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Mass Effect 2

Mass Effect 2

Liebliche Synthieklänge, futuristische Laserkanonen und heißer Weltraumsex. Zwei Jahre des Wartens sind vorbei. Endlich haben wir den galaktisch heiß ersehnten Nachfolger von Bioware in die Finger bekommen... und sind überglücklich.

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Eine multikulturelle Gesellschaft sitzt an einem Tisch: Ein Turianer, ein Salarianer und ein Mensch. Eine leuchtend blaue Asari-Dame tanzt herausfordernd auf dem Tisch. Der Mensch und der Turianer haben für den Salarianer einen Junggesellenabschied organisiert, dieser aber erklärt seinen Kumpels, dass das Eheversprechen bei den Salarianern nicht wirklich so funktioniert wie bei den Menschen.

"Unsere Familien haben ganz einfach einen Reproduktionsvertrag miteinander abgeschlossen. That's it. Ich verstehe den Sinn eines Junggesellenabschieds einfach nicht."

"Ach Quatsch, das ist genau das gleiche, als wenn du heiraten würdest und deswegen kriegst du auch einen Junggesellenabschied", beharrt der Mensch entschieden.

"Machen Turianer das auch so?", fragt der Salarianer, noch verlegener.

"Wenn ich nichts für die Drinks bezahlen muss, ist das für mich total okay", antwortet der Turianer.

Dumpfe Bassrhythmen. Die Location heißt "Eternity", ein hipper Club auf der hochtechnologischen und archäologisch einzigartigen Asari-Kolonie Illium. Ich habe gerade die Lage gecheckt und stolpere über eine von vielen Unterhaltungen und Begegnungen, die sich hier so im Hintergrund abspielen. Bleibe noch einen Moment stehen und belausche amüsiert, wie sich der Junggesellenabschied entwickelt.

Mass Effect 2
In den Club kommt nicht jeder rein, Mr. Shepard.

Es muss nicht alles immer darum gehen, die Galaxis zu retten. Auch im Weltraum gibt es einen Alltag. Ein schöner und sehr häufig unterhaltsamer Kontrast, der in Biowares Mammutnachfolger stets anwesend ist.

Ich gehe weiter. Lasse das Umpf-Umpf und die schönen Tänzerinnen hinter mir. Denke ganz spontan an die heiße Liebesaffäre zwischen Shepard und dem Asari-Mädel Liara im ersten Mass Effect von 2007. Ein hübscher Gedanke, der ebenso schnell wieder verschwindet, wie er auftauchte, als ich meinen Blick über die futuristische Skyline der Stadt schweifen lasse. Wolkenkratzer mit rosa Neonschildern bedeckt, fliegende Autos die Schlangen bilden und ein unendlicher Ozean aus Gebäuden. Geschmackvolle, gerade Linien und eine untergehende Sonne, deren Licht sich in blankem Metall spiegelt. Ich bleibe eine Weile stehen und sauge alles auf. Es ist so schön.

Es passiert schnell, dass man sich von so etwas ablenken lässt, wenn man sich in die Umarmung von Mass Effect 2 begibt. Dies ist eine Spielwelt, Verzeihung, eine Spielgalaxis, die mit so viel Qualität vollgestopft ist, dass niemand aber auch wirklich gar nichts davon verpassen sollte.

Der Vorgänger Mass Effect war ein Action-Rollenspiel, das stark von den Kinofilmen Star Wars und Bladerunner beeinflusst war. Wir lernten Commander Shepard kennen, Befehlshaber des Raumfrachters SSV Normandy, und seine Einsatzmannschaft im Kampf gegen den Bösewicht Saren, die eiskalten Geth und reichlich anderes Weltraumpack.

Mass Effect 2
Gut gezielt ist halb gewonnen

Um eine lange Geschichte kurz zu machen, war das Ganze eine gelinde gesagt spektakuläre Odyssee, während der wir zwischen Sonnensystemen hin- und herhüpften, von außerirdischen Lebensformen fasziniert wurden und mit coolen Superkräften und fetten Knarren für Ordnung sorgten. Gleichzeitig wurden wir von einer unglaublich fesselnden und dynamischen Erzählung in den Bann gezogen wurden. Bioware hatte sich die Sahnestückchen aus der Welt der Rollen- und Actionspiele herausgepickt und sie zu einem wahren Meisterwerk verschmolzen.

Das war Mass Effect damals. Jetzt, etwas mehr als zwei Jahre später, ist es endlich soweit, unsere Reise fortzusetzen.

Mass Effect 2 startet mit einem lauten Knall. Die Normandy liegt unter schwerem Beschuss und wird von einem riesigen feindlichen Raumschiff kurz und klein geschossen. Der Großteil der Truppe des Befehlshabers schafft es, sich in eine Evakuierungskapsel zu retten. Nachdem ich während einer kurzen Sequenz einen weltraumkranken Shepard auf einem sinkenden Raumschiff gesteuert habe, wird klar, dass es aus dieser Klemme keinen ausweg gibt. Es wird schwarz...

Zwei Jahre später. Nachdem Shepard als "killed in action" registriert wurde, haben alle die Hoffnung aufgegeben, dass er noch am Leben ist. Aber nach verschiedensten Umständen ist die Situation dann doch eine ganz andere und dies ist zu großen Teilen der Organisation Cerberus zu verdanken. Es zeigt sich, dass Shepard in vollkommen kampffähigem Zustand ist, als er plötzlich aufwacht. Und das ist auch gut so. Denn wie gesagt, hier wird nicht an Action gespart und es dauert nicht lange, bevor der Commander die ersten Weltraumbösewichte in Mass Effect 2 zermatscht.

Mass Effect 2
Imposante Skylines, so schön und düster wie in Bladerunner.

Aber vorher habe ich es noch geschafft, für meinen Charakter zwischen sechs verschiedenen Klassen auszuwählen. Alle mit ihren Vor- und Nachteilen. Hier gibt es für alle etwas und die Actionszenen in Mass Effect 2 sehen total unterschiedlich aus, je nachdem, was gewählt wird. Wenn man sich für einen Soldaten in Reinkultur entscheidet, dürfen alle 19 Waffen benutzen werden, ebenso sämtliche Munition und man hat Zugang zu einem Adrenalinrausch, der die Zeit still stehen lässt. Wie gemacht für filmische Action und massives Geballere.

Wenn man sich nur auf die jedi-ähnlichen Biotic-Kräfte konzentrieren will, dann ist die Adept-Klasse ideal. Vielleicht willst man aber auch mechanische Feinde mittels AI-Hacking umwandeln und effektive Kampfdrohnen entwickeln? Dann passt die Ingenieursklasse am Besten.

Für meinen Charakter wähle ich ein Zwischending zwischen Soldat und Adept. Die Vanguard sind eine Klasse, die man zu ihrem Vorteil am besten zwischen beinebrechenden Biotics und Kugelregen an der Frontlinie alternieren lässt. Risikoreich, aber es lohnt sich. Und natürlich dürfen Geschlecht, Vorname und das Aussehen des Protagonisten bestimmt werden. Steijan Shepard ist ein dunkelhaariger Charmeur mit ordentlich hervortretenden Wangenknochen, smaragdgrünen, blitzenden Augen und einer richtig hübschen, mit einem Schnurrbart verzierten Oberlippe. Ein richtiger Heerführer und Frauenheld.

Mass Effect 2
Die Planeten sind abwechslungsreich, sowohl in der Farbgestaltung als auch in ihrer Ausstattung.

Erwähnt werden sollte außerdem, dass man seine Daten aus dem Vorgänger importieren und so mit dem bereits vorhandenen Charakter weiterspielen kann. Das geht supereinfach, mit ein paar wenigen Aktionen sind alle Entschlüsse und Taten in die Fortsetzung überführt. Wer blieb am leben, wer musste sterben?

Allein so etwas wie diese Verbindung zwischen den Spielen ist genial. Dass sich meine früheren Entscheidungen auf verschiedene Arten und Weisen in der fortgeführten Story widerspiegeln. Ist ganz schön cool gemacht. Tatsache ist, dass dies Shepards Abenteuer zu meinem eigenen macht. Ich fühle mich stets beteiligt und es fühlt sich so an, als ob jede Entscheidung eine Rolle spielt.

In diesem Zusammenhang mag es vielleicht eine Kleinigkeit sein, dass die Farbe und das Muster der Rüstung frei wählbar sind. Der erste Gedanke, der mir durch den Kopf schießt, geht in Richtung rosa-lila-farbenes Camouflageoutfit. Aber weil ich annehme, dass im Laufe des Abenteuers nicht besonders viele Kaugummiläden auftauchen werden, in denen ich mich verstecken kann, nehme ich von diesem Einfall Abstand. Das Gewand wird stattdessen respekteinflößend schwarz mit roten Details. Verdammt schick.

Als ich mit den Menüs fertig bin, werde ich schnell meinen ersten Verbündeten vorgestellt, dem Afroamerikaner Jacob Taylor und dem heißen Feger Miranda Lawson. Ach, Bioware. Ihr wisst doch, dass ich eine Schwäche für dunkelhaarige Schönheiten habe.

Mass Effect 2
Die neue Normandy, jetzt mit vier Decks und reichlich Flirtmöglichkeiten.

Sowohl Jacob als auch Miranda gehorchen dem Unbekannten, dem mystischen Führer von Cerberus. Cerberus ist eine Splittergruppe der Allianz mit einem ziemlich üblen Ruf. Die Menschenrasse ist in galaktischen Zusammenhängen ein relativer Neuzugang und viele andere Rassen sind der Meinung, dass sich die Menschheit mit all zu großen Schritten nach vorne bewegt. Während die Allianz, für die Shepard früher gearbeitet hat, sich sehr darum bemüht hat, sich einzugliedern, tut Cerberus alles dafür, um die Menschen an die Spitze der Nahrungskette zu bringen.

Recht schnell entwickelt sich eine Art Haßliebe zum Unbekannten und seiner Organisation. Ihre Methoden können rücksichtslos sein, aber gleichzeitig ist man von ihren Ressourcen abhängig, um alles organische Leben vor einem schrecklichen Schicksal zu retten. Ein zweischneidiges Schwert, dessen endgültiger Sinn im Dunkeln verborgen bleibt. Gleichzeitig aber ist genau das essenziell für unsere Reise.

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Volle Deckung, sonst kriegt die güldene Rüstung noch Kratzer...

Wir erfahren, dass Menschenkolonien in der gesamten Galaxie leergeräumt werden. Wer dahinter steckt und wohin die Menschen weshalb gebracht werden, bleibt unklar. Aber das wird Shepard schon herausfinden. Meine erste Aufgabe ist es, mit meinem neuen Schiff, der SR-2 Normandy, zwischen den Himmelskörpern hin- und herzureisen und eine starke Besatzung zu rekrutieren für all das, was da noch kommt.

Die SR-2 Normandy ist bedeutend größer als ihr Vorgänger, und in vielerlei Hinsicht spürbar kraftvoller. Sie hat vier Decks, viel Raum zum Erforschen. An diesem Ort lernen wir die Besatzung näher kennen, treffen den Illusive Man und der eine oder andere Flirt wartet auch. Ja, ja - ich habe Mirindas Büro ein paar kleine Besuche abgestattet. Schuldig im Sinne der Anklage.

Wer seine Ruhe haben will, verschwindet nach oben in die Kapitänskajüte und hört Musik, verfeinert die Ausrüstung oder guckt Achievements an. Nach einer kleinen Shoppingtour in der Zitadelle habe ich das Aquarium des Zimmers mit bunten Fischen gefüllt, einen Weltraumhamster adoptiert und einige Miniaturraumschiffe aufgehängt. So richtig gemütlich auf eine... futuristische Art und Weise.

Auf der Kommandobrücke der Normandy gibt es eine aktualisierte Karte der Galaxie. Dort dürfen wir in welcher Reihenfolge auch immer die Aufträge auswählen. Anstatt wie beim Vorgänger einfach auf der Karte zu zeigen, wohin es gehen soll, navigiert man jetzt ein kleines Minimodell der Normandy auf der Karte. Ein hübsches kleines Detail, das das Gefühl des Erforschens verstärkt. Es ist sehr hilfreich, dass immer angezeigt wird, wohin die Hauptstory weitergeht. Aber ich bin der Captain Cook des Sternenmeeres, der Columbus des Firmaments. Deswegen begebe ich mich direkt auf meine eigene Entdeckungsreise.

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Steijan Shepard, mit einem Schnurrbart sie zu knechten und ewig zu jagen.

Wenn man zu einem Planeten kommt, der interessant aussieht, kann man diesen nach Mineralien oder Abnormalitäten untersuchen. Die Mineralien werden mit Sonden von dem Planeten eingesammelt. Diese Stoffe können dann später benutzt werden, um Waffen, Biotic-Kräfte, Rüstungen und sogar die Normandy selbst upzugraden.

Bei einer Abnormalität, vielleicht in Form eines Notrufes, kann man auf dem Planeten landen und ihn zu Fuß erkunden. Dieses Mal gibt es keine Mako-Sequenzen, zumindest nicht am Anfang. Bioware hat mitgeteilt, dass die Fahrzeugaufträge stattdessen kurz nach der Premiere als kostenlose Downloads verfügbar sein werden. Außerdem wurde versprochen, dass diese viel besser als beim letzten Mal sein sollen. Ohnehin scheinen die Nebenaufträge in Mass Effect 2 durchdachter und abwechslungsreicher zu sein. Die Umgebungen sind fast immer ebenso gut und sorgfältigt designt wie in den Hauptaufträgen und die Umsetzung lädt häufig zu unterhaltsamen, actionreichen und schnell zu spielenden Schlachten ein.

Es ist direkt spürbar, dass Bioware viel Zeit investiert hat, die Kampfsequenzen zu verbessern. Von Anfang an merkt man den Unterschied. Für alle, die Mass Effect noch nie gespielt haben: Die Feuergefechte sind mit denen in Gears of War oder Ghost Recon: Advanced Warfighter 2 vergleichbar. Alles geschieht in dritter Person, in Echtzeit und es geht darum, nach vorne zu kommen, während man seinen zwei Truppenkameraden Befehle erteilt.

Mass Effect 2
An Actionsequenzen wie diesen hat Bioware nicht gespart.

Dieses Mal ist alles ungefähr doppelt so intensiv, die Spielkontrolle sitzt haargenau und die Actionparts haben eine beeindruckende Tiefe. Ich bin voll und ganz in die Charge-Attacke verknallt, für die meine Klasse das Privileg hat. Ich zische durch den Weltraum wie ein Blitz, ringe einen aufmüpfigen Kroganer nieder, haue ihm einen spitzen Ellenbogen ins Gesicht und schließe das Ganze mit einer ordentlichen Gewehrsalve in seinen Brustkorb ab. Kurz darauf hebe ich einen anderen armen Teufel hoch, lasse ihn ein paar Sekunden fünf Meter hoch in der Luft schweben und schleudere ihn dann nieder auf den Boden. Die Befriedigung ist absolut.

Außerdem sieht das alles ganz fantastisch aus. Die Laser zischen, fette Mechroboter explodieren und meine Rüstung ist aus irgendeiner komischen Zukunftscarbonfaser gemacht, die mit den Umgebungen um die Wette glänzt. Das Problem nicht nachladender Texturen ist im Großen und Ganzen wie weggeblasen. Das einzige, worüber ich mich in Sachen Grafik beklagen kann, sind einige kleine Bugs und Schnitzer, und dass die Schattengebung in den Gesichtern der Charaktere ab und zu etwas hart und kantig aussehen kann, vor allem bei den vielen Nahaufnahmen.

Ansonsten ist das hier eine pure, makellose Augenweide. In Sachen Technik reicht es nicht an die Grafikkönige Uncharted 2: Among Thieves und Killzone 2 heran. Aber das Design, die Welten, die Aussichten, das Sci-Fi-Gesamtpekt schlägt alles andere da draußen einfach um Längen. Ich habe mich selten so sehr in eine Spielwelt eingelebt, wie bei Mass Effect 2. Vielleicht noch nie so sehr.

Mass Effect 2
Zentraler Bestandteil der epischen Geschichte: die zahllosen Gespräche mit verschiedenen Antwortoptionen.

Denn es sind nicht nur die Grafik und die Schauplätze, die einen ergreifen. Es sind auch - oder vielleicht insbesondere - die Charaktere, der Dialog und die epische Geschichte. Ein schlagfertiger Doktor mit dem Namen Mordin und ein grünhäutiger Auftragsmörder namens Thane erweisen sich bald als zwei meiner absoluten Lieblingscharaktere. Ein paar richtig interessante Individuen, die mich zu vielen Aufträgen begleiten. Noch ein Beweis für Biowares chirurgische Präzision, die Spielwelten mit bizarr glaubwürdigen Persönlichkeiten zu bevölkern.

Das hier hätte allerdings ohne gute Synchronsprecher nie funktioniert. Martin Sheen, Seth Green, Michael Dorn, Carrie-Ann Moss und die Oscar-nominierte Shohreh Aghdashloo, um nur einige zu nennen. Mark Meer und Jennifer Hale tauchen wieder in der Rolle des Shepard auf, und wie im Vorgänger wird es durch Hale extra verlockend, die weibliche Version zu spielen.

Die Dialoge wurden verbessert, vor allem bei kritischen Entscheidungen. Dies können gute Taten sein, wie zum Beispiel jemanden in der Gruppe daran zu hindern, etwas Drastisches zu tun. Oder fiese Nummern wie zum Beispiel einen ordentlichen Faustschlag austeilen. Oder gleich den Auslöser der Waffe das Gespräch beenden lassen. Oder als ich einen aufsässigen Söldner von der zweihundertsten Etage eines der unzähligen Wolkenkratzer auf Illium herunterwarf. Intensive Momente, in jedem Fall.

Der Soundtrack verdient fast ein eigenes Kapitel. Es gibt Synthiestreicher, die von den Glanztagen des Sci-Fi-Kultes inspiriert sind, gemischt mit großartigen Symphonien. Dieses Mal ist das Ganze etwas dunkler, was völlig mit dem insgesamt etwas härteren Ton übereinstimmt, der Mass Effect 2 durchdringt. Der Komponist Jack Wall hat es genau getroffen. Das können die Schauer, die mir den Rücken runterliefen, bestätigen.

Mass Effect 2
Robot rock: Die Grafik spiegelt perfekt das Sci-Fi-Setting wider.

26 Stunden hat es gedauert, und dann war das Abenteuer für dieses Mal beendet. Und trotzdem verbleiben noch einige unaufgeklärte Missionen, um die ich mich kümmern muss. Wenn man aus Mass Effect 2 alles herausquetscht, was es zu bieten hat, sind bei der ersten Runde locker 30 bis 35 Stunden Spielzeit drin. Dann musst man das Ganze natürlich noch ein zweites Mal spielen, in einer anderen Klasse und mit anderem Geschlecht.

Wenn ich das größte und vielleicht einzig richtige Minus von Mass Effect 2 benennen soll, dann sind das die Ladezeiten. Die sind teilweise doch arg lang und es sind zu viele Momente des Ladens. Außerdem wird das Spiel auf zwei Discs geliefert, was bedeutet, dass während des Abenteuers die DVD zwei Mal gewechselt werden muss. Ein Mal in der Mitte des Abenteuers und ein mal gegen Ende. Aber eigentlich muss ich sowieso mal aufstehen, um mein Kinn aus der Spuckepfütze am Boden aufzuheben und die Mengen an Daten, die berechnet werden müssen, sind wahnsinnig. Also sehe ich über das zweifache Wechseln hinweg.

All das, worüber ich nun geredet habe, schmilzt zu einer wunderbaren Gesamtheit zusammen. Für einen Videospieler ist Mass Effect 2 absolut fantastisch, all die erzähltechnischen und spieltechnischen Ambitionen der Entwickler in einem Meisterwerk aufgehen zu sehen, das niemanden enttäuschen wird.

Es ist offensichtlich, dass ich Mass Effect 2 maßlos liebe. Es löst alle hohen Erwartungen ein, ich glaube, dass wir (schon jetzt) einen sehr starken Anwärter für das Spiel des Jahres 2010 gefunden haben und ich hoffe, dass alle, die die Möglichkeit haben, dieses fantastische Abenteuer zu spielen, es auch tun. Egal ob hoffnungsloser Actionfreak, vergrotteter Rollenspielgeek oder ein fanatischer Sci-Fi-Anhänger, hier gibt es etwas für alle.

Genial, Bioware. Wieder einmal.

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10 Gamereactor Deutschland
10 / 10
+
Unübertreffliche Erzählung, herrlicher Soundtrack, wunderbare Charakterauswahl, intensive und abwechslungsreiche Kämpfe
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Lange Ladezeiten
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