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Conan Unconquered

Conan Unconquered

Wie schlägt sich Conan als Echtzeitstratege? Nun, dafür hat sich der Barbar ja die Experten von Petroglyph geholt...

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Funcom hält die Rechte am Barbaren Conan fest in der eigenen Hand und deshalb vertreiben sie Petroglyphs Strategietitel Conan Unconquered. Der Publisher hat uns kürzlich Mutant Year Zero: Road to Eden beschert und lange davor eines meiner liebsten Adventure-Games - The Longest Journey. Petroglyph sind Veteranen, die schon an Star Wars: Empire at War und Command & Conquer gearbeitet haben. Jetzt machen sie sich zusammen mit dem wütenden Hünen auf den Weg ins Genre der Echtzeitstrategie.

In Conan Unconquered ist die Story komplett vom Rest des Spiels getrennt. Die Geschichte wird durch einen Comic erzählt, der gesondert vom Hauptmenü aus angewählt wird. Während wir uns durch die sechs Szenarien spielen, schaltet das Spiel weitere Seiten frei. Thematisch hängt das beides aber nur lose zusammen, denn wir gegen Feinde kämpfen, die im Comic zu sehen sind. Der Geschichte ist deshalb nur schwer zu folgen, weil wir ja ständig wieder zurück ins Hauptmenü müssen, um weiterzulesen. Eine Zusammenfassung zwischen den Missionen hätte sicher mehr Sinn ergeben.

Das Interface ist noch dazu nicht gerade nutzerfreundlich: In den Comics können wir bis zu dreimal zoomen, aber wenn der Cursor aus Versehen nicht mehr über der Seite schwebt, sind wir plötzlich wieder in der Übersicht. Vor Conan Exiles wusste ich gar nicht, wie frustrierend lesen am Computer sein kann... Insgesamt wird die Geschichte ein wenig zu unkonzentriert und recht kurz vorgetragen - wegen der Story solltet ihr euch das Spiel also sicher nicht kaufen.

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Conan UnconqueredConan Unconquered
Die Spielbalance haben die Entwickler wirklich schön hinbekommen, allerdings ähneln sich die Matches einander insgesamt zu stark.

Die Erzählstruktur mag zu wünschen übrig lassen, doch bei den Mechaniken und der Spielbalance glänzt Conan Unconquered. Dieses Echtzeitstrategiespielzieht Inspiration von DOTA und klassischen Horde-Spielmodi, schafft daraus aber etwas ganz Eigenes. Bevor wir eine Mission starten dürfen wir zwischen drei Helden mit unterschiedlichen Fähigkeiten wählen. Natürlich können wir als Conan spielen oder wir entscheiden uns für Valeria oder Kalanthes (die allerdings als kostenpflichtiger DLC angeboten werden). Dass wir zwei der drei Charaktere kaufen müssen, ist schon frech, und es ist leider nicht das Einzige, für das wir extra blechen sollen. Wenn wir nicht noch extra in die Tasche greifen und bezahlen hat das Spiel nicht allzu viel zu bieten - eine herbe Enttäuschung.

Wir beginnen jede Mission auf einer zufällig generierten Karte und müssen unsere Basis gegen Wellen von Gegnern verteidigen. Ihr werdet mehr Erfolg haben, wenn ihr bereits am Anfang versucht eure Wirtschaft ins Rollen bringt und nicht alles auf die Abwehr setzt. Nur dadurch seid ihr in der Lage eure Verteidigung in späteren Runden zu bezahlen, wenn mehrere Wellen aus unterschiedlichen Richtungen heranrollen. Über die Karte zu wandern und ein paar Creeps und Tiere zu erledigen versorgt uns mit zusätzlichen Ressourcen und durch Kämpfe mit Minibossen verdienen wir unseren Helden Fähigkeitspunkte.

Leider findet sich kaum Zeit für echte Erkundungsausflüge, das gilt besonders zwischen den späteren Gegnerwellen. Die Zeit reicht kaum aus, um beschädigte Gebäude wiederaufzubauen und wir hatten nie das Gefühl ausreichend Zeit zum Verschnaufen zu haben (auch weil die Angriffe im Spielverlauf natürlich an Intensität gewinnen). Die erste Welle besteht nur aus Schwertkämpfern und Speerträgern, aber schon bei der nächsten Runde kommen Kavallerie und ein riesiger Skorpion dazu. Wir können oben am Bildschirmrand sehen welche Einheiten uns als Nächstes angreifen werden. Das ist praktisch, um sich ein wenig vorzubereiten, aber zerstört dafür das Überraschungsmoment.

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Conan UnconqueredConan Unconquered
Ein paar frische Inhalte würden dem Spiel schon jetzt guttun...

Wir brauchen in unserer Basis Ressourcen (Nahrung, Holz, Gold und Kommandopunkte), an die gelangen wir durch bestimmte Gebäude, die wir natürlich beschützen und nach Möglichkeit auch ausbauen sollten, um zukünftige Angriffswelle zu überstehen. Außerdem brauchen wir verschiedene Gilden, um an bessere Einheiten und Technologien zu gelangen. Diese Gilden sind überlebenswichtig und sie sind der Grund, warum der Titel ein einziges Rennen gegen die Zeit ist. Die Idee ist eigentlich gut, aber wir haben häufig nichts anderes gemacht, als darauf zu warten, dass diese Gebäude mit ihren Forschungen fertig werden. Schaffen sie das nicht, ist der Kampf irgendwann unweigerlich verloren. Wir können das Spiel zwar jederzeit pausieren, um uns in Ruhe einen Überblick zu verschaffen, aber das nützt beim Gilden-Wartespiel natürlich überhaupt nichts.

Was uns ansonsten noch verwundert hat, waren die endlosen Wellen in der Kampagne. Für diesen nicht enden wollenden Ansturm wurde uns recht wenig Abwechslung geboten. Klar, die Karte ist zufällig generiert, aber das reicht doch nicht mehr aus in 2019. Jeder Durchgang gleicht dem Vorangegangenen und es ist jedes Mal die gleiche Prozedur. Die ersten Wellen sind einfach und erfordern keinerlei Verteidigungsanlagen. Die Wellen sechs bis zehn setzen Mauern und Verteidigungsanlagen voraus. Für die Wellen elf bis 15 brauchen wir dann schon die Technologien der Gilden und so weiter...

Alles wird schnell sehr monoton und dieser Gameplay-Mix ist letztlich alles, was Conan Unconquered zu bieten hat. Selbst wenn man gemeinsam mit einem Freund im Koop-Modus spielen kann - das Spiel bietet für seinen Preis recht wenig. Irgendwie wirkt alles ein wenig übereilt, obwohl das Game eigentlich großartig hätte werden können. Vielleicht sollten Funcom und Petroglyph noch einmal ans Zeichenbrett zurück, denn so bleibt Conan Unconquered, trotz seines Potentials, nur ein mittelmäßiges Spielerlebnis. Eventuell bringen die Add-Ons mehr Abwechslung und Inhalte, dem Grundspiel würde das jedenfalls guttun.

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Conan UnconqueredConan Unconquered
Das Spiel ist ein einziges Rennen gegen die Zeit, dabei hätten wir gerne mal die Gegend erkundet.
06 Gamereactor Deutschland
6 / 10
+
schöne Präsentation, sinnvolle Upgrade-Menüs, intensive Kämpfe.
-
Story wurde schlecht implementiert, Spiel bietet wenig Umfang, repetitive Szenarios, kaum Zeit zum Erkunden.
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ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt