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Monster Hunter Rise

Monster Hunter Rise (PC)

Capcom bringt das Nintendo-Switch-Spiel auf den PC. Wie lief die Transformation ab?

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Monster Hunter Rise war eines der größten Spiele von 2021, allerdings hat die Nintendo-Switch-Exklusivität das Spiel in manchen Belangen auch ein wenig zurückgehalten. Natürlich ist es toll, unterwegs auf Monsterjagd gehen zu können, aber eine Konsole mit derart limitierter Hardware schränkt den Spaß eben doch ein bisschen ein. Die Veröffentlichung einer PC-Version ist für viele Fans deshalb sehr aufregend und Capcom will das Game für die Hardware optimiert haben. Ich habe mich lange genug mit diesem Port beschäftigt, um euch sagen zu können, dass der Computer sicher die beste Plattform ist, um das Spiel in vollen Zügen zu genießen. Perfekt ist der Titel deshalb aber noch längst nicht.

Wir haben Monster Hunter Rise im März 2021 zur Veröffentlichung ausführlich besprochen, daher werde ich an dieser Stelle nicht noch einmal auf die Handlung und das zugrundeliegende Game-Design eingehen. Stattdessen möchte ich mich auf die Performance der PC-Version im Vergleich zur Nintendo-Switch-Erfahrung konzentrieren. Auf dem Hybriden haben wir eine Darstellung mit 30 Bildern pro Sekunde erhalten, aber auf dem PC macht das Spiel einen gewaltigen Sprung. Mein PC ist mit einer Nvidia Geforce RTX 3090, einem i9 Prozessor der 11. Generation und 64 GB RAM ausgestattet, was ein großer Unterschied gegenüber der Nintendo-Hardware ist.

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Auf einem kleinen Bildschirm mit 30 fps wirkt Rise wie ein rundes Spiel, aber wenn die Performance so drastisch gesteigert wird, dann werden Brüche im Gameplay umso offensichtlicher.
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Genau wie auf der Nintendo Switch wirkt die Spielwelt auch in der PC-Version lebendig und farbenfroh, allerdings ist die Grafik viel klarer. Die Gebäude und Händler in Kamura sind wesentlich detailreicher und das Licht wird von den gepanzerten Schuppen, wie denen des Magnamalo, reflektiert. Einfach jeder Aspekt des Spiels sieht besser aus und wirkt definierter. Die Grafik ist natürlich das Highlight, aber der Sprung von 30 fps zu einer unbegrenzten Framerate hebt die Erfahrung auf ein neues Niveau. Die Möglichkeit Rise mit der drei- bis vierfacher Framerate spielen zu können, lässt die Kämpfe und das Gameplay unglaublich flüssig wirken. Die Animationen sind geschmeidiger und die Kameraperspektive lässt sich nahtlos und flüssig verändern.

Diese Änderungen stellen erhebliche Verbesserungen dar, allerdings verstärken sie einige der Schwächen, die die Nintendo-Switch-Version besser verstecken konnte. Auf einem kleinen Bildschirm mit 30 fps wirkt Rise wie ein rundes Spiel, aber wenn die Performance so drastisch gesteigert wird, dann werden Brüche im Gameplay umso offensichtlicher. Die Kämpfe wirken insgesamt doch recht schwerfällig und langsam, denn es ist eine kleine Herausforderung für sich, auf die Angriffe der Monster zu reagieren. Unsere Gegner setzen ihre ganze Größe und Kraft ein, um uns durch die Luft zu wirbeln.

Monster Hunter RiseMonster Hunter RiseMonster Hunter Rise
Auf dem Hybriden haben wir eine Darstellung mit 30 Bildern pro Sekunde erhalten, aber auf dem PC macht das Spiel einen gewaltigen Sprung.

Dieser Eindruck wird durch die gewählte Ausrüstung der Jäger noch verstärkt. Die schweren Waffen, wie Großschwerter und Hämmer, wirken unglaublich steif, besonders gegen die etwas agileren Kreaturen. Es mag albern klingen, aber mich nervt es in dieser Version, die wesentlich schneller reagiert, umso mehr, dass mich die Waffen so sehr ausbremsen. Die Doppelklingen und die anderen schnellen Waffen wirken dem entgegen, aber die Steuerung mit Maus und Tastatur macht es nicht leicht.

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Monster Hunter Rise hat mit den Joy-Cons und den vergleichsweise limitierten Eingabeoptionen gut funktioniert, aber für die PC-Version hat Capcom die Tastenbelegung sehr großzügig verteilt. Sie folgt einer gewissen Logik, aber ihr müsst euch ca. 30 verschiedene Tasten merken, um alle Funktionen nutzen zu können. Ihr könnt die Tasten zwar nach euren Wünschen belegen, aber das Spiel wurde ganz offensichtlich für die Steuerung mit dem Controller entwickelt und den solltet ihr am PC auch unbedingt verwenden. Es fühlt sich einfach viel natürlicher an.

Für mich ist die PC-Version trotz dieser kleinen Abzüge dennoch eindeutig die bessere Version von Monster Hunter Rise; zumindest wenn euer PC halbwegs auf dem neusten Stand der Technik ist. Von der zusätzlichen Hardware-Leistung profitieren nicht nur die generelle Grafik, sondern auch die Bildrate und die kaum noch existierenden Ladezeiten. Außerdem könnt ihr das Spiel mit einem Controller eurer Wahl spielen.

08 Gamereactor Deutschland
8 / 10
+
Klarere Grafik ist von viel höherer Qualität, flüssigeres Gameplay dank unbeschränkter FPS-Grenze, kaum bemerkbare Ladezeiten.
-
Steuerung mit Maus und Tastatur ist abscheulich, Monster Hunter hat im Kern ein träges Gameplay.
overall score
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