Deutschland treibt einen "Zwei-Gang"-EU-Plan zur schnellen Verteidigungsintegration voran: Zweck und beteiligte Länder
Berlin schlägt eine Kerngruppe großer Volkswirtschaften vor, um langsame Konsensregeln zu umgehen.
Deutschland führt einen Vorschlag an, eine "Zwei-Gange"-Europäische Union zu schaffen, die es einer kleinen Gruppe führender Volkswirtschaften ermöglichen würde, die Verteidigungszusammenarbeit und die Industriepolitik zu beschleunigen, ohne auf die einstimmige Zustimmung aller 27 Mitgliedstaaten zu warten. Finanzminister Lars Klingbeil schloss sich Frankreich, Polen, Spanien, Italien und den Niederlanden an und startete das sogenannte "E6"-Format, das gemeinsame Maßnahmen beschleunigen soll, da die geopolitischen Spannungen zunehmen.
In einem Brief an seine Gegenstücke argumentierte Klingbeil, Europa müsse widerstandsfähiger werden und die Verteidigungsausgaben sowohl als Sicherheitspriorität als auch als Wirtschaftswachstumsmotor betrachten. Die Agenda umfasst die Förderung militärischer Investitionen, die Stärkung des Euro, die Sicherung von Rohstoffen und die Förderung einer Spar- und Investitionsunion. Deutsche Beamte formulierten die Initiative als flexibel und potenziell offen für andere, obwohl Kritiker warnen, dass sie die Spaltungen innerhalb des Blocks vertiefen könnte.
Dieser Schritt erfolgt parallel zu Deutschlands eigener militärischer Expansion und einer Welle bilateraler Verteidigungspartnerschaften. Berlin plant, 2026 82,69 Milliarden Euro (98,9 Milliarden US-Dollar) für die Streitkräfte sowie 25,5 Milliarden Euro (30,5 Milliarden US-Dollar) aus einem Sonderfonds bereitzustellen und gleichzeitig eine engere Zusammenarbeit mit Italien und Polen in den Bereichen Luftverteidigung, Drohnen und gemeinsame Fähigkeiten zu verfolgen....
