Die Vereinigten Staaten und China weigern sich, die internationale militärische KI-Erklärung zu unterzeichnen
Nur 35 Länder unterstützen unverbindliche Prinzipien zum verantwortungsvollen Einsatz künstlicher Intelligenz im Krieg.
Die Vereinigten Staaten und China lehnten es am Donnerstag ab, eine gemeinsame Erklärung zum militärischen Einsatz künstlicher Intelligenz zu unterzeichnen, was tiefe Spaltungen darüber unterstreicht, wie (oder ob) sich rasch entwickelnde KI-Technologien im Krieg steuern sollten. Die Entscheidung fiel auf dem Gipfel "Responsible AI in the Military Domain " (REAIM) in A Coruña, Spanien (über Reuters), wo nur 35 der mehr als 80 teilnehmenden Länder einen unverbindlichen Grundsatz befürworteten.
Die Erklärung konzentriert sich darauf, Menschen für KI-gesteuerte Waffen zur Rechenschaft zu ziehen, klare Befehlsstrukturen sicherzustellen und Transparenz bei Aufsichtssystemen zu fördern, wo immer möglich. Befürworter argumentieren, dass diese Schutzmaßnahmen zunehmend dringend werden, da sich KI-Fähigkeiten schneller entwickeln als Regeln, die deren Nutzung kontrollieren sollen, was Befürchtungen vor Unfällen, Fehlkalkulationen oder unbeabsichtigten Eskalationen in zukünftigen Konflikten weckt.
Doch die angespannten Beziehungen zwischen Washington und den europäischen Verbündeten, kombiniert mit einer breiteren geopolitischen Rivalität, ließen viele Regierungen zögern, sich zu verpflichten. Beamte beschrieben ein strategisches Dilemma: Sich selbst einzuschränken könnte bedeuten, dass sie hinter Rivalen zurückfallen, die weniger Einschränkungen haben. Während Länder wie Frankreich, Deutschland, Großbritannien und die Ukraine sich anschlossen, zeigte das Fehlen der beiden größten Militärmächte der Welt, wie schwierig es bleibt, einen globalen Konsens über KI im Krieg zu schaffen, selbst auf Prinzipien, die keine rechtliche Kraft haben...
