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Weltnachrichten

Drohnensichtungen über Norddeutschland deuten auf Frachtschiff hin, das später in Russland anlegte

Deutscher Geheimdienst ermittelt gegen Schiffe, die mit Russlands sogenannter "Schattenflotte" in Verbindung stehen.

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Nach Informationen des Spiegel wurden die Drohnen, die erst vor wenigen Tagen über Norddeutschland flogen (und sich kritischen Infrastrukturen näherten), wahrscheinlich von einem Frachtschiff aus gesteuert, das auf der Ostsee unterwegs war.

Der deutsche Geheimdienst geht davon aus, dass das etwa 100 Meter lange Schiff technisch ausgerüstet war, um große Drohnen zu starten und zu bergen. Die Ermittler vermuten, dass das Schiff Teil der sogenannten russischen "Schattenflotte" war und unter der Flagge eines nicht näher bezeichneten Karibiklandes fuhr.

Die Ereignisse haben in Berlin die Besorgnis über die zunehmende Ausgefeiltheit des Drohneneinsatzes im europäischen Luftraum erneut geweckt. Es folgt eine weitere kürzliche Episode, die den Flughafen München dazu zwang, den Flugverkehr vorübergehend einzustellen, nachdem Drohnen in der Nähe entdeckt wurden.

Drohnensichtungen über Norddeutschland deuten auf Frachtschiff hin, das später in Russland anlegte
Schiff eines Teils der sogenannten russischen "Schattenflotte" // Shutterstock

Der deutsche Innenminister hat Gesetzesreformen vorgeschlagen, um die Koordination zwischen Bundeswehr und Polizei zu stärken. Derzeit kann das Militär eine Drohne nur abschießen, wenn sie direkt über die eigenen Anlagen fliegt, während die breitere Luftraumkontrolle in die Zuständigkeit der Polizei fällt.

Der Flughafen München (ein wichtiges Drehkreuz für Lufthansa und Süddeutschland) nahm den Betrieb wieder auf, nachdem er über Nacht eingestellt worden war. Die Aussetzung führte zu vielen Flugausfällen und Umleitungen in andere deutsche und österreichische Städte, von denen Tausende von Passagieren betroffen waren.

Nach dem Vorfall drehte das Schiff Berichten zufolge nach Osten ab und erreichte innerhalb weniger Tage einen russischen Hafen. Die Besatzung soll mehrheitlich aus Russen bestehen, während der Eigner des Schiffes in einem der baltischen Staaten sitzt. Natürlich können Sie sich hier die neuesten Vorfälle in chronologischer Reihenfolge ansehen:


  1. Der Flughafen München wird nach Drohnensichtungen geschlossen.

  2. Der Flughafen München wird nach Drohnensichtungen wieder geöffnet.

  3. Deutschland drängt nach Drohnensichtungen am Münchner Flughafen auf Genehmigung zum Drohnenabschuss.

  4. Die Start- und Landebahnen des Münchner Flughafens wegen Drohnensichtungen wieder geschlossen.

  5. Der Flughafen München beginnt nach der zweiten Nacht in Folge mit Drohnenstörungen mit der langsamen Wiedereröffnung.

  6. Der Flughafen München war nur die Spitze des Eisbergs: In Deutschland wurden neue Drohnensichtungen gemeldet.



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