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Nintendo Labo: VR-Set

Nintendo Labo: VR-Set

Wir haben das "Do it Yourself"-VR-Paket der Nintendo Labo ausprobiert und sind beeindruckt.

Die Nintendo-Labo-Kits sind eine wunderbare Erfindung. Mit jedem Paket bringt uns Nintendo erneut zum Staunen, nur dass es eine Art von Vergnügen ist, die kein anderes Spiel bietet. Jetzt durften wir uns ein VR-Headset bauen, komplett aus Pappkarton.

Das VR-Kit verfolgt die gleiche grundsätzliche Idee, wie die Sets, die wir bereits kennen. Nachdem vorgeschnittenen Kartonteilchen in Form gebracht wurden, sorgen die Joy-Cons und die Switch für die Magie. Der große Unterschied zu den anderen Sets sind die VR-Gläser, die man als erstes zusammenbaut. Die Brille selbst ist schlicht und sorgt dafür, dass der Bildschirm der Switch in zwei Teile aufgeteilt wird, auf die wir aus nächster Nähe durch eine Linse schauen.

Aber was genau ist denn jetzt die Zauberei, die Nintendo so wunderbar erzeugen können soll? Wenn wir durch die VR-Brille schauen und unseren Kopf in das Papp-Headset stecken, wechseln wir in eine andere Welt. Das Erlebnis ist nur schwer zu beschreiben - das müsst ihr einfach selbst ausprobieren. In der virtuellen Realität schwimmen wir über den Grund des Ozeans und fotografieren Fische, oder fliegen durch die Lüfte und schießen niedlichen Kreaturen mit einer Bazooka ins Gesicht. Wir bauen die verschiedenen Papp-Modelle und packen anschließend die VR-Brille hinein. Das Bauen braucht viel Zeit und Geduld, aber es lohnt sich. Alleine die Bazooka zu bauen, hat uns knapp drei Stunden beschäftigt und das Ergebnis ist echt fantastisch.

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Natürlich ist das nur eine Hülle aus Pappe, aber Nintendo hat beim Design eine Schippe draufgelegt. Die Kamera funktioniert wie ein lebensechtes Gerät: Wir drehen mit der rechten Hand an einem Rad, um zu zoomen, und müssen händisch das gewünschte Motiv knipsen. Dank des Gewichts der Switch fühlt sich die Kamera real und stabil an. Das Beste ist aber, dass jede dieser Papphüllen der virtuellen Realität etwas sehr Physisches zur Seite stellt. Die Kamera klickt wie eine echte, das Fluggerät bläst uns Wind ins Gesicht und die Bazooka hat spürbaren Rückschlag.

Wegen solcher Details ist die Immersion bei diesem VR-Kit etwas ganz Besonderes. Auch wenn ein Kumpel auf dem Fernseher nicht zuschauen kann, was wir aktuell erleben, macht es Spaß jemanden beim Spielen zu beobachten. Das Ballern mit der Bazooka ist eine physische Erfahrung, die Raum braucht und Geräusche verursacht. Im Nintendo Labo VR-Kit stecken mehrere Games, denn neben den bunten Schiessereien mit der Bazooka, gibt es zum Beispiel noch eine spaßige Party-Version von „Hungry, Hungry Hippos". Dabei versuchen zwei Spieler abwechselnd Früchte in einem Teich zu schießen, um auf diese Weise niedliche Nilpferde in die Punktezone zu locken. Es gibt viel zu tun und das Paket sorgt für viele Stunden Spaß.

Aber das war noch nicht alles, denn das VR-Set gibt uns die Gelegenheit eigene VR-Games zu programmieren. Die Programmiersoftware ist erstaunlich komplex, abwechslungsreich, und bietet nochmal zusätzlichen VR-Spaß, zumindest wenn man sich reinkniet. Leider können wir unsere Kreationen nicht mit dem Rest der Welt teilen - zumindest noch nicht.

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Es ist aber nicht alles toll, denn die Switch-Konsole hat nur eine Auflösung von 720p, also ist das Bild recht verschwommen - obwohl man sich mit der Zeit daran gewöhnt. Die Konkurrenz bietet in diesem Bereich mehr Qualität, dafür ist das Labo VR-Kit allerdings auch verhältnismäßig günstig. Der größte Nachteil ist das fehlende Band für den Kopf - die Brille soll mit der Hand gehalten werden.

Nintendo hat VR-Patches für The Legend of Zelda: Breath of the Wild und Super Mario Odyssey veröffentlicht - das spielt man nicht mit einer Hand. Von daher ist ein Halteband eigentlich Pflicht... Es gibt natürlich Tipps im Netz, wie man sich so etwas selbst bauen kann, aber eine offizielle Lösung wäre schön gewesen.

Insgesamt ist Labo-VR ein toller Spaß, den jeder Switch-Spieler einmal ausprobiert haben sollte. Die anderen Labo-Kits können mit diesem Set absolut nicht mithalten und das ist für Nintendo eine große Chance. Der Entwickler könnte ein Pokémon Snap machen - mit der Option die Kamera zu benutzen - das wäre ein garantierter Hit! Es könnte der Durchbruch für die Plattform sein, auf der wir gewartet haben.

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08 Gamereactor Deutschland
8 / 10
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bauen macht Spaß, Pappe ist robust, gutes Paket mit vielen Ideen, gibt den Spielern die Möglichkeit zu programmieren.
-
die visuelle Qualität ist ziemlich schlecht, kein Kopfhalterung im Lieferumfang enthalten.
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