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NHS: Lootboxen "treiben Kinder in Glücksspielsucht"

Die britische Anlaufstelle für psychisch Erkrankte hat ein starkes Statement darüber abgegeben, wie sich Beutekisten auf junge Zielgruppen auswirken.

Beuteboxen und Lootboxen sind seit einiger Zeit ein heißes Thema, da sie die Haupteinnahmequelle vieler Free-to-Play-Spiele bilden und lange Zeit selbst in erstklassigen Live-Spielen zu einem gewissen Grad zu finden waren (und sind). Politik und Wissenschaft befassen sich auf internationaler Ebene mit dem Thema, doch es herrscht weiterhin Uneinigkeit darüber, welchen Einfluss die Spielmechaniken ausüben. Einige Länder haben sich dazu entschlossen, die entsprechenden Verkaufsmechaniken zu verbieten, während andere Regionen - darunter auch Deutschland - keinen Grund zur Besorgnis erkennen.

Dass Lootboxen keine Form des Glücksspiel sein, haben wir bereits von verschiedener Stelle gehört, doch das sei laut der Direktorin für psychische Gesundheit beim Nationalen Gesundheitswesen in Großbritannien (NHS), Claire Murdoch, völliger Quatsch. Die Frau bezeichnete diese Form der Mikrotransaktionen als Mittel, um "Kinder in die Glücksspielsucht zu treiben". "Als Reaktion auf wachsende Bedenken hinsichtlich der Spielsucht" bestätigt das NHS im Rahmen eines Berichts den Bau eines neuen Behandlungszentrums, sowie 14 neu eröffneter Kliniken mit dem Schwerpunkt Suchtverhalten.

NHS: Lootboxen "treiben Kinder in Glücksspielsucht"

"Ehrlich gesagt sollte kein Unternehmen Kinder in die Sucht treiben, indem es ihnen beibringt, um den Inhalt dieser Beuteboxen zu zocken. Kein Unternehmen sollte Lootbox-Spiele mit einem solchen Zufallsfaktor an Kinder verkaufen, deshalb sollten diese Verkäufe enden", schrieb Murdoch. "Die Gesundheit der jungen Menschen steht auf dem Spiel und obwohl der NHS im Rahmen unseres langfristigen Plans verstärkt auf diese neuen, innovativen Dienstleistungen für Familien setzt, können wir das nicht allein bewerkstelligen. Deshalb müssen andere Teile der Gesellschaft alles tun, um Risiken und Gefährdungen zu begrenzen und das Wohl der Kinder zu schützen."

Dieser Schutz muss von mehreren Richtungen kommen, einschließlich der Verleger von Videospielen. Dass das möglicherweise nicht bereitwillig geschieht, hat uns letztes Jahr Electronic Arts sehr anschaulich demonstriert, als sie in einer Rede vor dem britischen Parlament Lootboxen als "Überraschungsmechaniken" bezeichneten und argumentierten, dass sie sich die Spieler von solchen Mechanismen überraschen lassen wollen.

Viele Behörden stolpern in der Diskussion über etwaige Verbote und Richtlinien an der Frage der Zugehörigkeit oder eindeutigen medizinischen Belegen. Die Wissenschaft hat auch nach Jahren nicht eindeutig feststellen können, ob Ballerspiele die Gewalt fördern; dass Mikrotransaktionen in Form von Beuteboxen eine suchtgefährdende Wirkung aufweisen sollen, greift Teile der alten Diskussion auf. Trotzdem gibt es Hoffnung, da Befürworter von strikteren Richtlinien Rückendeckung aus verschiedenen Instituten erhalten und entsprechende Geschäftspraktiken öffentlich angeprangert werden.

NHS: Lootboxen "treiben Kinder in Glücksspielsucht"

Quelle: NHS, AskAboutGames.



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