Japan bereitet sich darauf vor, das weltweit größte Atomkraftwerk wiederherzustellen, 15 Jahre nach dem Nuklearunfall von Fukushima
Das Land bereitet die Wiederaufnahme des Kernkraftwerks Kashiwazaki-Kariwa vor.
Japan bereitet die Wiederaufnahme des Kernkraftwerks Kashiwazaki-Kariwa vor, das größte der Welt, was einen bedeutenden Schritt in der allmählichen Rückkehr zur Kernenergie nach der Fukushima-Katastrophe 2011 darstellt.
Die Gesetzgeber in der Präfektur Niigata werden voraussichtlich am Montag den Neustart unterstützen und damit die letzte politische Hürde für die Tokyo Electric Power Company (TEPCO) beseitigen, um das Kraftwerk wieder in Betrieb zu nehmen. Wenn genehmigt, könnte TEPCO laut dem öffentlich-rechtlichen Sender NHK bereits im Januar 2026 den ersten der sieben Reaktoren des Standorts wieder in Betrieb nehmen.
Alle japanischen Kernreaktoren wurden nach dem Erdbeben und Tsunami, das die Fukushima-Daiichi-Kernschmelze auslöste, abgeschaltet. Seitdem wurden 14 der 33 betriebsfähigen Reaktoren wieder in Betrieb genommen, da Japan versucht, seine Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen zu verringern und die CO₂-Emissionen zu reduzieren.
Kernkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa
Das Kashiwazaki-Kariwa-Kraftwerk, etwa 220 km nordwestlich von Tokio gelegen, wäre die erste Kernkraftanlage, die unter TEPCO, dem Unternehmen, das Fukushima betrieb, wieder in Betrieb genommen wird.
TEPCO hat große Investitionen in Sicherheit zugesagt und finanzielle Unterstützung für Niigata zugesagt, doch die öffentliche Besorgnis bleibt groß. Eine Präfekturumfrage im Oktober ergab, dass 60 % der Bewohner glauben, dass die Bedingungen für einen Neustart nicht erfüllt wurden.
Premierministerin Sanae Takaichi hat Wiederstarts der Atomenergie unterstützt, um die Energiesicherheit zu stärken, insbesondere da Japan mit steigender Stromnachfrage aus KI-Rechenzentren und anhaltender Abhängigkeit von teuren Brennstoffimporten konfrontiert ist. Die Regierung strebt an, den Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung bis 2040 auf 20 % zu verdoppeln.
Für Kritiker und Fukushima-Evakuierte, die in Niigata leben, bleibt der geplante Neustart jedoch zutiefst beunruhigend und unterstreicht, wie spaltend Japans nukleare Wiederbelebung weiterhin ist, selbst 15 Jahre nach der schlimmsten Atomkatastrophe.

