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Weltnachrichten

Globale Aktivisten kritisieren das Davos Forum als elitgetrieben und undemokratisch

Dutzende zivilgesellschaftliche Gruppen fordern, das Weltwirtschaftsforum durch menschengeführte Alternativen zu ersetzen.

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Eine Koalition von 67 zivilgesellschaftlichen Organisationen aus mehr als 26 Ländern hat eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie das Weltwirtschaftsforum (WEF) scharf kritisieren und es als Symbol eines globalen Wirtschaftssystems bezeichnet, das mächtigen Eliten zugutekommt und gleichzeitig Krieg, Ungleichheit und Umweltschäden vertieft. Die Erklärung erfolgt, während sich politische und wirtschaftliche Führungskräfte in Davos zum jährlichen Gipfel versammeln.

Die Gruppen argumentieren, dass das Forum Arbeitnehmer, Gemeinden und Länder ausschließt, die am stärksten von Klimakatastrophen, Konflikten und wirtschaftlicher Unsicherheit betroffen sind. "Wir lehnen das Weltwirtschaftsforum als Symbol einer autoritären Wirtschaft ab, die nur wenigen dient, während wir diejenigen ausschließen, die Tag für Tag hart arbeiten", sagt Max Voegtli von der Schweizer Protestkoalition StrikeWEF.

Globale Aktivisten kritisieren das Davos Forum als elitgetrieben und undemokratisch
Weltwirtschaftsforum (WEF) // Shutterstock

Die Unterzeichner fordern umfassende Veränderungen in der globalen Wirtschaftsführung, darunter mehr demokratische Kontrolle und eine gerechtere Verteilung des Vermögens. "Wir fordern eine grundlegende Demokratisierung der Weltwirtschaft und eine Umverteilung des Reichtums, um unsere gravierenden globalen Ungleichheiten zu bekämpfen", sagt Thomas Eberhardt-Köster von Attac Deutschland.

Statt Davos bewirbt die Koalition alternative internationale Plattformen wie das Weltsozialforum, das ihrer Meinung nach von und für gewöhnliche Menschen organisiert wird. Massa Koné, einer der Hauptorganisatoren des Weltsozialforums 2026, sagt, die Veranstaltung solle darauf abzielen, "Menschen zu befähigen, sich selbst zu organisieren und eine gerechtere Verwaltung der Lebensgrundlagen zu ermöglichen".

Die Erklärung wurde von Gruppen initiiert, darunter die Organisatoren des Weltsozialforums 2026 in Westafrika, die deutschen Interessenvertreter WEED und Attac, die transnationale Bewegung Afrique-Europe-Interact sowie StrikeWEF, das während des diesjährigen Davos-Treffens Proteste organisiert...



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