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Negative Atmosphere

Negative Atmosphere

Der Survival-Horror von Sun Scorched Studios erinnert an vielen Stellen an Dead Space und das kann eine gute Sache sein.

  • Text: Ben Lyons

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Es ist etwa sechs Jahre her, seit Visceral Games mit Dead Space 3 eine Leere in den Herzen vieler Survival-Horror-Fans hinterließ. Doch eine kurze Demo, die wir in der letzten Woche gespielt haben, könnte dieses klaffende Loch vielleicht verschließen. Negative Atmosphere, entwickelt von Sun Scorched Studios, ist ein Survival-Horrorspiel, das uns Spieler in die Stiefel eines Mannes steckt, der verzweifelt nach einem Ausweg aus einem verfluchten Raumschiff sucht. Die Dead-Space-Prämisse wäre damit schon einmal abgehakt.

Die Demo eröffnet in einem unheimlichen Korridor an Bord der gefürchteten TRH Rusanov. Unser Charakter Samuel Edwards ist ein stoischer Feldsanitäter, was eine weitere Gemeinsamkeit mit Isaac Clarke bedeutet. Dass unserem Helden ein holografisches HUD aus dem Rücken ragt, haben wir ebenfalls zur Kenntnis genommen. Auf dem Boden und an den umgebenden Wänden dieser ironischerweise „Medical Bay"-genannten Umgebung sind Blutlachen und verschiedene Eingeweide verteilt. Jeder, der bei klarem Verstand ist, würde das als schlechtes Omen betrachten und schleunigst von diesem Ort verschwinden, aber nicht Samuel.

Wir drängen uns einen Gang hinunter, um vor einer verschlossenen Tür zu erkennen, dass wir in einer Sackgasse stecken. Dann geschah es: Eine Kreatur, die nur noch sehr wenig Ähnlichkeit mit einem Menschen hat, bricht plötzlich durch eine Seitentür und springt augenblicklich auf uns zu. Blut tropfte aus diesem Wirrwarr von Sehnen und Fleisch, das lose als Körper des Ungetüms dient. Wir nahmen jedenfalls die Beine in die Hand und flüchteten durch die einzige offene Passage. Die Furcht führte uns durch die Dunkelheit, denn natürlich war dieses elendige Monster nicht allein. Obwohl Samuel alles gab, war es letztlich umsonst. Game Over.

Das war unser Erstkontakt mit Negative Atmosphere und definitiv nicht der schlechteste Berührungspunkt. Dieser flüchtige Moment des Schreckens weckte viele Emotionen in mir, Gefühle, die ich glaubte vergessen zu haben, seit Dead Space vor sechs Jahren in der Dunkelheit verschwand. Obwohl wir natürlich nicht über den kleinen Einstieg sprechen können, fällt die unnachgiebige Herausforderung direkt auf, mit der die Demo beginnt. Wir haben einige Versuche benötigt, um an diesem kurzen Abschnitt vorbeizukommen.

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Negative AtmosphereNegative Atmosphere

Wie genau fühlt sich Negative Atmosphäre denn an? Das Spiel hat die gleiche, von Dead Space verwendete Über-die-Schulter-Perspektive aus der dritten Person. Die Fortbewegung ist ebenfalls ähnlich und fühlt sich im Vergleich zu moderneren Actionspielen etwas träge an. Der Kampf ist langsam und derbe. Erwartet also nicht durch einen Korridor rennen zu können, während hinter euch ein Tornado von Monstern wütet - das ist nicht so einfach möglich. Wir können noch nicht viel über die Vielfalt der Waffen im Spiel sprechen, da wir in der Demo lediglich ein SMG in die Finger bekommen haben. Und wer jetzt denkt, dass Nahkampf ganz sicher eine gute Option ist, sollte wissen, dass das wirklich nur die letzte Option ist. Normalerweise zeigen sich die Gegner nicht sonderlich beeindruckt von stumpfer Gewalt. Die Zombie-Kriecher sind nämlich mit blutigen Klauen versehen, die aus ihren einstigen Körpern stammen und sie schützen.

Noch erschreckender ist dieser Terminator, der es gar nicht mag, wenn man das "Firmeneigentum beschädigt". Als der uns einmal erwischt hat, hat er Samuel buchstäblich in zwei Teile zerschlagen. In Negative Atmosphere dient dieser Feind als weitere Barriere, mit der die Entwickler Abwechslung kreieren und den Fortschritt der Spieler kontrollieren. Warum in diesem Schiff plötzlich alles den Bach runtergeht liegt übrigens darin, da die Crew von einer mysteriösen und hochansteckenden Seuche betroffen wurde. Dadurch ist fast jeder Roboter und jede lebende Kreatur zu einer widerlichen Kreatur mutiert, deren einziges Ziel es ist, das Leben um sie herum zu zerstören.

Als wir mit den Entwicklern über die Einflüsse dieser beängstigenden Erfahrung sprachen, wurde Dead Space und Resident Evil namentlich erwähnt, kein Wunder also, dass Negative Atmosphere dieses Gleichgewicht zwischen spannungsbildenden und angstauslösenden Momenten aufweist. Obwohl das Horror-Erlebnis kurzlebig ausfiel mochten wir den Aufbau schon jetzt sehr. Derzeit gibt es noch kein Veröffentlichungsdatum, für Steam wurde Negative Atmosphere aber bereits bestätigt. Andere Shops, wie den Epic Games Store oder GOG werden ebenfalls in Betracht gezogen. Informationen zu etwaigen Konsolenports gab es noch nicht, zuerst müsse die PC-Version fertiggestellt werden, heißt es. Ob in Zukunft weitere Plattformen folgen, das ist aktuell noch ungewiss. Doch wenn Negative Atmosphere den Geist jener Spiele einfängt, von denen es so stark inspiriert wurde, dann können wir uns das gut vorstellen.