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Kritiken
Onimusha: Warlords

Onimusha: Warlords

Capcom hat einen alten Schinken ausgegraben, allerdings kann der nicht so sehr mit dem aufpolierten Resident Evil 2 mithalten.

Eine versteckte Perle aus den Archiven Capcoms kehrt zurück. Onimusha entstammt einer Idee von Yoshiki Okamoto, der seinerzeit ein Resident Evil in Ninja-Form schaffen wollte. Die Geschichte folgt dem ruhelosen Samurai Samanosuke, der eine von Dämonen festgehaltene Prinzessin aus einem Schloss befreien will. Mit von der Partie ist die weibliche Ninja Kaede, das Setting ist angesiedelt in der Sengoku-Periode des feudalen Japans.

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Onimusha: WarlordsOnimusha: Warlords
Onimusha: Warlords ist nur ein Remaster, wir spielen also im Grunde noch das alte Spiel in einem neuen Gewand.

Die meiste Zeit steuern wir den furchtlosen Samurai, doch auch Kaede kommt ab und zu zum Einsatz. Neben verschiedenen spielbaren Charakteren leiht sich der Titel noch ein paar weitere Dinge von den frühen Resident-Evil-Spielen, darunter Rätsel, ein japanisches Schloss voller Fallen (das einer gewissen Villa ähnlich sieht), ein Labor, vorgerenderte Hintergründe, eine feste Kamera und grüne Kräuter... ihr wisst schon welche.

Unser Held ist ein erfahrener Schwertkämpfer, der sich durch das Schloss kämpft, Monster erlegt und dabei Dämonenseelen sammelt. Das Kampfsystem ist nicht das typische Hack&Slash-Gameplay jener Zeit, sondern viel durchdachter. Wir müssen blocken, kontern, angreifen und unsere Waffe vorbereiten, um das Meiste aus unseren Samuraifähigkeiten herauszuholen. Später erhalten wir noch einen Bogen und eine Knarre, die einer Schrotflinte gleicht und die hervorragend geeignet ist, um sich einige der Bosse vorzuknüpfen (davon warten in Onimusha: Warlords nämlich einige auf uns). Wenn wir die Seelen getöteter Dämonen absorbieren, lassen sich unsere magischen Gegenstände aufrüsten. Wer die Energie in eine der Energiesphären steckt, darf zum Beispiel bestimmte Türen im Schloss öffnen und somit neue Bereiche erkunden.

Wir kehren immer wieder an bereits besuchte Orte zurück, weil sich bestimmte Türen erst später öffnen lassen - trotzdem wird es nicht langweilig, denn die Monster stellen sich uns häufig genug in den Weg. Beim ersten Versuch haben wir knapp vier Stunden für unseren Spielverlauf gebracht, aber das geht natürlich noch um einiges schneller. Das mag kurz klingen, hat sich für uns aber nach genau der richtigen Länge angefühlt. Leider darf man sich nicht aussuchen, mit welchem Charakter das Spiel beginnt. In RE2 konnten wir die Charaktere wechseln und so die Story neu und anders erleben - das ist in Onimusha: Warlords nicht möglich.

Trotzdem hat der Titel einigen Wiederspielwert, denn es gibt unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und viele Dinge, die wir finden können (etwa Dokumente oder Rätselkisten). Außerdem lassen sich Kostüme für unsere Spielfiguren freischalten - wer will schließlich nicht als Panda verkleidet gegen Monster kämpfen? Es gibt auch ein nettes Minispiel, das wir freischalten, sobald alle Gegenstände einer Kollektion eingesammelt wurden.

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Onimusha: WarlordsOnimusha: Warlords
Obwohl man dem alten Titel seine Herkunft schon ansieht, macht er immer noch einiges richtig.

Onimusha: Warlords ist ein Remaster, kein Remake. Das bedeutet es ist im Grunde das gleiche Spiel, das jetzt auf einer neuen Plattform gebracht wurde. Die Grafik sieht besser aus und die Texturen sind schärfer, Zwischensequenzen und Hintergründe wurden ebenfalls aufgehübscht. Außerdem hat Capcom darauf geachtet, dass Breitbildformate unterstützt werden (und uns somit die schwarzen Balken erspart). Natürlich sieht das Spiel nicht wie ein moderner Titel aus, aber das schmälert den Spielspaß in keinster Weise.

Durch die feste Kamera geht manchmal die Übersicht verloren (insbesondere auf der Wendeltreppe am Ende). Doch insgesamt sorgte die Kameraführung für ein vertraut-nostalgisches Gefühl, denn uns erinnerte das an einige der kreativsten Perioden in der Geschichte der Playstation. Es ist immer noch ein riesiger Spaß sich durch das feudale Japan zu kämpfen und Monster zu metzeln, die aussehen, als stammten sie aus einem japanischen Märchen. Onimusha: Warlords wird vom Plot, seinem Soundtrack und dem Gameplay getragen. Der Soundtrack ist übrigens sehr passend und traditionell gehalten.

Und was bedeutet das nun für die Zukunft? Das Spiel hat nicht die gleiche tolle Überarbeitung bekommen, wie Capcoms Flaggschiff Resident Evil, aber vielleicht bekommen wir frische Remasters, Remakes oder sogar ein neues Abenteuer. Dieser Monat könnte der Grundstein für ein solches Vorhaben sein; wenn ihr die ersten drei Resident-Evil-Spiele oder gar die Onimusha-Reihe mögt, dann solltet ihr bei Warlords zuschlagen. Die Geschichte, das knackigere Aussehen und das Gameplay werden euch nostalgisch werden lassen. Onimusha: hat ein paar tolle Gameplay-Mechaniken, führt uns zurück in ein goldenes Zeitalter der frühen 3D-Epoche und zeigt, dass tolle Spiele gut altern können.

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20 Euro kostet das Game digital, dafür ist man ein paar Stunden gut beschäftigt.
08 Gamereactor Deutschland
8 / 10
+
Tolle Geschichte und starkes Gameplay aus einer anderen Zeit, Game unterhält auch nach all den Jahren noch gut.
-
Sieht altbacken aus, Spielzeit recht gering.
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