Die Zahl der Todesopfer im Sturm Südostasiens nähert sich 700, vollständiges Ausmaß der Katastrophe offenbart
Der Sturm, der ungewöhnlich in der Straße von Malakka entstand, brachte eine Woche mit sintflutartigem Regen und heftigen Winden nach Indonesien, Thailand und Malaysia.
Rettungsteams im Westen Indonesiens arbeiteten am Montag daran, Straßen wieder zu öffnen, die von Erdrutschen und Überschwemmungen begraben waren, da klareres Wetter das wahre Ausmaß eines seltenen tropischen Sturms offenbarte, der in ganz Südostasien fast 700 Menschen getötet hat.
Der Sturm, der ungewöhnlich in der Straße von Malakka entstand, brachte eine Woche mit sintflutartigem Regen und heftigen Winden nach Indonesien, Thailand und Malaysia. Indonesien verzeichnete bisher die höchste Zahl der Toten, mit 502 Toten und 508 weiterhin Vermissten, laut offiziellen Zahlen. In Thailand wurden 176 Todesopfer gemeldet, während drei Menschen in Malaysia ums Leben kamen.
In Palembayan, West-Sumatra, verbrachten die Bewohner den Vormittag damit, durch Schlamm zu graben, Bäume umgerissen und eingestürzte Dächer zu graben, in der Hoffnung, Dokumente, Motorräder und noch unversehrte Wertgegenstände wiederzufinden. Pickup-Trucks bewegten sich langsam durch die Trümmer und transportierten Freiwillige und Familien, die nach vermissten Angehörigen suchten.
Indonesien, Thailand und Malaysia
Die indonesische Nationale Katastrophenbehörde teilte mit, dass mehr als 28.000 Häuser beschädigt und 1,4 Millionen Menschen betroffen sind. Präsident Prabowo Subianto bereiste am Montag die drei schwer betroffenen Provinzen, lobte die lokale Widerstandsfähigkeit und versprach, wichtige Straßen, Brücken und Telekommunikation "so schnell wie möglich" wiederherzustellen.
Thailand befindet sich ebenfalls in der Wiederherstellungsphase. Die Überschwemmungen in acht südlichen Provinzen haben rund 3 Millionen Menschen betroffen, wobei Songkhla die höchsten Verluste erlitten hat. Hat Yai, ein bedeutendes Handelszentrum, erlebte den stärksten eintägigen Niederschlag seit 300 Jahren. Premierminister Anutin Charnvirakul hat ein Ziel von sieben Tagen gesetzt, damit die Bewohner nach Hause zurückkehren können.
Malaysia hingegen hat immer noch 11.600 Menschen in Evakuierungszentren und bereitet sich auf mögliche neue Überschwemmungswellen vor. Der Sturm folgt auf monatelanges intensives Wetter in der Region, darunter Taifune auf den Philippinen und in Vietnam. Wissenschaftler warnen, dass der Klimawandel extreme Ereignisse wie dieses wahrscheinlich immer häufiger machen wird.
