Jährliche Pressekonferenz zum Jahresende: Alles, was Putin am Freitag gesagt hat
Er sprach auf Russisch und wir haben seine Worte übersetzt, daher sind hier einige Highlights.
Der russische Präsident Wladimir Putin nutzte seine jährliche Pressekonferenz zum Jahresende am Freitag, um den Krieg in der Ukraine, die Beziehungen zum Westen, die russische Wirtschaft und die Aussicht auf zukünftige Konflikte anzusprechen. Er sprach auf Russisch und wir haben seine Worte übersetzt, daher sind hier einige Highlights.
Ukraine und Friedensgespräche:
Putin sagte, Russland sei bereit, den Konflikt durch Verhandlungen zu beenden, und behauptete, es gebe "Signale" aus Kiew, die auf Offenheit für einen Dialog hindeuteten. Er wiederholte, dass jeder Frieden das angehen müsse, was er als die "Wurzelursachen" des Krieges bezeichnete, wie in seiner Rede vom Juni 2024 dargelegt. Er lobte auch die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump und sagte, Russland habe den in Anchorage diskutierten Friedensvorschlägen der Vereinigten Staaten grundsätzlich zugestimmt.
NATO und Europa:
Putin warf der NATO vor, frühere Versprechen zu brechen, indem sie nach Osten expandierte, und sagte, die militärische Infrastruktur des Bündnisses nahe den russischen Grenzen stelle eine Sicherheitsbedrohung dar. Er wies Behauptungen zurück, Russland plane, Europa anzugreifen, nannte sie "Unsinn" und argumentierte, dass westliche Länder gegen Russland "über ukrainische Nationalisten" kämpften.
Ukrainische Wahlen:
Er sagte, Russland sei bereit, vorübergehende Maßnahmen in Erwägung zu ziehen, um die Wahlsicherheit in der Ukraine zu gewährleisten, einschließlich des Verzichts auf tiefgreifende Streiks am Wahltag. Putin behauptete außerdem, dass Ukrainer, die in Russland leben, wählen dürfen sollten, und argumentierte, dass Wahlen notwendig seien, um eine "legitime" Regierung in Kiew zu etablieren.
Kriegsfront und militärische Lage:
Putin sagte, russische Truppen hätten die strategische Initiative übernommen und rückten entlang der gesamten Frontlinie vor, wobei er behauptete, ukrainische Truppen würden sich in alle Richtungen zurückziehen.
Eingefrorene russische Vermögenswerte:
Er warnte europäische Länder davor, eingefrorene russische Vermögenswerte zu beschlagnahmen, und bezeichnete dies als "Tagesraub", der das Vertrauen in die Eurozone und das globale Finanzsystem untergraben könnte. Er sagte, Russland werde seine Interessen vor Gericht verteidigen und Gerichtsbarkeiten anstreben, die "unabhängig von politischen Entscheidungen" sind.
Wirtschaft und Budget:
Putin sagte, das BIP-Wachstum Russlands liege bei etwa 1 %, und beschrieb die Abschwächung als bewussten Kompromiss zur Eindämmung der Inflation, die seiner Meinung nach unter 6 % fallen werde. Er verwies auf ein reales Lohnwachstum von etwa 4,5 % und sagte, Russlands Haushaltsdefizit und Staatsverschuldung seien nach internationalen Maßstäben weiterhin niedrig.
Steuern und Zinssätze:
Er verteidigte eine geplante Mehrwertsteuererhöhung als notwendigen Schritt zur Haushaltsausgleichung und sagte, die Zentralbank handle verantwortungsvoll, indem sie die Zinssätze vorsichtig senke, um eine Wiederanflammung der Inflation zu vermeiden. Insgesamt stellte Putin Russland als wirtschaftlich stabil, militärisch voranschreitend und offen für Verhandlungen dar, während er die Verantwortung für die Fortsetzung des Krieges vollständig auf die Ukraine und ihre westlichen Verbündeten legte.
