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Deutschland verabschiedet ein neues Wehrpflichtgesetz zur Erhöhung der Truppenzahlen: Von 180.000 auf 260.000 bis 2035

Die Reform führt freiwilligen Dienst mit einem Wehrpflicht-Rückstand ein.

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Das deutsche Parlament hat ein umstrittenes Militärdienstgesetz verabschiedet, das darauf abzielt, die Truppenzahl zu erhöhen und NATO-Verpflichtungen einzuhalten, angesichts der gestiegenen Besorgnis über Russland.

Die Reform schafft ein Doppelsystem, bei dem ein besser bezahlter freiwilliger Dienst dazu dient, Rekruten anzuziehen, während die bedarfsorientierte Wehrpflicht aktiviert werden kann, wenn die Zahlen nicht ausreichen.

Die Gesetzgeber müssten dennoch jede Umstellung auf den Zwangsdienst genehmigen, was eine zufällige Auswahl einschließen könnte, falls mehr Personen als erforderlich qualifiziert sind.

Als Reaktion auf Russlands Bedrohung

Die Regierung strebt an, die Bundeswehr bis 2035 auf bis zu 260.000 aktive Soldaten zu erhöhen, gegenüber heute etwa 183.000, und die Reserven auf mindestens 200.000 zu erhöhen.

Männer, die nach dem 1. Januar 2008 geboren wurden, werden einer medizinischen Untersuchung unterzogen, sobald die Leistungsfähigkeit es zulässt. Sowohl Männer als auch Frauen werden gebeten, ihre Bereitschaft zum Dienst zu erklären, aber nur Männer müssen antworten.

Berlins Schritt steht im Einklang mit einem breiteren europäischen Trend, da Länder wie Frankreich, Italien und Belgien den freiwilligen Dienst ausweiten und nordische Staaten die Wehrpflicht als Reaktion auf Russlands Bedrohung verstärken.

Deutschland verabschiedet ein neues Wehrpflichtgesetz zur Erhöhung der Truppenzahlen: Von 180.000 auf 260.000 bis 2035
Deutschland // Shutterstock


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