Die EU verspricht 620 Millionen Euro zur Unterstützung der Wiederherstellung und humanitärer Bedürfnisse Syriens
Die Europäische Union wird Syrien in den Jahren 2026 und 2027 etwa 620 Millionen Euro (722 Millionen US-Dollar) finanzieren.
Die Europäische Union wird Syrien in den Jahren 2026 und 2027 etwa 620 Millionen Euro (722 Millionen US-Dollar) zur Unterstützung des Wiederaufbaus, bilateraler Hilfe und humanitärer Hilfe bereitstellen, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Freitag während eines Besuchs in Damaskus.
In der syrischen Hauptstadt sagte von der Leyen, das Ausmaß des Wiederaufbaubedarfs sei nach Jahren des Konflikts und wirtschaftlichen Zusammenbruchs unter dem ehemaligen Präsidenten Baschar al-Assad überwältigend. Sie sagte, die EU-Finanzierung werde sich auf den Wiederaufbau wesentlicher Dienstleistungen, die Unterstützung von Zivilisten und die Stabilisierung von Gemeinschaften konzentrieren, die sich aus mehr als einem Jahrzehnt Krieg erholt haben.
Die Ankündigung erfolgt, nachdem die EU im vergangenen Jahr ihre langjährigen Wirtschaftssanktionen gegen Syrien nach dem Sturz Assads aufgehoben hatte – ein Schritt, der die Tür für eine erneute Zusammenarbeit mit Damaskus öffnete. Von der Leyen sagte, Brüssel wolle nun die Gespräche über ein Kooperationsabkommen mit Syrien wieder aufnehmen und plant, eine neue politische Partnerschaft zu starten, einschließlich hochrangiger diplomatischer Treffen in der ersten Hälfte des Jahres 2026.
Gleichzeitig äußerte sie Besorgnis über die erneute Gewalt im Norden Syriens und bezeichnete die jüngsten Zusammenstöße in Aleppo zwischen Regierungstruppen und kurdischen Kämpfern als alarmierend. Von der Leyen betonte, dass ein nachhaltiger Dialog zwischen allen syrischen Parteien dringend notwendig sei, um weitere Instabilität zu verhindern.