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Halo Infinite

Halo Infinite - Die ersten Level der Einzelspielerkampagne

Es sieht so aus, als würde die Rückkehr des Master Chiefs glorreich werden.

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Brutes sind brutale Wesen und vielleicht die unbarmherzigsten Gegner der gesamten Halo-Reihe. Das hat 343 Industries deutlich gemacht, als wir nach schier endlosem Warten im letzten Jahr endlich erstes Gameplay von Halo Infinite zu sehen bekommen haben. Die Gorilla-ähnlichen Kreaturen haben aber nicht nur dem Master Chief Probleme bereitet, denn „Craig, der Brute" hat nicht zuletzt dafür gesorgt, das das ganze Spiel um ein Jahr verzögert werden musste.

Nach vielen Jahren der Entwicklung, endlosen Versprechen und großartigen Trailern war das für die Entwickler und Fans eine riesige Enttäuschung, doch es war gleichzeitig der Beginn von etwas Neuem. Halo-Veteranen wurden um Rat gebeten, das Team begann offener mit der Community zu kommunizieren und sie haben sich das Feedback zu Herzen genommen. Stück für Stück wurde Halo Infinite immer vielversprechender.

Halo ist meine absolute Lieblingsvideospielreihe und ich habe mein Infinite-Abenteuer mit sehr gemischten Gefühlen in Angriff genommen. Würde es eine der größten Enttäuschungen meines Lebens werden oder gelingt das langerwartete Comeback des Master Chiefs? Ich will versuchen, diese Vorschau so Spoiler-frei wie möglich zu schreiben, damit ihr das Spiel selbst entdecken könnt, aber es sieht wirklich gut aus für den Master Chief.

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Denn schon beim ersten großen Auftritt vom Master Chief wird klar, dass sich Halo unter 343 Industries Führung endlich wieder wie Halo anfühlt. Die ersten Level des Spiels finden größtenteils drinnen statt und sie sind eine gute Gelegenheit, um sich mit der Steuerung und dem neuen Enterhaken vertraut zu machen. Master Chief kann immer noch Sprinten, aber er ist deutlich langsamer geworden, was den Halo-Puristen unter euch sicher gefallen wird.

Die Level sind verspielt: Das Ganze ist sehr deutlich ein Videospiel, bei dem nicht Realismus im Vordergrund steht, sondern tolles Gameplay. Ihr werdet fast nebenbei die Grundlagen lernen. Master Chief ist eher der stumme Typ, aber wenn er spricht, gibt die englische Synchronstimme Steve Dowes wohl einer seiner besten Darstellungen des legendären Spartaners ab und beweist immer wieder, dass wir es hier eigentlich mit einem Superhelden zu tun haben.

Die Story plätschert in den ersten paar Stunden so vor sich hin, während erklärt wird, warum wir Zeta-Halo einen Besuch abstatten müssen. Die Fraktion Banished hat Pläne auf dieser Ringwelt, die das gesamte Universum bedrohen. Es ist eine schöne Gelegenheit, die gute, alte Allianz zu entstauben, also treffen wir wieder auf Eliten, Schakale und natürlich auf Grunts. Neben den Brutes warten noch ein paar Neulinge und damit bin ich ziemlich zufrieden, denn ich war nie ein großer Fan der Prometheaner aus Halo 4 und Teil 5: Guardians.

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Endlich auf Zeta-Halo angekommen, läuft mir ein angenehmer Schauer den Rücken entlang. Das Design und die Grafik sind top und der Sound sogar noch besser. Das Gefühl einen neuen Ring zu besuchen, war nie wieder so stark, seit ich meine ersten Schritte in der Ringwelt von Halo: Combat Evolved gemacht habe. Es ist eine Welt, die lebt und atmet, und es gibt viel zu entdecken. Zuerst brauchen wir aber eine Basis und das bedeutet, dass wir ein großes Gebiet von den Banished befreien müssen, damit Truppen und Nachschub eingeflogen werden können.

Ein kurzer Blick auf die Karte zeigt mehrere interessante Orte in der Nähe an. Marines brauchen Hilfe, Festungen der Bansished müssen dem Erdboden gleich gemacht werden und Bosse warten ebenfalls auf uns. Dann sind da die Story-Missionen und ein Menge anderes Zeug. Ich habe Stunden damit verbracht die riesige Welt zu erkunden und man fühlt sich wie ein echter Entdecker, wenn man dabei auf kleine Höhlen in den Bergen oder Schiffswracks voller Schätze stößt. Das können Spartan-Kerne zum Upgraden unserer Fähigkeiten sein, oder seltene Waffen, auf die wir dann an unserer Basis zugreifen können.

Genau dieses Entdeckergefühl, dass ich bei meinem ersten Besuch eines Halo-Rings hatte, ist zurück. Ich will wissen, was diese Welt zu bieten hat, aber diesmal habe ich bei der Erkundung mehr Freiheiten. Dank der SSD-Festplatte auf meiner Xbox Series ist die Schnellreise nur noch eine Frage von Sekunden, aber auch die Fahrzeuge in Halo laden zu ausgedehnten Ausflügen ein.

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Früher gab es besondere Level für die einzelnen Fahrzeuge, aber jetzt nutzte ich den Warthog um mich tatsächlich durch die Welt zu bewegen. Die Fahrzeuge sind nicht nur für coole Spielszenen da, sie sind auch geschmeidige Transportmittel, die uns die Welt intensiver erfahren lassen, als es die schnöde Schnellreise vermag. 343 Industries vermeidet den Open-World-Begriff, weil es bestimmte Assoziationen weckt und Halo ist immer noch Halo. Ihr könnt euer Abenteuer jetzt aber viel mehr selbst bestimmen.

Es gibt viele Möglichkeiten, die Probleme und Rätsel in Halo Infinite zu lösen, aber das alles soll sich noch wie die frühere Spiele anfühlen. Die Strategien und Waffen, für die ihr euch entscheidet, funktionieren manchmal besser als andere, aber alle Kombinationen sollen in erster Linie Spaß machen. Ob ihr mit wilden Sprüngen im Warthog in den Kampf zieht, euch leise anschleicht oder mit einem Sp4nkr-Raketenwerfer durchs Haupttor brecht - euch erwartet in allen Fällen echte Halo-Unterhaltung.

Die neuen Freiheiten finden sich auch in den Anpassungsoptionen für den Master Chief wieder. Ihr könnt mit gefundenen Spartan-Kernen euren Enterhaken verbessern, aber es gibt auch Upgrades für weitere Features, die für zusätzliche Tiefe sorgen. Was ich bisher ausprobiert habe war sehr befriedigend und ich kann auf der Liste sehen, dass es noch viele weitere Slots gibt. Wie gut das am Ende alles ineinander greift, muss sich aber erst noch zeigen.

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Wenn ihr keine Lust auf Neben-Quests habt und den Master Chief nicht groß modden wollt, dann müsst ihr das aber auch nicht tun. Ihr könnt euch immer auch gleich auf die nächste Story-Mission stürzen, die nahtlos ineinander übergehen. Abgesehen von den Zwischensequenzen erwarten euch keine großen Unterbrechungen - außer ihr entscheidet euch selbst dafür. Die letzte Mission, über die ich euch im Rahmen dieser Vorschau berichten darf, spielt in einem riesigen Turm, den ich schon am Horizont sehen konnte, als mein Abenteuer auf Zeta-Halo begann. Hier kommt es natürlich nach einer großen Schlacht zu einem heftigen Bosskampf.

Wir werden kurz vor der Veröffentlichung von Halo Infinite unsere finale Kritik vorlegen, aber bisher sieht es wirklich vielversprechend aus. Dieses Spiel scheint sich an allen Fronten, die diese Reihe groß gemacht haben, verbessert zu haben und dabei ist es dem Team bislang gelungen, sehr zusammenhängend zu sein. Der Soundtrack kann nicht mit dem originalen Soundtrack von Martin O'Donnell mithalten, aber das können ehrlich gesagt auch nur sehr wenige Spiele.

Wie gut die Story tatsächlich ist, kann ich noch nicht beurteilen, aber fürs Erste bin ich erleichtert und voller Vorfreude. Erleichtert, dass 343 Industries wohl ihr bisher bestes Halo abliefern werden und voller Vorfreude auf meine nächsten Entdeckungen in der wunderbaren Zeta-Ringwelt.

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