie etwas an, in das People Can Fly noch mehr Arbeit stecken muss.

Vielleicht ist es wichtig zu erwähnen, dass Outriders kein Open-World-Spiel ist. Die Hauptquest und Nebenmissionen bringen uns immer wieder zu neuen Orten, die wir linear erkunden und durchspielen. Jeder Abschnitt endete mit einer Art Boss, obwohl die Entwickler meinten, dass sie diese Gegner noch nicht als solche bezeichnen würden. Das bedeutet, dass wir mit noch größeren Gegnern und womöglich sogar klassischen Phasen-Kämpfen rechnen dürfen, die hoffentlich mehr Strategie erfordern, als nur Ziele mit Kugeln einzudecken. Am Ende unserer Spielsitzung haben wir beschlossen, ein paar Schritte zurückzugehen und unsere Kräfte zu testen. Dabei fiel mir in der Ferne eine riesige außerirdische Kreatur auf, die auf vier stacheligen Beinen stand und vage an etwas aus Stranger Things erinnert. Könnte das vielleicht ein Hinweis darauf sein, welche echten Bossgegner uns in Outriders erwarten?

Angeblich soll allein die Hauptgeschichte ungefähr 40 Stunden dauern und Nebenquests lassen sich so oft wiederholen, wie man lustig ist. Die Herausforderung und die Wiederspielbarkeit werden durch ein sogenanntes "World-Level"-System ergänzt, das neben dem Charakterlevel auch die Stärke der Feinde und die Beutewahrscheinlichkeit angibt. Im Menü des Preview-Builds konnten wir mindestens 81 verschiedene Feindtypen erspähen, verteilt auf 20 "Checkpoints" (wir haben nur das erste Kapitel gespielt und dafür beim ersten Mal rund 1,5 Stunden gebraucht). Beim Thema Wiederspielbarkeit darf man auch nicht vergessen, dass die Erstellung verschiedener Charakterklassen nicht mitgerechnet wird.

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In Bezug auf die zu erwartenden Umgebungen gaben die Entwickler noch nicht viel preis. Bei 20 Kapiteln hoffen wir natürlich auf große Vielfalt in den Umgebungen und bei den Feinden, dafür darf das Spiel dann gerne auch einige der außerirdischen Kreaturen aus dem Prolog wieder zurückholen. Die meisten Feinde waren jedoch menschlicher Natur oder diese Altered, aber im Prolog bekämpften wir bereits einen dieser hyänenähnlichen Kreaturen, die durch die Anomalie verändert worden waren. Das bisher veröffentlichte Bildmaterial zeigt zudem größere Städte in Trümmern und die Überreste der Flores auf der Oberfläche des Planeten, sodass es viele potenzielle Orte gibt, an die People Can Fly die Spieler ziehen kann.

Basierend auf unseren Beobachtungen schafft Outriders eine dunkle und blutige Science-Fiction-Atmosphäre, die von einer interessanten und glaubwürdigen Handlung unterstützt wird. Shooter-Fans werden höchstwahrscheinlich die Grobheit, das allgemeine Waffenhandling und die besonderen Kräfte, die wir im Kampf einsetzen können, zu schätzen wissen. Von dem was wir bisher gesehen haben scheint das Spiel viel Potenzial zu besitzen. Wir hoffen natürlich, dass es genug Abwechslung in Enochs Umgebungen geben wird und es darf gerne auch (Boss-)Kämpfe geben, die ein bisschen mehr Strategie erfordern, als nur stumpfes Abschießen. Outriders erscheint noch 2020 und die Versionen für PC, Xbox One und Xbox Series X, Playstation 4 und Playstation 5 wurden bereits bestätigt.

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