Großbritannien und EU besiegeln Abkommen zu Gibraltar nach dem Brexit
Fast ein Jahrzehnt nach dem Brexit legt der Vertrag fest, wie Menschen, Güter und Sicherheit zwischen Gibraltar, dem Vereinigten Königreich und der EU verwaltet werden und bietet einen klaren Rahmen für die Zukunft des Gebiets.
Fast ein Jahrzehnt nach dem Brexit-Referendum haben das Vereinigte Königreich und die Europäische Union einen lang erwarteten Vertrag abgeschlossen, der die Beziehung Gibraltars nach dem Brexit zur EU festlegt. Das Abkommen entfernt die physische Landgrenze zu Spanien und ersetzt sie durch Schengen-ähnliche Kontrollen am Flughafen und Hafen von Gibraltar. Obwohl Gibraltar dem Schengen-Raum nicht beitreten wird, soll das neue System den reibungslosen täglichen Bewegungsweg von Tausenden von Grenzarbeitern gewährleisten.
Nach den Regelungen werden Passagiere, die per Flugzeug oder Schiff ankommen, erste Kontrollen durch die Behörden von Gibraltar durchlaufen, gefolgt von Second-Line-Kontrollen, die von spanischen Behörden in einem ausgewiesenen Gebiet durchgeführt werden. Wie von GBC veröffentlicht, dürfen Einwohner Gibraltars jeglicher Nationalität nicht die Einreise verweigert werden und dürfen unter dem neuen System frei einreisen. Einwanderung, Polizeiarbeit und Justiz bleiben in der Verantwortung von Gibraltar, und der Vertrag beeinträchtigt nicht die Souveränität, sondern gilt parallel zur britischen "Doppel-Lock"-Verpflichtung.
Der Vertrag umfasst sieben Teile und 41 Anhänge, von denen ein Großteil nun in das Gibraltar-Recht aufgenommen wird. Sie wurde vom Kabinett von Gibraltar genehmigt und wird im Parlament von Gibraltar debattiert, bevor das Vereinigte Königreich zur Ratifizierung übergeht. Auch die Zustimmung des Europäischen Parlaments ist erforderlich. Die Zustimmung des Europäischen Parlaments ist ebenfalls erforderlich. Das Abkommen umfasst Konsultations- und Schlichtungsmechanismen, wobei der Gerichtshof der Europäischen Union eine endgültige, verbindliche Rolle spielt, wenn Fragen des EU-Rechts auftreten.
Eine maßgeschneiderte Zollregelung wird den freien Warenverkehr zwischen Gibraltar und der EU ohne Kontrollen an der Landgrenze ermöglichen. Spanien wird Nicht-EU-Waren an festgelegten Zollposten abschaffen, wobei die Einnahmen nach Gibraltar zurückgeführt werden, während eine neue Transaktionssteuer das derzeitige Einfuhrsteuersystem ersetzen wird. Der Vertrag etabliert außerdem eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit und Strafverfolgung, die von einem Kooperationsrat zwischen Großbritannien und der EU überwacht wird, und sieht laut dem vom GBC veröffentlichten Vertragstext eine vierjährige Evaluierungsphase der Schengen-Elemente vor.
Zusammen stellen die Maßnahmen einen bedeutenden Schritt in der Definition der Beziehung Gibraltars zur EU außerhalb der formellen Mitgliedschaft dar, während gleichzeitig strukturierte Zusammenarbeit und grenzüberschreitende Fluidität aufrechterhalten werden.
