Gamereactor



  •   Deutsch

Gamereactor
Weltnachrichten

David Szalay gewinnt den Booker Prize | Literatur

Der renommierte britische Literaturpreis geht an die britisch-ungarische Autorin.

HQ

Wenn Sie die Verleihung des Booker Prize verfolgen, kennen Sie David Szalay vielleicht aus den Vorjahren. Dieses Mal hat er endlich den diesjährigen Booker Prize für seinen Roman Flesh mit nach Hause genommen, den die Jury als "außergewöhnlich" und "ein ganz besonderes Buch" bezeichnet.

Für diejenigen, die mit dem Buch nicht vertraut sind: Die Geschichte folgt Istvan, einem rätselhaften und emotional distanzierten Mann, durch verschiedene Phasen seines Lebens, von einer ungarischen Wohnsiedlung bis in die Welt der Londoner Ultrareichen.

"Was uns an Flesh besonders gefallen hat, war seine Einzigartigkeit", sagt Roddy Doyle, Vorsitzender der Jury. "Es ist ein düsteres Buch, aber wir alle fanden es eine Freude zu lesen." Die Schauspielerin Sarah Jessica Parker fungierte ebenfalls als Jurorin, und der Roman wurde von Dua Lipa und Stormzy unterstützt, die bei der Zeremonie einen Ausschnitt für einen Kurzfilm aufnahmen.

Flesh: A Novel

Juroren und Kritiker loben Szalays reduzierten Stil und die Verwendung von Weißraum gleichermaßen. Doyle hebt hervor, wie das Buch Trauer auf ein paar leeren Seiten vermittelt und beschreibt die Dialoge, oder deren Abwesenheit, als "großartig".

Flesh wird als "eine Meditation über Klasse, Macht, Intimität, Migration und Männlichkeit" beschrieben und bietet ein fesselndes Porträt der prägenden Erfahrungen eines Mannes. Szalay, der bereits 2016 für den Booker für All That Man Is nominiert war, gab zu, dass er sich nach dem Sieg ein wenig benommen fühlte.

Er sammelte 50.000 Pfund für den Preis, den renommiertesten Belletristikpreis Großbritanniens. Die Jury verbrachte mehr als fünf Stunden mit Beratung, bevor sie einstimmig zustimmte, dass Flesh unter den anderen Shortlist-Romanen, darunter Werke von Susan Choi, Kiran Desai, Katie Kitamura, Ben Markovits und Andrew Miller, hervorsticht.

David Szalay gewinnt den Booker Prize | Literatur
David Szalay // Shutterstock


Lädt nächsten Inhalt