Die Washington Post entlässt Hunderte durch umfassende Redaktionskürzungen: "Es ist ein absolutes Blutbad"
Das Nachrichtenmedium entließ am Mittwoch Hunderte von Mitarbeitern, was etwa ein Drittel der Belegschaft betraf, und schaffte unter anderem die Sportabteilung ab.
Die Washington Post entließ am Mittwoch Hunderte von Mitarbeitern, was etwa ein Drittel ihrer Belegschaft betraf, was der ehemalige Chefredakteur Martin Baron als einen der dunkelsten Tage in der Geschichte der Zeitung bezeichnete (laut The Washington Post). Mitarbeiter, die wochenlang vor Kürzungen Angst hatten, bezeichneten die Entscheidung als ein "absolutes Blutbad", da ganze Bereiche abgebaut oder reduziert wurden.
Chefredakteur Matt Murray sagte den Mitarbeitern, die Entlassungen seien Teil eines "strategischen Neustarts", der darauf abziele, die Zukunft der Zeitung in einer zunehmend wettbewerbsintensiven Medienlandschaft zu sichern. Zu den Änderungen gehören die Auflösung des aktuellen Sportredakts, Kürzungen bei der internationalen und lokalen Berichterstattung, die Abschaffung des Buchbüros und die Aussetzung des täglichen Nachrichtenpodcasts Post Reports, während eine reduzierte Anzahl ausländischer Büros mit Fokus auf nationale Sicherheit beibehalten wird.
Die Kritik richtete sich schnell gegen den Eigentümer Jeff Bezos und den Verleger Will Lewis, wobei entlassene Mitarbeiter und Gewerkschaftsvertreter der Führung vorwarfen, eine wichtige amerikanische Institution ausgehöhlt zu haben. Baron verurteilte scharf Bezos' jüngste redaktionelle Entscheidungen und das, was er als "widerliche Bemühungen bezeichnete, sich bei Präsident Donald Trump einzuschmeicheln", und argumentierte, sie hätten die Glaubwürdigkeit der Zeitung beschädigt und ihr Hunderttausende Abonnenten gekostet.
Von den Entlassungen betroffene Arbeitnehmer bleiben bis zum 10. April auf der Gehaltsliste und erhalten sechs Monate Krankenversicherung. Die Washington Post Guild erklärte, die Kürzungen seien nicht unvermeidlich und warnten, dass sie die Mission der Zeitung, die Macht zur Rechenschaft zu ziehen, schwächen würden. Die Gewerkschaft organisiert am Donnerstag eine Protestaktion vor dem Washingtoner Hauptsitz der Zeitung...
