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Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung

Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung - DLC #1 Antike Lebenszeichen

Koei Tecmo erweitert das Zelda-Musou mit neuen Inhalten, doch ist das Add-On eure Zeit wert?

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Links Doppelklauen spielen sich noch verhältnismäßig bekannt, wohingegen Zeldas Eponator und die Spielweise des Wächter-Veterans etwas Eingewöhnung voraussetzen.

Vor einigen Wochen wurde Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung mit einem ersten DLC erweitert. „Antike Lebenszeichen" beschäftigt euch ca. vier bis sechs Stunden lang mit neuen Nebenmissionen, anstrengenderen Feindvariationen und frischen Waffen. Es gibt drei einzigartige Doppelklauen für Link und ebenso viele Varianten des Motorrads „Eponator", mit dem Prinzessin Zelda die Pläne der Verheerung Ganon durchkreuzt. Die Doppelklauen erinnern im Wesentlichen an Nunchakus, die der schillernde Held gekonnt um seinen Körperschwerpunkt schwingt. Zeldas Moped hingegen weist einen gewöhnungsbedürftigen Angriffsstil mit vielen kreisrunden Animationen auf, die sich schwerfällig kontrollieren lassen.

Ihr schaltet die Waffen nicht sofort frei, sondern erhaltet sie als Belohnung für ein eigenes, neues Fortschrittssystem. Im Königlichen Institut müssen verschiedene Herausforderungen abgeschlossen werden, zum Beispiel sollt ihr 1000 Gegner mit einer Waffengattung oder einer bestimmten Shiekah-Rune eliminieren, oder spezifische Ressourcen sammeln. Viele der benötigten Materialien werden in wiederholbaren, sehr generischen FX-Quests freigeschaltet - nur leider erklärt uns das Spiel nicht sonderlich gut, wie man bestimmte Dinge erhält. Die Quests sind nicht sehr spannend, doch die Belohnungen lohnen sich insbesondere für diejenigen, die auf den höchsten Schwierigkeitsgraden spielen wollen.

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Wer gegen die "Vicious Monster" kämpft, muss sich darauf einstellen, bis zu sechs Elitegegner gleichzeitig zu bekämpfen.

Ein großes Problem dieses Add-Ons ist die niedrige Qualität der Waffen, die ihr erhaltet. Die Items sind relativ schwach und müssen zuerst aufgelevelt werden, ehe ihr damit die neuen Late-Game-Missionen (einige der Quests setzen den Abschluss der Geschichte voraus) angehen könnt. Diese Gegenstände wettbewerbsfähig zu machen, erfordert eine erhebliche Investition von Rubinen und Waffen/Leveln. Ihr seid nicht gut beraten, damit die fiesesten Monstervarianten zu besiegen, die euch das neue Add-On vorsetzt. Diese finsteren Feinde richten sehr viel Schaden an und haben mächtig viel Leben. Abgesehen davon, dass sie etwas größer sind und ein, zwei neue Attacken auf Lager haben, ändert sich aber nicht viel.

Um eure neuen Spielzeuge auf Vordermann zu bringen, solltet ihr stattdessen lieber in frühere Inhalte zurückkehren, was dem Spielfluss aber natürlich etwas im Weg steht. Spielt ihr lange genug um die Herausforderungen abzuschließen, winkt am Ende noch eine neue Spielfigur, die mit eigenem Waffenset auskommt: der Wächter-Veteran. Mit Terrako gibt es in Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung zwar schon einen kleinen Guardian, doch diesmal steht uns ein ausgewachsenes Exemplar zur Verfügung, das sehr mächtige Rundumangriffe mit explosiven Lasersalven mischt. Das ist zwar eine schöne Dreingabe, aber weil sie so spät kommt, hatte ich wenig Motivation, mich intensiv mit dieser Klasse zu beschäftigen.

Insgesamt empfand ich Antike Lebenszeichen deshalb als unaufregende Erweiterung der ursprünglichen Spielerfahrung. Im November soll DLC #2 - „Die Wächter der Erinnerung" - Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung um weitere Inhalte bereichern, darunter Zusatzepisoden und aufwändigere Angriffe. Hoffentlich bekommen die Fans einige spannende Hinweise für das kommende The Legend of Zelda: Breath of the Wild II zu Gesicht. Ich kehre Ende des Jahres nach Hyrule zurück, um ein abschließendes Urteil zum Erweiterungspass zu fällen, den ihr für 20 Euro im Nintendo-Switch-eShop kaufen könnt.

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Der Spielfortschritt vom DLC #1 - Antike Lebenszeichen - setzt viel Grind voraus, es stärkt allerdings eure Runen und wappnet euch somit für das Finale von Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung.

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