Der Vorsitzende von Leonardo erwägt eine Fusion mit Fincantieri
Die Äußerungen markieren den bisher deutlichsten öffentlichen Hinweis auf eine mögliche Konsolidierung zwischen zwei der größten italienischen Verteidigungs- und Industrie-Champions...
Der Vorsitzende der italienischen Verteidigungs- und Luft- und Raumfahrtgruppe, Leonardo, hat die Idee einer zukünftigen Fusion mit dem staatlich kontrollierten Schiffbauer Fincantieri ins Spiel gebracht. Auf einer Konferenz am Montag in Mailand sagte Stefano Pontecorvo, er hoffe, dass sich die beiden Unternehmen eines Tages zusammenschließen könnten.
Als er sich an Fincantieris Executive Vice President for Operations, Claudio Cisilino, wandte, der im Publikum saß, gab Pontecorvo keine weiteren Details preis, außer dass er seinen Wunsch äußerte. "Ich hoffe, dass eines Tages eine Fusion zwischen uns möglich sein könnte", sagte er.
Leonardo und Fincantieri, beide mehrheitlich im italienischen Staatsbesitz, arbeiten bereits gemeinsam an mehreren Verteidigungsprogrammen. Frühere Versuche, eine engere industrielle Integration zu erforschen, sind jedoch aufgrund politischer Sensibilitäten und unterschiedlicher strategischer Prioritäten ins Stocken geraten.
Fincantieri hat kürzlich einen stärkeren Fokus auf die Erweiterung seines Verteidigungsgeschäfts im Rahmen seines neuesten Fünfjahresplans signalisiert, was möglicherweise die Überschneidungen mit Leonardos Kernaktivitäten verstärken könnte. Eine Fusion würde wahrscheinlich eine komplexe politische Zustimmung erfordern, angesichts der strategischen Bedeutung beider Gruppen.
Die Äußerungen markieren den bisher deutlichsten öffentlichen Hinweis auf eine mögliche Konsolidierung zwischen zwei der größten italienischen Verteidigungs- und Industrieunternehmen (Leonardo ist Italiens größter Rüstungshersteller), auch wenn ein solcher Schritt langfristig und ungewiss bleibt...
