Lupita Nyong'o reagiert auf die Kontroverse rund um ihre Besetzung als Helena von Troja
Die Schauspielerin sah sich rassistischer Kritik ausgesetzt, nachdem bekannt gegeben wurde, dass sie Helena sowie ihre Schwester Klytaimnestra spielen würde.
Christopher Nolans The Odyssey hat einige umstrittene Besetzungsentscheidungen getroffen. Travis Scott spielt zum Beispiel einen der Freier, die im Haus Odysseus herumlungern, aber vielleicht hat keiner so viel Zorn des Internets auf sich gezogen wie Lupita Nyong'os Besetzung als Helena von Troja sowie ihre Schwester Klytaimnestra. Es ist Nyong'o, die Helen spielt, die die Leute besonders aufwühlt, denn viele sehen das Gesicht, das tausend Schiffe zu Wasser gelassen hat, als die schönste Frau der Welt.
Nyong'o hingegen wollte nicht einfach nur ein hübsches Gesicht sein. "Du kannst Schönheit nicht aufführen. Ich möchte wissen, wer eine Figur ist. Was ist jenseits von Schönheit? Was ist jenseits des Aussehens? Das ist das Besondere an einem so bekannten Text, der studiert, interpretiert und daraus abgeleitet wurde. Die Forschung könnte endlos sein. Das Gute daran, mit einem Autor wie Chris zu arbeiten, ist, dass es auf der Seite steht. Die Untersuchung beginnt mit den Seiten, die dir gegeben werden. Darauf habe ich es basieren", sagte sie dem Elle-Magazin.
Die Schauspielerin war nicht bereit, viele Details über den Film selbst preiszugeben, sprach aber die Kontroverse um ihre Besetzung an. "Unsere Besetzung repräsentiert die Welt. Ich verbringe meine Zeit nicht damit, über eine Verteidigung nachzudenken. Die Kritik wird existieren, egal ob ich mich darauf einlasse oder nicht", sagte sie. "Es ist wirklich etwas Besonderes, Teil von The Odyssey zu sein, weil es so großartig ist. Es erstreckt sich über Welten. Deshalb ist die Besetzung so, wie sie ist. Wir besetzen die epische Erzählung unserer Zeit."
Christopher Nolan, der Regisseur des Films, hatte nie Zweifel an der Besetzung von Nyong'o. "Die Stärke und die Gelassenheit waren so wichtig für Helenas Charakter. Und Lupita lässt es mühelos aussehen", sagte er. Das wird wahrscheinlich nicht verhindern, dass manche Leute im Internet die Wahl hassen, denn sie müssen immer etwas Neues finden, worüber sie wütend sein können.






