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Indivisible

Indivisible

Die Kämpfe sind großartig, das Plattforming eher nicht.

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Dass jedem Charakter im Kampf eine Aktionstaste zugeordnet wird, erinnert uns an Valkyrie Profile.

Das Action-Adventure Indivisible beginnt, als Ajnas Heimatdorf von einer Armee böser Männer verwüstet wird. Die Titelheldin schafft es wie ein Wunder unversehrt zu fliehen, da ihr ein mysteriöses drittes Auge zur Verfügung steht. Sie schafft es, einen Dhar-Soldaten in ihrem Kopf gefangen zu nehmen und nutzt dessen Insider-Informationen, um sich an ihren Feinden zu rächen.

Indivisible kombiniert Sidescroller-Action mit strategischen Kämpfen, die mit einer maximalen Gruppengröße von vier Charakteren ausgetragen werden und die das Spiel besonders gut aussehen lassen. Während dieser Reise treffen wir auf etwa 20 weitere Figuren, die alle in Ajnas Kopf gelangen. Einige davon werden ihr im Kampf helfen, andere bringen andere Vorteile mit sich. Jeder Figur wird eine der vier Aktionstasten auf dem Controller zugewiesen. Durch das Auslösen des entsprechenden Befehls greift der zugewiesene Charakter an oder blockiert einen ankommenden Angriff. Das erinnert mich an persönlich an die Valkyrie-Profile-Spiele, die ja ganz gut waren.

Verursachter Schaden füllt eine spezielle Energieleiste auf, mit der die gesamte Gruppe auf Befehl hin in Deckung gehen kann, sobald ein fordernder Feind einen größeren Angriff ausführt. Alternativ nutzen wir die angestaute Energie, um einen einzelnen Charakter eine spezielle Aktion ausführen zu lassen. Ajna zum Beispiel schlägt dann mächtiger mit der Faust zu, während der Hexendoktor Razmi einen wirksamen Heilzauber für alle zaubert. In den Bosskämpfen entstehen dadurch einige taktische Runden, in denen wir sorgfältig überlegen müssen. Feindliche Attacken richtig zu blocken erfordert Rhythmusgefühl, da sich der Kampffluss schnell verändern kann. Diese Kämpfe sehen gut aus und sind der Höhepunkt von Indivisible.

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Der visuelle Stil überzeugt vor allem in den Animationssequenzen, nicht aber während der Plattforming-Passagen.

Ajna kann ihr inneres Reich betreten, wann immer sie will (dort verbringen all diejenigen, die nicht am Kampf teilnehmen, ihre Zeit). Bei einem Pilgerpaar können wir die Heldin mit gesammelten Steinen stärken, doch abgesehen von der steigenden Anzahl an Figuren finden wir dort nicht sonderlich viel vor. Das ist deshalb echt schade, weil man sehr leicht beispielsweise den Konflikt zwischen Ajna und dem Dhar-Soldaten thematisieren hätte können - immerhin halten wir ihn als Informant in unserem Kopf gefangen...

Ajnas Suche nach Rache wird aufgrund ihres Charismas etwas bunter, da das Charakter-Design insgesamt sehr einfallsreich wirkt. Ganz Anime-typisch lässt sich Indivisible bei der Gestaltung der Feinde von der östlichen Mythologie inspirieren. Die englische Sprachausgabe ist in Ordnung, gewinnt aber keine Preise. Was uns außerdem aufgefallen ist, ist die akzentuierte und spärlich eingesetzte Menge an unterschiedlichen Musik-Tracks im Spiel. Die im Hintergrund spielende Melodie wird nämlich schnell zu einem Ohrwurm.

Neben den Kämpfen erkunden wir recht leere und manchmal schöne Landschaften mittels klassischem 2D-Platforming, was leider der schwächste Teil des Spiels ist. Die langen Abschnitte bieten optisch nur wenig Variation und es hätte mehr Speicherpunkte geben sollen. Zum Glück gibt es unterwegs Dinge zu sammeln - die zuvor genannten Steine zur Stärkung von Ajna. Die Steuerung ist leider nicht so präzise, wie wir uns das gerne gewünscht hätten, was Indivisible zu einem unbefriedigenden Erlebnis für Plattformer-Liebhaber macht.

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Wer sich für den Titel ein wenig Zeit nimmt und nicht durch das Spiel hastet, der profitiert am Ende davon.

In der Luft kann sich Ajna mit ihrer Axt an einer Wand festhalten und von dort aus einen weiteren Sprung ausführen. Da es aber nicht reicht, die Sprungtaste nur kurz zu drücken (man muss sie länger halten) kann es ab und zu passieren, dass Ajna zu Boden fällt, was ein bisschen frustrierender ist, als es eigentlich sein sollte. Das führt dazu, dass der Spieler ab und zu länger an bestimmten Stellen steckenbleibt, was dann das Tempo des Spiels negativ beeinträchtigt. Wer die Axt aufrüstet kann mit der Zeit magische Mauern zerschmettern und geheime Wege finden.

Unausgegarte Plattforming-Abschnitte und eine langweilige Story ragen aus diesem mittelmäßigen Spiel wie ein Splitter heraus, darüber täuscht auch der wirklich gut gelungene Taktik-Kampf nicht hinweg. Indivisible hätte davon profitiert, eine etwas enger getaktete Erzählung zu haben. Trotzdem hat Lab Zero Games hier etwas Einzigartiges und Interessantes geschaffen. Wir empfehlen kurze Spielsitzungen, dann nutzt sich das Konzept nicht so schnell ab.

06 Gamereactor Deutschland
6 / 10
+
einzigartiges Charakter-Design mit Persönlichkeit, aufregende und herausfordernde Kämpfe, eine abwechslungsreicher und interessanter Cast mit unterschiedlichen Fähigkeiten.
-
unbeholfenes und einfallsloses Plattforming, monotone Level, dünne Story, Soundtrack mangelt es an Variation.
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt

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