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"Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Gewalt und Videospielen", bestärkt Psychologen-Verband APA

"Videospielen ein Gewaltpotential zuzuschreiben ist wissenschaftlich nicht fundiert und lenkt die Aufmerksamkeit von anderen Faktoren ab", so die American Psychological Association.

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Der Zusammenhang zwischen expliziter Gewaltdarstellung in Videospielen und realen Verbrechen wird in manchen Medien schnell gezogen, da sich dieser Generalverdacht hartnäckig in den Köpfen der Menschen hält. Ob diese Verbindung Berechtigung hat, hat sich kürzlich die US-amerikanische Lobby-Organisation APA (American Psychological Association) näher angeschaut und ihre Ergebnisse belegen, dass Videospiele zu rehabilitieren sind.

Auf ihrer offiziellen Webseite findet sich eine Erklärung, in der behauptet wird, dass es keine geeigneten wissenschaftlichen Beweise gibt, die eine effektive Korrespondenz zwischen Videospielen und gewalttätigem Verhalten belegen: "Videospielen ein Gewaltpotential zuzuschreiben ist wissenschaftlich nicht fundiert und lenkt die Aufmerksamkeit von anderen Faktoren ab, wie beispielsweise der [Ursache] der Gewalt. Wir wissen aus der Forschung, dass die Geschichte ein wichtiger Verursacher für zukünftige Gewalt ist."

Diese Position kommt zustande, nachdem die APA in den letzten Jahren eine spezielle Forschungsgruppe eingerichtet hat, die sich mit der Analyse des Phänomens befasst hat. Der Grund dafür war eine anstehende Aktualisierung der Erkenntnisse, die zuletzt 2015 vorgenommen wurden und überholt werden mussten.

Sandra Shullman, Präsidentin der APA, argumentiert in ihrer Erklärung, dass "Gewalt ein komplexes soziales Problem ist, das wahrscheinlich auf viele Faktoren zurückzuführen ist, die die Aufmerksamkeit von Forschern, politischen Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit rechtfertigen".

Mit anderen Worten: Die APA hat eine wissenschaftliche Bestätigung für etwas geliefert, das wir bereits kennen: Gewalttätige Videospiele sind nicht schuld daran, dass Menschen sich und ihrer Umwelt furchtbare Dinge antun. Das Problem ist weitaus komplexer.

"Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Gewalt und Videospielen", bestärkt Psychologen-Verband APA

Quelle: GamesIndustry.



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