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Frankreich verzeichnet erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg mehr Todesfälle als Geburten

Die alternde Bevölkerung und sinkende Geburtenraten beenden eine langjährige demografische Ausnahme.

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Zum ersten Mal seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat Frankreich mehr Todesfälle als Geburten verzeichnet, was einen symbolischen Wendepunkt für ein Land markiert, das lange als demografischer Außenseiter in Europa galt.

Im Jahr 2025 verzeichnete Frankreich etwa 651.000 Todesfälle im Vergleich zu 645.000 Geburten, laut neuen Zahlen der nationalen Statistikbehörde Insee. Dieser Wandel deutet darauf hin, dass Frankreich nicht mehr immun gegen den Bevölkerungsdruck ist, der einen Großteil der EU betrifft.

Jahrelang hob sich Frankreich dank relativ hoher Geburtenraten ab. Noch 2023 hatte es eine der höchsten Geburtenraten im Block. Aber dieser Vorteil schwindet. Insee sagte, die Geburtenrate sei 2025 auf 1,56 Kinder pro Frau gefallen, der niedrigste Wert seit dem Ersten Weltkrieg und ein starker Rückgang gegenüber vor 15 Jahren.

Frankreich verzeichnet erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg mehr Todesfälle als Geburten
Victor Noir-Grab in Paris: Eine Blume in den umgedrehten Zylinder nach dem Kuss der Statue legen. Das Reiben der Genitalbereiche verbessert die Fruchtbarkeit und bringt ein glückliches Sexualleben // Shutterstock

Umfragen zeigen klare Gründe auf. Viele Familien führen die steigenden Kosten für die Kindererziehung, Unsicherheiten über die Zukunft und den Kampf an, Arbeit und Familienleben in Einklang zu bringen. Seit 2010 sind die Geburten in Frankreich stetig zurückgegangen, was auf breitere soziale und wirtschaftliche Ängste zurückzuführen ist.

Gleichzeitig leben die Menschen länger. Die Lebenserwartung erreichte im vergangenen Jahr Rekordhochs, und mehr als jeder fünfte Mensch in Frankreich ist inzwischen über 65 Jahre alt. Dieser Wandel wirft Bedenken hinsichtlich Arbeitskräftemangel und der steigenden Kosten für Renten und Altenpflege auf.

Die Bevölkerung Frankreichs stieg dank der Netto-Migration immer noch auf 69,1 Millionen, doch Beamte warnen, dass die Zahlen ohne Einwanderung bis zum Ende des Jahrhunderts stark zurückgehen könnten. Da die Einwanderung selbst zu einem politisch aufgeladenen Thema wird, steht das Land nun vor denselben demografischen Scheidewegen wie viele seiner europäischen Nachbarn.



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