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Kritiken
Crucible

Crucible

Amazon hat endlich die Arena mit seinem ersten wettbewerbsfähigen Actionspiel betreten, allerdings stehen sie vielleicht bald alleine da.

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Es hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert, bis ich endlich mein vorerst letztes Match in Crucible spielen konnte. Das hier ist der neue Helden-Shooter von Amazons eigenem Team Relentless Studios, der Ende Mai erschien. Bevor ich diese Kritik schreiben wollte, hätte ich gerne noch ein paar schnelle Runden gespielt, aber das erste Match wurde während des Ladevorgangs abgebrochen und Partie #2 begann erst nach 20 Minuten Wartezeit. Man kann also davon ausgehen, dass die Server nicht unbedingt ausgelastet sind.

Dabei hätte alles anders kommen können. Crucible ist eine nennenswerte Investition von Amazon und die Entwickler hinter diesem Project bringen Erfahrung mit. Aber es ist scheinbar so viel schief gelaufen, dass der AAA-Shooter schon Wochen nach der Veröffentlichung strauchelt und aus Steams Liste der meistgespielten Spiele verschwunden ist.

Hierbei handelt es sich um einen Sci-Fi-Shooter, der aus der Schulterperspektive gespielt wird. Es gibt viele verrückte Charaktere und obwohl einige Designs ein wenig generisch sind, hat die Truppe insgesamt durchaus eine Menge Persönlichkeit. Irgendwo verbirgt sich auch eine Geschichte, die uns erklärt, warum sich verrückte Aliens und grimmige Menschen in dieser Welt gegenseitig über den Haufen schießen, aber das gerät schnell in Vergessenheit. Das Spiel hat mir jedenfalls keinen Grund gegeben, meine Kenntnisse diesbezüglich noch einmal aufzufrischen.

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CrucibleCrucible
Das Spiel ist gerade in der "Vorsaison" mit freiem Zugang und weitere Inhalte sind geplant.

Es gibt ein solides Tutorial, das die Steuerung schnell erlernt. Allzu komplex wird es dabei nicht - wir rennen, springen, sprinten und ballern. Uns stehen eine Reihe verschiedener Feuermodi zur Verfügung und einige davon sind auf interessante Weise mit unserer Hauptwaffe verknüpft. Sazan muss beispielsweise zwischen automatischem Gewehr und Schrotflinte wechseln, sonst stirbt sie. Jede ihrer Waffen hat einen Timer und erreicht der null, fliegt sie in die Luft. Ich mochte sie und ich mochte auch Ajonah und ihre Scharfschützengewehr-Enterhaken-Kombo.

Die Charaktere haben nicht nur ihre eigenen Waffen, sie bewegen sich auch unterschiedlich zueinander. Tosca ist eine katzenartige Kreatur, die wie eine Soccer-Mom klingt und beim Laufen wie ein leichtfüßiger Hase hoppelt. Der Sprint jedes Charakters hat einen Cooldown, doch häufig sind wir gefühlt zu langsam unterwegs. Diese relative Langsamkeit wird durch unser Ableben noch verstärkt, denn beißt man ins Gras, spawnt unser Kämpfer nach einer kurzen Wartezeit am Rand der Karte und muss dann erneut über die ganze Karte zum Zentrum der Action laufen, hüpfen oder sich hangeln. Wenn man die Größe der einzelnen Arenen bedenkt, bedeutet das ein paar sichere Gähner.

Sind wir endlich wieder in der Kampfzone angelangt, sind die Kämpfe schnell und wild und üblicherweise ebenso flink wieder vorbei, wenn ihr nicht alle Tricks eurer Spielfigur ausnutzt. Das Ballern macht Spaß, aber den meisten Knarren fehlt es an Wumms, gerade im Vergleich zu anderen Shootern. Wir bekommen viele Gelegenheiten, um unser eingeschränktes Arsenal auf die Probe zu stellen, denn der Planet ist voller außerirdischer Flora und Fauna, die darauf aus ist uns zu töten. Wenn ihr jemals Creeps in League of Legends getötet habt, wisst ihr schon ziemlich genau, was euch hier erwartet.

Das MOBA-Design ist überall zu spüren - nicht nur bei den Tieren, die wir töten, um "Essenz" zu ernten. Während des Matches levelt jeder Spieler auf und bekommt verbesserte Fähigkeiten, sobald man die Essenz an speziellen Stationen abgeliefert hat oder genügend Viecher gekillt hat. Es lohnt sich zusammenzuarbeiten, aber die Upgrades selbst haben für mich kaum einen Unterschied gemacht, wie ich bestimmte Situationen selbst angehen will.

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CrucibleCrucible
Sind wir endlich in der Kampfzone angelangt, sind die Kämpfe schnell und wild und üblicherweise ebenso flink wieder vorbei.

Es stehen eine Reihe unterschiedlicher Spielmodi zur Verfügung, darunter der schnellere Domination-Modus Harvester Command, der den kürzlich entfernten Alpha-Hunters-Modus ersetzt hat (ein Dathmatch mit einer Prise Battle Royale). Der wichtigste Modus ist wohl Heart of the Hives in dem zwei Teams um das Recht kämpfen, riesige Alien-Kreaturen zu töten und ihre Herzen zu stehlen. Mir war dieser Modus aber etwas zu langsam und weniger reizvoll, als die weit weniger komplizierten anderen Modi. Das Spiel ist gerade in der "Vorsaison" mit freiem Zugang und weitere Inhalte sind geplant, darunter neue Modi, Charaktere und natürlich Ausrüstungsgegenstände kosmetischer Natur.

Dieser Ort könnte jedoch ziemlich einsam sein, bis Relentless Studios mit den neuen Inhalten soweit ist. Die Verbesserungen beim regionalen Matchmaking haben nämlich nur dafür gesorgt, dass es noch länger dauert, überhaupt ein Match zu kommen. Das Tempo der Action ist auch einfach zu langsam, weshalb sich Crucible insgesamt so anfühlt, als würde ich mehr Zeit damit verbringen, mich auf den Weg zum Spaß zu machen, als tatsächlich welchen zu haben. Dass es keine guten Werkzeuge zur In-Game-Kommunikation gibt, macht es nicht besser und verhindert echtes Teamwork.

Das Charakter-Design ist solide, das Sci-Fi-Setting funktioniert und einige der Fähigkeiten sind wirklich interessant. Man muss allerdings auch sehen, dass vieles von dem, was Crucible jedoch versucht zu tun, anderswo schon irgendwie besser umgesetzt wurde. Es brodeln einige gute Ideen unter der Oberfläche, aber ohne drastische Veränderungen (und zwar schnell) werden eine Handvoll verrückter Charaktere und das Versprechen auf mehr nicht reichen, um die Spieler bei Laune zu halten.

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CrucibleCrucible
Der AAA-Shooter strauchelt schon Wochen nach der Veröffentlichung und verschwindet aus Steams Liste der meistgespielten Spiele.
05 Gamereactor Deutschland
5 / 10
+
einige lustige Charakterdesigns und Fähigkeiten, die Schlachten können dank der Mischung aus Fähigkeiten und Waffen wirklich aufregend sein.
-
Es dauert zu lange, um in ein Spiel einzusteigen. Das Tempo der Spiele kann sich zu langsam anfühlen, nicht genug Chat-Funktionen im Spiel vorhanden, das Gunplay hätte wirkungsvoller ausfallen können.
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