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Diskriminierungsklage: Riot Games zahlt 9 Mio. Euro Schadensersatz an über 1000 Mitarbeiter

Riot verpflichtet sich dazu, in Zukunft stärker darauf zu achten, dass eine solche Unternehmenskultur verhindert wird.

Ende des letzten Jahres gerieten die League-of-Legends-Entwickler Riot Games unter Beschuss, weil sie Frauen und weibliche Mitarbeiter zur Unterzeichnung eines Zwangsschlichtungsverfahrens zwangen. Dadurch wurde es dem Unternehmen möglich, die Anschuldigungen von sexueller Diskriminierung am Arbeitsplatz privat regeln zu dürfen - die Mitarbeiter verloren das Recht, ihre Firma im Falle eines strafrechtlichen Delikts zu verklagen.

Das führte dazu, dass die Mitarbeiter aus Protest gegen die Entscheidung einen Streik veranstalteten. Einige Wochen später begann der Bundesstaat Kalifornien damit, Riot wegen dieser anhaltenden Vorwürfe zu untersuchen.

Laut Angaben der LA Times konnte Riot dieses Verfahren nun abwenden, indem sie Klage außergerichtlich beigelegt wurde. Das Unternehmen gesteht den Anklägern eine Entschädigungszahlung in Höhe von 10 Millionen US-Dollar zu.

Dieses Geld geht an all die Frauen, die in den letzten fünf Jahren im Unternehmen tätig waren. Anspruch haben über 1000 Personen, die zwischen November 2014 und dem Datum dieser außergerichtlichen Einigung bei Riot Games gearbeitet haben. Die Regelung schließt auch diejenigen Personen ein, die sich selbst als weiblich ausweisen. Die Höhe der Auszahlung hängt davon ab, wie lange eine Betroffene im Unternehmen beschäftigt war. Festangestellte Mitarbeiter erhalten mehr, als freie Auftragnehmer.

"Wir freuen uns über eine Einigung, dank der die Sammelklage vollständig beigelegt werden kann. Der Vergleich ist ein weiterer wichtiger Schritt nach vorn und zeigt unser Engagement, unseren Werten gerecht zu werden und Riot zu einem integrativen Umfeld für die besten Talente der Branche zu machen", so ein Unternehmenssprecher.

Riot hat sich zudem für die Zukunft verpflichtet, die interne Prozesse mit zusätzlichen Personalinstanzen auszubauen, die sich explizit mit sexueller Belästigung und Meldungen von Diskriminierungen beschäftigen sollen. Das beinhaltet die Überprüfung und Kontrolle sämtlicher Gehaltssysteme, die Überprüfung von Einstellungs- und Beförderungsorganen, die Einstellung eines "Chief Diversity Officers" und die Bildung von Mitarbeitergruppen, um mit den Betroffenen daran zu arbeiten, weitere Vorbeugepraktiken zu etablieren.

Nicht alle Mitarbeiter sind mit dieser Entwicklung zufrieden, wie eine aktuelle Mitarbeiterin von Riot Kotaku gegenüber bestätigte: "Es ist großartig, dass Riot beschlossen hat, Frauen für den Missbrauch zu entschädigen, den sie hier erlitten haben, aber ihre Rhetorik über 'Heilen und nach vorne blicken' lässt zu wünschen übrig", sagte die Mitarbeiterin. "Es ist schwierig, etwas heilen zu lassen und weiterzumachen, wenn wir mit der Realität konfrontiert werden, dass Riot es letztendlich vorzieht, die Frauen, die noch hier sind, für die Mühe zu bezahlen, weiterhin mit mutmaßlichen Missbrauchern zusammenzuarbeiten."

Der Anwalt der Kläger, Ryan Saba, zeigte sich angesichts dieser Einigung jedoch deutlich zuversichtlicher: "Dies zeigt, dass Riot es ernst meint, die Unternehmenskultur zu verändern." Haltet ihr das für eine angemessene Antwort von Riot und wie denkt ihr über die Vorbehalte der Beschäftigten?

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