Laut Masafumi Takada (No More Heroes, The Hundred Line, Smash Bros.) passen weniger Soundtracks zum Gameplay.
Der renommierte japanische Komponist hat etwas über die heutige Art, Musik für Videospiele zu schreiben, zu sagen.
Wenn man an das erste No More Heroes (und, nun ja, dessen Fortsetzungen) denkt, fällt mir sicher eine bestimmte Melodie ein: die, die Travis Touchdown als Handyklingelton benutzte. Es war das Werk des Synthesizer-Stars Masafumi Takada, der auch andere gefeierte Soundtracks wie Killer7, The Silver Case, EDF, Digimon Stories, Danganronpa und sogar einige Stücke für Super Smash Bros. komponierte. Nun feiert der vielseitig begabte japanische Musiker die Veröffentlichung des Soundtracks zu The Hundred Line: Last Defense Academy (seinem neuesten Werk) und hat die Gelegenheit genutzt, seine Meinung zu aktuellen Videospielkompositionsmethoden zu teilen.
"In letzter Zeit stört mich etwas, dass die Spielmusik zwar oft sehr reichhaltig und qualitativ hochwertig ist, es aber immer mehr Situationen gibt, in denen sie nicht wirklich zum eigentlichen Spielerlebnis passt", kritisiert der japanische Musiker in einer Stellungnahme gegenüber der lokalen Website Automaton. "Um ehrlich zu sein, fühlt es sich manchmal eher so an, als würden sie einfach gute Musik machen, statt tatsächlich ein Spiel zu machen."
Tatsächlich erläutert Takada-san diese Idee von "jeder geht seinen eigenen Weg":
"Wenn man sich Spielrezensionen anschaut, sieht man manchmal Kommentare wie 'Die Musik war großartig', und das ist eigentlich kein Lob für die Musik, sondern bedeutet, dass die Musik mehr heraussticht als das Spiel selbst. Mit anderen Worten: Es ist nicht so, dass ein zusammenhängendes Spiel entwickelt wird; Es liegt daran, dass das Spielerlebnis und die Musik nicht synchron sind. Ich möchte, dass die Leute so darüber denken. Deshalb denke ich beim Musikmachen immer an diese Dinge, um das gesamte Spielerlebnis unterhaltsam zu machen."
Glaubst du, das passiert immer häufiger, weil die Musik nicht mit den Aktionen des Spielers und dem, was auf dem Bildschirm passiert, übereinstimmt? Clair Obscur: Expedition 33 gewann letzten Monat die TGA für den besten Originalsoundtrack. Doch genauso wie Fans darum baten, The Hundred Line wegen seiner Handlung mehr Aufmerksamkeit zu schenken, wurden Werke wie Mario Kart World von den offiziellen Nominierungen für die beste Musik des Jahres ausgeschlossen.





