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Film-Kritiken
Monster Hunter: Legends of the Guild

Monster Hunter: Legends of the Guild

Die Netflix-Adaption der erfolgreichen Capcom-Serie bietet eine getreue Adaption des Quellmaterial, doch sie tut sich schwer damit, uns zu beeindrucken.

Mittlerweile fällt einem kaum noch eine große Videospielmarke ein, die noch keinen Kinofilm oder eine Serie hervorgebracht hat. Viele Studios haben ihre Marken auf diese Weise ausgeschlachtet, weil Projekte wie The Witcher sehr erfolgreich waren. In letzter Zeit sind die Filmadaptionen von Videospielen tatsächlich sogar etwas besser geworden, aber eine Spielreihe hat ehrlich gesagt nach wie vor so ihre Probleme: Monster Hunter.

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Der Kinofilm erschien während der Pandemie, wurde für seinen schlecht geschriebenen und verwirrenden Plot kritisiert und hatte große Probleme, seine 60 Millionen Dollar Budget wieder einzuspielen. Das ist eine echte Enttäuschung, aber Netflix arbeitete ebenfalls an einem eigenen Monster-Hunter-Film und das gab den Fans Anlass zur Hoffnung. Legends of the Guild ist ein kurzer Animationsfilm, der in einen CG-Stil daherkommt, was direkt deutlich besser zur Spielreihe passt.

Das Prequel zu beiden Spielen Monster Hunter 4 und Monster Hunter: World widmet sich der Geschichte des jungen Jägers Aiden. Ihr werdet diese Typen während der Monsterjagd sicher bereits begegnet sein, jedenfalls erleben wir in diesem Plot, wie aus dem Teenager ein erfahrener Jäger wird. Im Netflix-Film versucht die Gemeinschaft der Jäger einen Drachenältesten abzuwehren, doch bevor wir zu diesem Showdown kommen, muss unser Grünschnabel zuerst einmal eingearbeitet werden. Ein Großteil des Abenteuers beschäftigt sich deshalb damit, wie Aiden und sein Mentor Julius einen Angriffsplan ausarbeiten und dabei den Weg der Jäger bestreiten.

Die Geschichte ist für Neulinge und Monster-Hunter-Veteranen gleichermaßen geeignet, denn das Prequel setzt kein Monster-Hunter-Grundwissen voraus. Gleichzeitig werden die Hintergründe bekannter Charaktere vertieft, die Fans bereits von ihren Abenteuern her kennen. Die Sprecher, darunter Dante Basco (Avatar - Der Herr der Elemente, Hook) mit seinem Porträt von Aiden und Brando Eaton (Dexter, The Mentalist) als Julius, machen ihre Arbeit gut.

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Leider sind die 55 Minuten Laufzeit (ohne Abspann) viel zu kurz, um alle Themen anständig zu verarbeiten. Aidens Entwicklung wirkt nicht organisch und es bleibt wenig Zeit, um die Figuren kennenzulernen, denen er im Verlauf seines Abenteuers begegnet. Die ständigen Referenzen zum Spiel und Aidens Wortspiele mit den Monsternamen sind albern und sie sollen wohl nur aufzeigen, dass die Macher ihre Hausaufgaben gemacht haben. Den Kämpfen fehlt es insgesamt leider an Spannung, denn dass die Hauptfiguren das Abenteuer überstehen würden, ist bei einem Prequel ja vorher klar. Auch die Nebencharaktere tauchen zu selten auf, um uns ans Herz zu wachsen.

Obwohl Legends of the Guild wunderschön animiert und gut eingesprochen wurde, kann ich den Film nur absoluten Monster-Hunter-Liebhabern empfehlen. Die Entwicklung der Charaktere wirkt aufgrund der Kürze des Films übereilt und die Ereignisse sind extrem vorhersehbar. Die Referenzen an die Spielreihe wirken gezwungen und abgesehen von Aiden und seinem Mentor Julius konnte ich keinerlei Verbindung zu den anderen Figuren aufbauen. Die Monster, wie etwa der Velocidrome, agieren aber genau wie in den Spielen und es macht Spaß, die Kämpfe zur Abwechslung mal in der Rolle des Beobachters zu erleben.

Die Adaption bleibt also näher am Quellmaterial, als es der Film von Paul W.S. Anderson tat, dennoch hat das Monster-Hunter-Universum meiner Meinung nach etwas Ambitionierteres verdient. Netflix hat es versucht, teilweise auch erfolgreich, aber die mittelmäßigen Actionsequenzen und die omnipräsenten Referenzen sorgen leider dafür, dass sich die Fans weiter gedulden müssen.

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