Die ukrainische Wirtschaft wuchs 2025 trotz Krieges um 1,8 %
Der private Konsum trieb das dritte Jahr in Folge der Erholung voran.
Die Wirtschaft der Ukraine wuchs im Jahr 2025 um 1,8 % und erreichte laut Daten des Internationalen Währungsfonds und nationalen Statistiken ein nominales BIP von 209,7 Milliarden US-Dollar.
Das Wachstum wurde größtenteils durch den privaten Konsum angetrieben, der den größten Beitrag zur Gesamtwirtschaft leistete. Die Haushaltsausgaben stiegen um 7,5 %, während der Staatskonsum ebenfalls zunahm, unterstützt durch eine flexible Fiskalpolitik während des Krieges.
Das BIP pro Kopf stieg auf 6.382 US-Dollar, gegenüber 5.719 US-Dollar im Jahr 2024, was eine allmähliche Erholung trotz des anhaltenden Konflikts mit Russland widerspiegelt.
Auch die Investitionen stärkten sich, wobei die Anlagekapitalbildung um 10,9 % stieg, insbesondere in Verteidigung und Landwirtschaft. Die Exporte bremsten jedoch das Wachstum aufgrund schwächerer Ernten, geringerer industrieller Nachfrage und Energieknappheit, während die Importe stark anstiegen, um Verteidigungsbedarf und Infrastrukturreparaturen zu decken.
Die Nationalbank der Ukraine erwartet, dass die Erholung 2026 fortgesetzt wird, mit einer weiteren Expansion von 1,8 %, unterstützt durch Wiederaufbaumaßnahmen, erhöhte Investitionen und eine engere europäische Integration.
Dennoch bleibt der Ausblick äußerst ungewiss, da der Verlauf des Krieges, die Abhängigkeit von externen Mitteln und die breitere geopolitische Instabilität erhebliche Risiken für nachhaltiges Wachstum darstellen.
