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One Piece: Pirate Warriors 4

One Piece: Pirate Warriors 4

Die beliebte Dauerserie One Piece startet mit Pirate Warriors ihren vierten Ausflug. Lohnt es sich, das Game mitzunehmen?

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Eiichiro Odas äußerst beliebte Manga- und Anime-Serie One Piece gibt es seit Mitte bis Ende der Neunzigerjahre und sie ist auch 2020 noch stark. In all diesen Jahren gab es viel zu erzählen und wenn versucht wird, all das in ein einziges Spiel zu quetschen, dann wird es schnell unübersichtlich. Die von Dynasty Warriors inspirierte Serie One Piece: Pirate Warriors von Omega Force hat dieses Unterfangen in der Vergangenheit dennoch immer wieder versucht und war damit sogar relativ erfolgreich. Jetzt ist es an der Zeit, dass die Saga mit One Piece: Pirate Warriors 4 fortgesetzt wird.

Ähnlich wie bei der langjährigen Dynasty-Warriors-Reihe können Spieler mit Pirate Warriors Tausende und Abertausende von Feinden zerhacken, zerschneiden, abschießen und vermöbeln. Zwischen all diesen Massakern wird im Hintergrund eine Geschichte erzählt, aber man muss der nicht folgen, um das Spiel spielen zu können. Die Spieler werden Horden von Feinden gegenüberstehen, die von mickrigen Dienern bis zu riesigen Bossen reichen (die diesmal wirklich groß sind - wir sprechen hier von Feinden in Dinosauriergröße). Es gibt verschiedene Combos, Spezialangriffe, Ausweichschritte, Sprungangriffe und so weiter. Außerdem können wir unsere Kampfform variieren, um den besten Stil zu finden, mit dem wir unsere Widersacher ausschalten - das alles klappt ganz genauso befriedigend, wie Fans das kennen und erwarten.

Dieses klassische 'Musou'-Gameplay, bei dem wir in einem intensiven, aber auch stumpfen Kampf gegen eine Übermacht von Feinden antreten, ist die Grundlage von Pirate Warriors 4. Der Kaufgrund für viele potenzielle Spieler dürften aber vor allem die Beziehungen zum Franchise sein. One Piece: Pirate Warriors bietet seit jeher so viel nostalgischen Fanservice, dass es schwierig ist, den Überblick zu bewahren. Die liebenswerten Antagonisten und Protagonisten, Haupt- und Nebenfiguren, all die epischen Schlachten, Erzählbögen und Angriffsmuster im Überblick zu behalten - das ist so schwer, dass Neulinge gnadenlos davon erschlagen werden.

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Die Spieler werden Horden von Feinden gegenüberstehen, die von mickrigen Dienern bis zu riesigen Bossen reichen.

Viele Fans werden große Teile der Handlung natürlich längst kennen, deshalb ist die übervereinfachte Abstraktion ein zweischneidiges Schwert: Es stillt den Hunger der One-Piece-Fans nach ihren liebsten Inhalten nur so ungefähr, hilft aber immerhin dabei, die Handlung zu straffen. Aus nostalgischer Sicht ist es eine erfreuliche Erfahrung, aber für diejenigen, die neu in der Serie hineinschnuppern wollen, ist die Erzählung, die als Klebstoff zwischen den Kämpfen dient und sie zusammenhält, ein sinnloses Durcheinander mit vielen, langen Massenschlachten. Wer die Reihe jedoch kennt, für den ist diese Welt und ihre Charakter ein Festmahl und wenn Monkey D. Ruffy, Zoro, Nami, Sanji und Lysop ihre Abenteuer erleben, wird das entzückend dargestellt.

Die Kampagne besteht aus einer Vielzahl von Erzählbögen mit verschiedenen Kapiteln. Während die Geschichte kanonisch und in chronologischer Reihenfolge voranschreitet, werden Kapitel und sogar ganze Bögen komplett oder teilweise übersprungen, damit auch diejenigen, die mit Manga oder Anime nicht vertraut sind, eine umfassende Erfahrung haben (immerhin gibt es viel zu beachten, wenn man mit der laufenden Serie Schritt halten möchte). Ein paar Ereignisse werden deshalb überhastet angegangen, aber das dürfte erwartbar sein. Abgesehen davon ist uns aufgefallen, dass die Zwischensequenzen das Gameplay in intensiven Momenten manchmal unterbrechen können, wenn die Entwickler versuchen, Story-Happen einzubauen. Das Spieltempo leidet dadurch spielerisch etwas.

Es gibt drei Hauptmodi in One Piece: Pirate Warriors 4: Die Hauptgeschichte, Freies Spiel und "Schatzprotokoll", eine Art Herausforderungsmodus zum Grinden und Freischalten von Belohnungen. Ihr könnt das Spiel alleine oder mit einem Freund über Online- und lokalen Koop spielen, wir sind dabei jedoch auch mehrere Probleme gestoßen. Es kann beispielsweise schwierig sein, einen Freund überhaupt einzuladen und ihn in im Spiel zu behalten. Die Tatsache, dass Koop-Freunde nach einer einzigen Mission automatisch getreten werden, ist schon ziemlich blöd. Noch merkwürdiger ist der Umstand, dass Bosse für alle Spieler lokal berechnet werden. Wenn wir von einem Oberfiesling angegriffen werden, spawnt der für jeden Spieler in einem anderen Bereich und wir können nicht gemeinsam darauf herumprügeln.

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Wer die Reihe kennt, für den ist diese Welt und ihre Charakter ein Festmahl, allerdings macht das Spiel deutlich weniger Sinn, wenn ihr mit all dem nichts anfangen könnt.

Im Online-Koop-Modus haben wir nicht viel Zeit verbracht, allerdings wirkte es so, als ob alle kooperativen Modi verfügbar wären. Es stehen verschiedene Multiplayer-Modi zur Auswahl, in denen ihr mit bis zu elf anderen Mitspielern spielen könnt. Eine willkommene Option im Koop ist die Option, einen Verbündeten wiederzubeleben - das ist bei intensiven Bosskämpfen wirklich großartig. Merkwürdig war ein hartnäckiges Texturproblem, das uns nicht nur in den Menüs begegnete, sondern auch immer wieder in den Missionen. Das sorgt dafür, dass man die Texte nicht mehr so gut lesen kann und das ist bei japanischer Sprachausgabe für viele Spieler schon hilfreich.

Es gibt einige Upgrade-Aspekte in diesem Spiel, da wir mit Crew-Münzen die Charakterlevel oder allgemein das Crew-Level erhöhen können. Unsere Mannschaft wird durch das Sammeln von Checkpoints im Kampf verstärkt, wodurch wir wiederum wertvolle Münzen erhalten, um unsere Charaktere für die Kampagne und neue Missionen aufzurüsten. Man verdient Punkte indem man bestimmte Herausforderungen meistert, z. B. Feinde in einer frühen Angriffsphase besiegt, alle verbündeten Besatzungsmitglieder rettet oder viele Feinde ausschaltet. Wenn ihr einen Charakter zum Spielen auswählt, solltet ihr auch die jeweiligen Angriffstypen überprüfen, von denen es vier verschiedene gibt. Jede unterscheidet sich im Kampf von den anderen, beispielsweise wäre da eine rohe Schadensklasse oder einen Typ, der schwerer zu treffen ist, weil die Figuren vor allem auf akrobatische Manöver setzen und deshalb immer in der Luft herumwirbeln.

One Piece: Pirate Warriors 4 ist ein charmantes Spiel, das One-Piece-Fans viel Nostalgie bescheren wird. Es ist definitiv ein sinnloser Slasher, erwartet also keine erzählerische Meisterleistung, ein sorgfältig ausgearbeitetes Storytelling oder gar packendes Gameplay. Dieser vierte Eintrag in der Spin-Off-Reihe leidet außerdem unter einer Reihe von Problemen, einschließlich des gelegentlichen Spielabsturzes. Das hat uns zugegeben nicht weiter gestört, da wir insbesondere im Koop-Modus eine tolle Zeit hatten. Das Game macht Spaß, ist jedoch kein technisches Meisterwerk.

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06 Gamereactor Deutschland
6 / 10
+
spaßiges Spiel, charmantes Design, lustige Zwischensequenzen, viel Nostalgie, viele Charaktere und Spielstile stehen zur Auswahl, Bosskämpfe sind intensive und faire Herausforderungen.
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Koop-Sitzungen müssen nach jeder Mission erneut eingerichtet werden, das Einladen anderer ins Spiel funktioniert nicht immer, seltsame Texturprobleme, unordentliche Menüs und wenig Informationen zur Upgrade-Mechanik.
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