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Guardians of the Galaxy

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Allein in den USA hat James Gunns Filmversion der Comic-Reihe Guardians of the Galaxy an den Kinokassen bereits über 300 Millionen Dollar eingesammelt. Nicht schlecht für einen Film, der im Vorfeld der Finanzierung als "riskant" galt und dem sogar eine Zukunft als erster echter Flop für die Marvel Studios prophezeit wurde. Ich selbst hatte da allerdings nie Zweifel. Seit Anbeginn ihres Schaffens hat diese Firma fantastisches Fingerspitzengefühl darin bewiesen, die richtigen Regisseure für die verschiedenen Stoffe auszusuchen. Aber keine dieser Entscheidungen kommt an das Wagnis heran, James Gunn zu engagieren, der in der Trash-Schmiede Troma Entertainment (Toxic Avenger) groß wurde. Sein fieser Humor ist alles andere als kindertauglich und es stand die Frage im Raum, ob Marvel deswegen seine Kreativität einschränken würde. Dem war aber offensichtlich nicht so, stattdessen ließen sie seinem Wahnsinn freien Lauf. So wurde Guardians of the Galaxy zu einer abgedrehten Mischung aus Gunn's letztem Film Super und Star Wars, mit Versatzstücken von Flash Gordon und Indiana Jones.

Chris Pratt spielt den unfreiwilligen Helden Peter Quill alias Star-Lord, einen intergalaktischen Kleinkriminellen, der mit seiner Bande schräger Komplizen zur einzigen Hoffnung für das Überleben des Universums wird. Ihre Mission entwickelt sich zum farbenfrohen, flott inszenierten Weltraumabenteuer voller grandioser Charaktere, derbem Humor und saftiger Actionszenen. Gunn haucht den Figuren eine geradezu hysterisch komische Gruppendynamik ein und wirft sie in absurdeste Szenarien, etwa einen Gefängnisausbruch mit höchst ungewöhnlichem Fluggerät. Es gibt viel zu lachen, und gleichzeitig faszinieren die ungewöhnlichen Helden sowie die darstellerische Leistung der Schauspieler.

Pratt steht dabei als moderner Han Solo im Rampen-licht, flankiert von Kreaturen wie einem übellaunigen Waschbären und einem riesigen Baum, dessen Vokabular nur aus drei Worten besteht. Die Bösewichte sind im direkten Vergleich nicht ganz so stark, vor allem ihr Oberboss Ronan der Ankläger bleibt blass und ist wahrscheinlich der einzige Schwachpunkt des Filmes. Abgesehen davon ist dies einer der besten und unterhaltsamsten Filme des Jahres. Das liegt nicht zuletzt am genial zusammen-gestellten Soundtrack - wann hat man es zuletzt erlebt, dass im Kino und auf der Couch alle aus voller Kehle mitsingen? Ein Riesenspaß, der eben auch zu Hause super funktioniert.

Guardians of the Galaxy
09 Gamereactor Deutschland
9 / 10
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