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End of Nations

End of Nations

Bei dem Namen Petriglyph wird es sicher nicht bei vielen Leuten klingeln, aber eigentlich jeder Strategie-Fan sollte diesen Entwickler aus Las Vegas kennen. Denn immerhin wurde das Studio von Westwood-Veteranen gegründet, die mit Dune II und der Command & Conquer-Reihe so etwas wie die Urväter des Echtzeitstrategie-Genres sind. Kann End of Nations mit dem Niveau mithalten und neue Maßstäbe setzen? Wir haben es in Köln herausgefunden.

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Große Teile der Westwood-Belegschaft verließen damals das Studio, um einer Verschmelzung mit einem EA-Studio in Los Angeles zu entgehen. Ihre großen Erfolge wie Dune II und Command & Conquer: Alarmstufe Rot 2 bleiben dennoch die einflussreichsten und wichtigsten Werke des Echtzeitstrategie-Genres. Aber nicht wegen der glorreichen Vergangenheit sollten wir den Free-to-Play-Titel von Petriglyph Games auf dem Radar heben, sondern vor allem wegen einem ganz bestimmten Grund: Er schaut einfach unglaublich gut aus.

Das Team hat die bekannte Echtzeitstrategie-Formel genommen, sie um ein paar Massive Multiplayer Online-Elemente verfeinert und die Grenzen des Genres in jedwede Richtung erweitert. Daher kann sich End of Nations sowohl mit Spielvarianten schmücken, in denen wir gegen andere Spieler antreten (Player vs. Player), als auch mit solchen, in denen wir kooperativ mit anderen gegen den Computer kämpfen (Player vs. Enemy). Es gibt permanente Verbesserungen für Einheiten und Gefechte mit bis zu 56 Spielern, die gleichzeitig auf Schlachtfeld sind.

Der entscheidendste Unterschied zwischen End of Nations und Genre-Größen wie Command & Conquer und Starcraft II betrifft die Art und Weise wie mit der Währung verfahren wird und wir unsere Armee aufbauen. Anders als in den zuvor erwähnten Spielen bauen wir während des Kampfs keine Ressourcen ab, errichten keine Basis und schieben auch keine neuen Einheiten nach, wenn wir erst einmal in ein Gefecht verwickelt sind. Stattdessen bearbeiten wir unsere Armee zwischen den Schlachten und rüsten sie mit Verbesserungen auf oder schalten neue Gegenstände frei. Bezahlt werden die von den Einnahmen, die wir nach einem gewonnenen Kampf erhalten.

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Während des Gefechts bauen keine Ressourcen ab, errichten keine Basis und schieben auch keine neuen Einheiten nach.

Sind unsere Streitkräfte ausreichend ausgerüstet, teilen wir sie in Kompanien ein. Ihnen kommt eine besondere Rolle zu, denn jede Kompanie hat eine sogenannte Helden-Einheit, die besondere Fähigkeiten mit sich bringt. In dem wir diese Ausbauen spezialisieren wir unsere einzelnen Truppen für Panzer, Lufteinheiten, Distanz-Attacken, Schleichangriffe oder sogar für bestimmte Karten. Eine gute Vorbereitung ist hier alles. Entweder wir haben uns perfekt auf die Gegebenheiten des Gegners und der Karte eingestellt oder wir verlieren wertvolle Sekunden beim Tauschen einer Kompanie, da wir in dieser Zeit nichts machen können. Und gerade diese Zeit fehlt dann in der Hitze des Gefechtes.

Auf den Player vs. Player-Karten kämpfen wir gegen Spieler von der gegnerischen Fraktion - das Spiel bietet zwei, Shadow Revolution oder Liberation Front. Wer lieber mit anderen zusammen und weniger gegen sie spielen will, stellt sich in einer Player vs. Enemy-Mission mit zu bis zu drei anderen Mitstreitern dem Computer-Gegner, der für die dritte Fraktion namens Order of Nations steht. Wir schauen uns für letzteres die Variante Full Boar an. Ziel ist es eine Reihe wichtiger Kontrollpunkte einzunehmen, um dafür im Anschluss 5000 Ressourcen-Punkte zu kassieren.

Doch ganz so einfach wie es klingt, ist es nicht. Schon zu Beginn der Runde sehen wir voller Schrecken den Panzer Hulk über die Karte ziehen, welcher gefühlt die Größe eines Schlachtschiffs hat. Ganz unbekümmert zerstört er Häuser und Umgebungsteile. Und obwohl diese Art von Mission natürlich beliebig oft wiederholt werden kann, sorgt die Präsenz und das Vorgehen des Panzers für ein Gefühl, das wir eher von geskripteten Events in traditionellen Solo-Kampagnen kennen. Wir werden gezwungen, bereits eingenommene Kontrollstationen aufzugeben und uns zunächst auf den Hulk zu konzentrieren.

Mit Napalm-Angriffe und sogar einem atomaren Vergeltungsschlag zwingen wir den Riesen in die Knie und nehmen uns kurz darauf die restlichen Vertreter der Order of Nations vor. Die Bewältigung der Mission erfordert viel taktisches Geschick und Teamwork. Und das bauen wir am besten auf, in dem wir uns gegenseitig unterstützen. Denn obwohl wir keine Hauptquartiere bauen können, besitzen unsere Helden-Einheiten die nützliche Fähigkeit, einfache Bauten wie Türmchen und Werkstätten zu errichten. Die dienen aber nicht nur zur Heilung unserer geschundenen Soldaten, sondern auch denen unserer Verbündeten. Neben der Rettung unserer Einheiten, kommen wir so sowohl dem Sieg näher und eröffnen uns gleichzeitig neue strategische Möglichkeiten.

Und wenn wir von Free-to-Play-Titeln sprechen, könnte so eine Notlage schneller entstehen, als uns lieb ist. Sofort erinnern wir uns daran, dass es auch Spieler gibt, die bereit sind, sich mit ein bisschen Geld einige Vorteile zu erkaufen. Natürlich hat auch Petriglyph Games schnell Erklärungen bei der Hand, die uns versichern sollen, dass niemand für den Sieg etwas zahlen muss. Zahlwillige nehmen deshalb vermehrt Einfluss auf das Äußere ihrer Armee und nicht selten staunen wir deshalb, wenn ein Panzer mit Giraffenmuster oder Lippenstift-Küssen an uns vorbei fährt. Für den Griff ins Portemonnaie gibt es aber auch extra Erfahrungspunkte, mit denen wir schneller ein Level aufsteigen.

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In der Theorie klingt es danach, als würden Zahlwillige bevorzugt, uns bleibt nur Daumendrücken, dass man eine gut ausbalancierte Lösung findet.

Es ist aber gerade die Höhe unseres Levels, die darüber entscheidet, welche Einheiten wir zur Auswahl haben, mit welchen Upgrades (für Schaden, Verteidigung, Geschwindigkeit,...) wir sie ausrüsten und so weiter. In der Theorie klingt das wieder danach, als würden Zahlwillige bevorzugt werden. Da bleibt uns wohl nur Daumendrücken, dass Periglyph Games eine gut ausbalancierte Lösung findet. Mit der Kombination aus Level und Ranglistenplatz wäre es allerdings möglich, dafür zu sorgen, dass wir nur gegen Spieler mit ähnlichen Fähigkeiten antreten.

Zum Schluss aber noch eine gute Nachricht für alle Fans der alten Command & Conquer-Spiele. Für End of Nations konnten die Entwickler nämlich Frank Klepacki gewinnen, der bereits für die musikalische Umrahmung der früheren Titel zuständig war. Mit über dreieinhalb Stunden Musik sorgt er für die passende Atmosphäre im Schlachtgetümmel.

Doch das dürfte noch eine Weile auf sich warten lassen, denn im Bezug auf einen Erscheinungstermin und eine offene Beta hält sich Petriglyph seltsam bedeckt. Umso überraschender ist das, weil die Version, die wir auf der Gamescom zu sehen bekommen, bereits einen sehr soliden Eindruck macht.

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