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Kritiken
Curse of the Dead Gods

Curse of the Dead Gods

Seid vorsichtig, dass euch dieses neue Roguelite nicht verflucht.

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Curse of the Dead Gods ist ein Action-Roguelite, das uns tief in von Monstern besiedelte Dungeons vordringen lässt, um die im Inneren herrschenden Übel zu stellen. Der Titel kombiniert einige der besten Elemente von Spielen wie Hades, Darkest Dungeon und Dead Cells miteinander, fügt dem Genre aber nichts Eigenes hinzu. Das Ergebnis ist aufgrund der bekannten Vorlagen aber eine insgesamt vertraute Spielerfahrung, die manchmal nur etwas langweilig und uninspiriert wirkt.

Den Titel habe ich bereits vor einem Jahr im Early Access gespielt und deshalb habe ich mir für diese Kritik die Nintendo-Switch-Version angesehen, die dem Gameplay eine gewisse Intimität hinzufügt, die dem PC fehlt. Auf Nintendos Hybridkonsole lief das Spiel abgesehen von sporadisch auftretenden Rucklern mit der Bildrate, die verlässlich auftreten, sobald der Bildschirm mit vielen Feinden gefüllt wird, ziemlich reibungslos. Ansonsten gibt es keine Änderungen, ihr bekommt also kein Super-Mario-Kostüm oder so etwas.

Es gibt generell keine kosmetischen Anpassungsoptionen, deshalb arrangiert ihr euch besser mit dem zentralen Kunststil, der mich vor allem an Darkest Dungeon erinnert. Ich mag den Stil sehr, denn er trägt für mich zum gotischen Mysterium bei, den das Spiel darzustellen versucht. Diese Einflüsse finden sich letztlich auch in den Waffenporträts des Spiels wider, die ein bedrohliches Gefühl vermitteln.

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Die tieferliegenden Ebenen sind relativ dunkel, deshalb solltet ihr ganz genau auf eure Umgebung achten.

Zu Beginn des Spiels werden wir von einem Hub-Bereich empfangen, der als Sprungbrett in verschiedene Dungeons fungiert. Im Shop kommen drei unterschiedliche Währungen zum Einsatz, die wir von Feinden, Bossen und abgeschlossenen Missionen erhalten. Ihr bekommt an diesem Ort permanente Upgrades für euren Charakter, schaltet neue Waffen frei und verbessert die Chance auf seltene Gegenstände in euren nächsten Spieldurchläufen. Nachdem ihr euch für ein Waffenset entschieden habt, könnt ihr direkt ins nächste Abenteuer springen.

Zu Beginn stehen drei Dungeons mit je einem Champion zur Verfügung, später könnt ihr Herausforderungen mit zwei oder drei Bossen probieren. Ich würde sagen, dass die normalen Tempel alle ähnlich herausfordernd ausfallen und allesamt machbar sind. Die Mehr-Boss-Varianten sind hingegen echt knifflig. Insgesamt ist die Schwierigkeitskurve zugänglich, denn ihr werdet nicht ins tiefe Wasser geworfen und sollt sofort schwimmen können.

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Es gibt drei Arten von Leveln mit jeweils eigenen Feinden, Bossen und Fallen. Obwohl diese Auswahl natürlich für eine gewisse Abwechslung und Wiederspielbarkeit sorgt, sind sich die Tempel sowohl im Thema als auch in der Raumaufteilung insgesamt zu ähnlich, wodurch sich die Erfahrung schnell wiederholt. Daher wirken die Spieldurchläufe gerade zu Beginn leider alle recht gleich, obwohl das Problem etwas nachlässt, sobald ihr mehr Gegenstände freigeschaltet habt.

Obwohl die Tempelumgebungen wie gesagt mit der Zeit etwas langweilig werden können, ist das Gameplay stets interessant und spaßig. Der Kampf ist langsamer als die frenetischen Begegnungen eines Hades, denn die Gefechte ähneln eher dem langsamen und methodischen Kampf von Dark Souls. Die Spielgeschwindigkeit intensiviert sich jedoch, sobald ihr weitere Waffen und Upgrades freigeschaltet habt, was das Gefühl des Fortschreitens unterstützt. Die Waffen sind vielfältig, da ihr unter anderem mit Speeren, Dolchen, Peitschen und Hämmern in den Kampf ziehen könnt. Sie erscheinen nach dem Kauf im Hub-Store zufällig in Spieldurchläufen, zusammen mit der Möglichkeit von Zusatzeffekten wie Feuer oder kritischem Schaden.

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Die Flüche hebeln die Zufälligkeit des Roguelites etwas aus, allerdings enden lange Spieldurchläufe meist auf die gleiche Art und Weise.

Der wahrscheinlich einzigartigste Teil von Curse of the Dead Gods ist sein Fluchsystem. Euer Fluchlevel steigt jedes Mal etwas an, sobald ihr durch eine Tür getreten seid und es kann an Altären gegen Waffen und Artefakte gehandelt werden. Das verleiht dem Spiel ein gewisses Maß an Strategie, da ihr auf lange Sicht davon profitieren werdet, wenn ihr wisst, wann es sich am ehesten lohnt, etwas von eurer geistigen Gesundheit zu opfern. Steigt eure Fluchstufe auf den Wert 100, bekommt ihr einen Fluch.

Jeder Dungeon hat eine Reihe einzigartiger Flüche, sowie einen allgemeinen Pool an Debuffs und Buffs, die strategische Zwickmühlen bereithalten. Das reicht vom Umstand, dass eure Taschenlampe irgendwann kein Licht mehr liefert, bis hin zur passiven Erhöhung eures Fluchlevels beim Abschließen eines Raums. Es ist ein unterhaltsames System, das die Vielfalt zwischen den Läufen erhöht. Leider erwartet euch auf kurz oder lang immer der gleiche Fluch, der verhindert, dass ihr euch zu lange in den Dungeons umschaut und euren Run mit ziemlicher Sicherheit zu einem Ende bringt.

Insgesamt ist Curse of the Dead Gods ein ziemlich okayes Spiel, obwohl es nichts Eigenes auf den Tisch bringt. Es kombiniert die Eigenschaften, die andere Roguelites hervorgebracht haben und fügt eine gewisse strategische Tiefe hinzu. Ich wünschte nur, dass es mehr Wiederspielbarkeit gäbe, da die drei aktuell enthaltenen Umgebungen mit all ihren Feinden, Fallen und Bossen schnell abgestanden sind, was die Langlebigkeit des Titels erheblich verkürzt. Als Pick-Up-and-Play-Erlebnis würde ich es dennoch empfehlen.

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06 Gamereactor Deutschland
6 / 10
+
ein vertrautes Gameplay-Gerüst, abwechslungsreiche Waffen, strategische Tiefe im Kampf und beim Fluchsystem.
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oft spielerisch langweilig und uninspiriert, mangelnde Wiederspielbarkeit. Umgebungen, Feinde und Bosse ähnlich sich zu stark.
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt

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