Eurovision: Rundfunkanstalten treffen sich, um über Israels Teilnahme zu debattieren
Die Moderatoren des Eurovision Song Contest treffen sich am Donnerstag in Genf.
Die Rundfunkanstalten des Eurovision Song Contests trafen sich am Donnerstag in Genf, um zu entscheiden, ob Israel im nächsten Jahr teilnehmen darf, da mehrere Länder wegen des Gaza-Krieges drohen, sich zurückzuziehen.
Spanien, Slowenien, Irland und die Niederlande haben gewarnt, dass sie den Wettbewerb 2026 boykottieren werden, falls Israel teilnimmt, mit der Begründung, dass das Land gegen Regeln verstoßen habe, die die Neutralität der Show schützen sollen. Deutschland erklärt jedoch, dass es sich nur zurückziehen werde, wenn Israel ausgeschlossen wird.
Kann der Eurovision Song Contest die Einheit bewahren?
Die European Broadcasting Union überprüft zudem neue Regeln, die darauf abzielen, die Beteiligung der Regierung an der Förderung von Beiträgen einzuschränken, nachdem behauptet wurde, Israel habe seine Kampagne 2025 zu aggressiv vorangetrieben. Wenn sich die Mitglieder nicht auf die Regeländerungen einigen können, stimmen sie direkt über die Teilnahme Israels ab.
Der israelische öffentlich-rechtliche Rundfunk KAN erklärt, er bereite sich auf den Wettbewerb vor und werde bald Anpassungen am Auswahlverfahren vorlegen. Der israelische Künstler von 2025, Yuval Raphael, war ein Überlebender des Nova-Festivals, das 2023 von der Hamas angegriffen wurde – ein Detail, das die Debatte über den letztjährigen Wettbewerb anheizte.
Der finnische Sender Yle sagt, er werde nur teilnehmen, wenn die neuen Schutzmaßnahmen eingeführt werden und zusätzliche Sicherheitsgarantien für die Teilnehmer bereitgestellt werden. Für den Moment sagt die EBU, dass das Treffen darüber entscheiden wird, wie (oder ob) Europas größte Unterhaltungsmesse vor dem Event 2026 in Österreich die Einheit bewahren kann.

