Nach dem tödlichen Neujahrsbrand wurde eine strafrechtliche Untersuchung gegen die Manager der Schweizer Bar eingeleitet
Schweizer Staatsanwälte haben ein Strafverfahren gegen die beiden Manager der Bar im Alpenresort Crans-Montana eröffnet.
Schweizer Staatsanwaltschaften haben ein Strafverfahren gegen die beiden Manager der Bar im alpinen Ferienort Crans-Montana eröffnet, nachdem am Neujahrstag mindestens 40 Menschen getötet und mehr als 100 Menschen verletzt wurden.
Wie die Erklärung auf X, Crans-Montana Fire, lautet: "Wir haben eine Untersuchung wegen unfreiwilliger Tötungsdelikte, unfreiwilliger Körperverletzungen und unfreiwilliger Feuerwehr eröffnet", sagt Béatrice Pilloud, Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis in der Schweiz.
Das Feuer brach gegen 1:30 Uhr morgens in der Bar Le Constellation aus, einem beliebten Veranstaltungsort in der Skistadt. Laut vorläufigen Ergebnissen wurde das Feuer wahrscheinlich durch Wunderkerzen ausgelöst, die an Flaschen befestigt waren, die zu nah an der Decke getragen wurden und brennbare Materialien entzündeten. Der Vorfall erfasste den Veranstaltungsort rasch und ließ den Gästen kaum Zeit zur Flucht.
Stephane Ganzer, Sicherheitschef im Wallis, sagte, die Ermittler würden sich darauf konzentrieren, ob die Bar die jährlichen Sicherheits- und Bauinspektionen vorgeschrieben habe. Obwohl von den örtlichen Behörden zuvor keine offiziellen Bedenken geäußert wurden, überprüfen die Behörden nun die Inspektionsunterlagen und Sicherheitsmaßnahmen. Medienberichte besagen, dass das Etablissement einem französischen Ehepaar gehört, obwohl die Staatsanwaltschaft keine Angaben zu den Eigentumsdetails gegeben hat.
Die unmittelbare Priorität
Die Schweizer Justizministerin Beat Jans sagte, die unmittelbare Priorität bestehe darin, die Opfer und ihre Familien zu unterstützen, die Verstorbenen zu identifizieren und die fortlaufende medizinische Versorgung der Verletzten sicherzustellen. Acht Schweizer Staatsangehörige gehörten laut lokalen Medien zu den ersten offiziell identifizierten Opfern. Dutzende weitere befinden sich weiterhin im Krankenhaus, einige in schwerem Zustand.
Die Tragödie hat die Region tief erschüttert. Am Sonntag versammelten sich Hunderte von Bewohnern und Besuchern in Crans-Montana zu einem stillen Marsch zum Gedenken an die Opfer. Nach einem feierlichen Gottesdienst in der Chapelle Saint-Christophe gingen die Trauergäste leise den Hügel hinauf zu den verkohlten Überresten von Le Constellation, spendeten Umarmungen und Applaus in einem gemeinsamen Ausdruck der Trauer, während die Untersuchung eines der tödlichsten Nachtlebensbrände der Schweiz der letzten Jahre andauert.