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Kritiken
Lost Ember

Lost Ember

Nach einer kleinen Verzögerung haben Mooneye Studios endlich Lost Ember veröffentlicht. Trotz einigen technischen Problemen haben sie uns nicht enttäuscht.

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Der visuelle Stil von Lost Ember ist simpel und erinnert grob an Titel, wie Journey oder Fe.

Auf dem ersten Blick mag Lost Ember wie einer dieser Plattformer aussehen, in denen man die Kontrolle über einen Wolf übernimmt, Rätsel löst und die Gegend erkundet, doch der Schein trügt (ein bisschen). Stattdessen ist dieser Titel eine majestätische, narrative Angelegenheit, in der wir rennen, fliegen und schwimmen. Sterben werden wir nicht, denn es ist unsere Aufgabe, eine spannende Geschichte zu erforschen und aufzudecken. Es gibt auch leichte Rätsel und Sammlerstücke, auf die wir später noch eingehen werden. Am interessantesten ist die Möglichkeit, sich in andere Tiere, wie Fische, Enten und Wombats zu verwandeln. Doch bevor wir auf die spielerischen Optionen eingehen, möchten wir die Geschichte erzählen.

Wir werden die Dinge natürlich vage halten, um euch die Erfahrung nicht zu verderben. Die Erzählung hat uns sehr gut gefallen und keines unserer Worte kann ihr gerecht werden. Grundsätzlich beginnen wir als Wolf, der eigentlich die Reinkarnation eines Menschen ist. Unser Geist ist nach seinem Tod nicht in die Stadt des Lichts aufgestiegen, sondern wird von seinen Wissbegierden hier unten gehalten. Diese gefangenen Geister sind als "Lost Ember" bekannt und wir sind mit dieser Bürde nicht allein. Weitere leuchtende Kugelobjekte begleiten uns auf unserem Weg, sie alle versuchen einen Weg in die Stadt des Lichts zu finden.

Das ist auch schon alles, was wir euch über die Geschichte erzählen wollen, denn Mooneye Studio erzählt eine gut geschriebene und bewegende Story, die sich mit den Themen Liebe und Erlösung beschäftigt. Die Inszenierung wird von einer Reihe von Rückblenden begleitet, die wie Dioramen oder Zwischensequenzen wirken, wie man sie aus Graphic Novels kennt. Der kleine Orb führt uns durch die Geschichte und erklärt die Geschehnisse. Der Entwickler sagt, dass man Lost Ember in etwa fünf bis sechs Stunden beenden kann, aber ihr solltet euch dafür ein bisschen mehr Zeit nehmen. Wir hatten jedenfalls Spaß beim Erkunden der Umgebung und manchmal haben wir einfach nur die atemberaubende Aussicht genossen.

Lost Ember
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Am interessantesten ist die Möglichkeit, sich in andere Tiere, wie Fische, Enten und Wombats zu verwandeln.

Der visuelle Stil von Lost Ember ist simpel und erinnert grob an Titel, wie Journey oder Fe. Die Umgebungen sehen großartig aus, woran vor allem die Texturen schuld sind, die das Spiel zu einer wahren Augenweide machen. Im Spiel werden wir uns durch Grasland, felsige Gebiete, Wasser und sogar unter Tage bewegen. Verschiedene Tiere können unterschiedliche Gebiete erreichen, das ist die Kernprämisse von Lost Ember.

Die Ente zum Beispiel fliegt Klippen hinunter und erreicht somit tieferliegende Gebiete. Der eigenbrötlerische Wombat rollt herum und durchquert kleine Tunnel, die unser Wolf anders nicht erreicht. Diese Menagerie gewinnt ein leichtes Puzzle-Element, da uns bestimmte Tiere Zugang zu neuen Bereichen ermöglichen. Der stete Wechsel zwischen den verfügbaren Tieren trägt zur Gesamterfahrung bei.

Viele der Bereiche, zu denen wir im Laufe des Spiels Zugang erhalten, fühlen sich wie offene Welten an, allerdings ist dieses Spiel eine sorgfältig geführte Erfahrung, in der man sich eigentlich nie wirklich verläuft. Wir hatten beim Spielen zu jeder Zeit das Gefühl, genau zu wissen, was das Spiel von uns erwartet. Es ist ein Verdienst der brillanten Arbeit der deutschen Entwickler, dieses Gefühl der Freiheit zu bewahren, ohne uns zu überfordern.

Mechanisch fühlt sich Lost Ember genau richtig an. Egal, ob wir als Wolf rennen und springen, als Wombat rollen, uns als Fisch im Wasser bewegen oder als Kolibri durch die Luft fliegen, die Steuerelemente und Animationen funktionieren wirklich zu jeder Zeit solide. Die Steuerung ist für den Controller ausgelegt, weshalb sich das Abenteuer manchmal ein wenig wie ein 3D-Plattformer anfühlt. Allerdings werden wir weder kämpfen, noch töten oder gar sterben.

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Der stete Wechsel zwischen den verfügbaren Tieren trägt zur Gesamterfahrung bei.

Beim Gehen, Schwimmen oder Herumrollen stoßen wir auf bestimmte Dinge, wie Pilze und Artefakte, die man sammeln soll. Häufig sind diese Gegenstände versteckt und erfordern, dass wir einen versteckten Pfad hinter einem Busch entdecken oder eine Plattform-Herausforderung abschließen. Die Vervollständiger unter euch werden dieser Facette etwas abgewinnen können, allerdings ist das Freischalten nicht direkt an weitere Story-Hinweise gekoppelt, was etwas schade ist.

Wir haben über die Geschichte und die Grafik gesprochen, also folgt jetzt der Sound. Die Musik ist wunderbar und atmosphärisch geworden und entspricht damit voll und ganz dieser tollen Erfahrung. Es gibt auch einige Dialoge, die jedoch hauptsächlich in den Rückblenden stattfinden und von der kleinen Kugel stammen, die uns durch das Spiel führt. Allerdings fühlt sich die Lore in bestimmten Zeilen, insbesondere wenn unser Orb etwas sagt, manchmal etwas gezwungen an.

Nun zum Schlechten: Auch abgesehen von diesen Momenten sind uns einige Fehler aufgefallen. Die Bugs zerschießen nicht euer Spiel oder lassen es anderweitig crashen, aber etwas nervig waren diese Probleme schon. Es gab zum Beispiel Clipping oder dass die Bildrate für einen Sekundenbruchteil einfriert, weil in der Ferne etwas geladen wird. Es hat unsere Erfahrung nicht ruiniert, aber es war auffällig und etwas, von dem wir hoffen, dass es bald mit einem Patch behoben werden kann.

Alles in allem hatten wir trotzdem eine wundervolle Zeit mit Lost Ember. Die Geschichte ist großartig, hat einen brillanten Soundtrack und es gibt uns die Kontrolle über eine große Auswahl an Tieren, die wir während unseres Abenteuers kontrollieren dürfen. Obwohl es ein paar Bugs gab, haben wir keine Zweifel daran, dass Fans von geschichtengetriebenen Abenteuern und sogenannten Walking-Sims dieses Spiel lieben werden.

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Unser Geist ist nach seinem Tod nicht in die Stadt des Lichts aufgestiegen, sondern wird von seinen Wissbegierden hier unten gehalten.
08 Gamereactor Deutschland
8 / 10
+
es hört sich toll an, ist hübsch anzusehen und erzählt eine wunderbare Geschichte.
-
einige Fehler und Performance-Probleme, manche Dialoge wirken erzwungen.
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt

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