Die Krankheit bekannt als Chikungunya-Risiko breitet sich in Europa aus, da sich das Klima erwärmt, warnt eine Studie
Wissenschaftler sagen, dass steigende Temperaturen und invasive Mücken es dem tropischen Virus ermöglichen könnten, sich in 29 Ländern auszubreiten.
Eine unerträgliche Tropenkrankheit namens Chikungunya könnte laut einer neuen Studie nun in den meisten Teilen Europas übertragen werden. Forscher fanden heraus, dass steigende Temperaturen im Zusammenhang mit dem Klimawandel die Schwelle für die Virusübertragung durch die invasive asiatische Tigermücke gesenkt haben, wodurch Infektionen für mehr Monate im Jahr möglich sind, darunter bis zu zwei Monate im Südosten Englands.
Das Virus, das erstmals 1952 in Tansania identifiziert wurde, verursacht starke Gelenkschmerzen, die Monate oder sogar Jahre andauern und in gefährdeten Gruppen tödlich sein können. Große Ausbrüche erschossen Frankreich und Italien im Jahr 2025, wobei allein in Frankreich mehr als 800 Fälle gemeldet wurden. Wissenschaftler sagen, dass Europa sich etwa doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt erwärmt, was die nordwärts ausbreitende Mückenart beschleunigt, die für die Übertragung verantwortlich ist.
Die Studie, veröffentlicht im Journal of the Royal Society Interface, ergab, dass die Mindesttemperatur für die Übertragung zwischen 13 °C und 14 °C liegt, deutlich niedriger als bisherige Schätzungen. Das bedeutet, dass Teile Spaniens, Portugals, Italiens und Griechenlands mit mehr als sechs Monaten möglicher Übertragung pro Jahr konfrontiert sein könnten, wobei mehrere mittel- und westeuropäische Länder für drei bis fünf Monate jährlich gefährdet sind.
Experten warnen, dass ohne stärkere Mückenbekämpfung die Ausbrüche wahrscheinlich größer werden, wenn die Winter milder werden und nicht mehr als natürlicher "Brandschutz" wirken. Obwohl es teure Impfstoffe gibt, betonen Gesundheitsbehörden, dass die Verhinderung der Mückenzucht und das Vermeiden von Bissen weiterhin die wirksamsten Schutzmaßnahmen sind...
