Frankreich erwägt, während eines landesweiten Stromausfalls Eutelsat-Satelliteninternetunterstützung für Iraner zu senden.
Paris betrachtet, die Technologie einzusetzen, während Proteste zu einem schweren Kommunikationsabschalten führen.
Frankreich prüft, ob es Satelliten-Internetterminals nach Iran senden kann, nachdem die Behörden während der gewalttätigsten Unruhen seit Jahrzehnten einen nahezu vollständigen Internetausfall verhängt haben. Dieser Schritt soll Iranern helfen, wieder Zugang zu Informationen zu erhalten, da Proteste gegen die klerikale Herrschaft mit einem tödlichen Durchgreifen beantwortet werden.
Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot bestätigte im Parlament, dass Eutelsat-Terminals zu den in Betracht gezogenen Optionen gehören. Eutelsat, unterstützt von Frankreich und Großbritannien, betreibt die OneWeb-Satellitenkonstellation, eine der wenigen Alternativen zu Elon Musks Starlink, die Internetzugang an unterbrochenen Orten bieten kann.
Die iranischen Behörden haben die Online-Dienste eingeschränkt, während die Demonstrationen eskalierten, wobei Berichten zufolge Tausende getötet wurden. Trotz des Stromausfalls ist es einigen Menschen im Iran gelungen, sich mit Satellitendiensten zu verbinden, obwohl Überwachungsgruppen sagen, dass selbst diese Verbindungen zunehmend eingeschränkt zu sein scheinen.
Während das deutlich größere Satellitennetz von Starlink schnellere Geschwindigkeiten und günstigere, leichter zu installierende Terminals bietet, wird OneWeb als potenzielle europäisch unterstützte Option angesehen. Die Ausrüstung ist sperriger und anfälliger für Störungen, aber französische Beamte sagen, dass alle Wege geprüft werden, da der Druck steigt, die Iraner mit der Außenwelt verbunden zu halten.
