Jenni Hermoso erhält den Sokrates-Preis für ihren Kampf für Gleichberechtigung im Fußball
Jenni Hermoso gewinnt den humanitären Preis wenige Tage, bevor ihr Dokumentarfilm über die Rubiales-Affäre in Netfflix ausgestrahlt wird.
Die Diskussion um Rodri vs. Vini und Real Madrid vs. Ballon d'Or überschattete den Rest der Zeremonie, bei der jedes Jahr weitere Auszeichnungen vergeben werden, um nicht nur einzelne Spieler, sondern auch Teams, Trainer, Torhüter und eine andere Seite des Sports zu feiern: die humanitäre Wirkung.
Der Sokrates-Preis, der im Jahr 2022 ins Leben gerufen wurde, würdigt die herausragendste humanitäre Leistung eines Fußballspielers.
Im Jahr 2022 erhielt Sadio Mané die Auszeichnung für seine wohltätigen Projekte im Senegal. Im Jahr 2023 ging der Preis an Vini Jr., der für seine nach ihm benannte Organisation geehrt wurde, die benachteiligte Kinder in Brasilien unterstützt.
In diesem Jahr war die Gewinnerin Jenni Hermoso, spanische Spielerin, Gewinnerin der Frauen-Weltmeisterschaft 2023 und Spielerin der Tigres UANL in Mexiko.
Über ein Jahr nach der Rubiales-Affäre gewinnt Jenni Hermoso einen humanitären Preis
Der Grund dafür war ihre Rolle in der Kampagne #SeAcabó (It's Over), einem MeToo in der Welt des Frauenfußballs und -sports, das sich verbreitete, nachdem Luis Rubiales, der damalige Präsident des spanischen Fußballverbands (RFEF), Jenni bei der Feier der Weltmeisterschaft ohne Zustimmung geküsst hatte.
"Diese Auszeichnung gehört allen meinen Teamkollegen, denn Gleichberechtigung ist nicht immer gegeben", sagte Hermoso. "Ich bitte Sie, nie aufzuhören, innerhalb und außerhalb des Feldes zu inspirieren", sagte sie in ihrer Rede.
Als Jenni von Rubiales geküsst wurde, breitete sich eine Welle der Verurteilung in ganz Spanien und dem Rest der Welt aus und forderte ein Ende der sexistischen Verhaltensweisen und Bräuche in der Welt des Fußballs. Die Bewegung, ähnlich wie #MeToo, endete mit dem Rücktritt von Rubiales und dem Rücktritt von Spaniens Frauentrainer Jorge Vilda, wo Rubiales wegen sexueller Übergriffe und Nötigung angeklagt war.
Die soziale Bewegung wird in einem neuen Dokumentarfilm mit dem Titel "#Se acabó: Diario de las campeonas" erzählt, der am Freitag, den 1. November, auf Netflix ausgestrahlt wird.
