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Call of Duty: WWII

Call of Duty: WWII

Activision führt uns im neusten Ableger ihres explosiven Franchise durch die bekannten Schlachten des zweiten Weltkrieges. Ob Sledgehammmer die Serie wiederbeleben kann?

Vor drei Jahren hat Call of Duty eine drastische Veränderung im Spieltempo und der Atmosphäre durchlebt. Sledgehammer Games hat uns von der taktischen, viel langsameren Geschwindigkeit von Ghosts hin zu einem Spiel mit deutlichem Sci-Fi-Setting à la Halo geführt (Advanced Warfare), in dem Jetpacks und Vertikalität wichtige Faktoren waren. Der Entwicklngszyklus hat sich wieder einmal vollendet und Sledgehammer ist bereit für den nächsten dramatischen Wandel. Diesmal geht es mit voller Kraft zurück zum zweiten Weltkrieg, den die Serie kehrt endlich zum geerdeteren Gameplay ihrer Wurzeln zurück.

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Sledgehammer bietet Veteranen und Einsteigern allgemein genügend Innovationen, um ein neues Abenteuer zu rechtfertigen.

2008 erschien das letzte Call of Duty, das zur Zeit eines Weltkrieges spielte. Treyarch hat sich sehr lange auf dem Erfolg von Infinity Wards Modern Warfare ausgeruht und aus der Marke ein Mehrspieler-Phänomen mit fantastischer, mutiger Story gemacht und mit Nacht der Toten einen eigenen Zombie-Modus eingeführt. Jeder dieser drei Bestandteile legt die Produktionswerte eines eigenen Vollpreisspiels an den Tag und beschäftigt Spieler noch Jahre nachdem sie sich eine Kopie gesichert haben. Sich dem zweiten Weltkrieg zu nähern ist für den verhältnismäßig jungen Call of Duty-Entwickler eine ambitionierte Aufgabe, die sehr leicht auch böse nach hinten gehen könnte, wenn das neue COD wieder nicht überzeugt.

Zuerst wollen wir die schlechte Nachricht aus dem Weg haben; Call of Duty: WWII ist nicht das beste Spiel der Serie - das ist nach wie vor Call of Duty 4: Modern Warfare. Die gute Nachricht? Dieser Titel ist verdammt nahe am zweiten Platz dran. Jeder Aspekt des Spiels ist eine merkbare, elegante Verbesserung von allem, was wir in den letzten fünf Jahren vom Franchise gesehen haben und hier könnten wir endlich den Titel haben, der das Franchise von Grund auf erneuert und mit den Stereotypen der "Hardcore"-Gaming-Community bricht (die den Spielern schon viel zu lange anhaftet).

Seit Call of Duty: WWII angekündigt wurde, wurde die Kampagne als emotionale Erzählung vorgestellt. Wir sollten darin erfahren wie markerschütternd und persönlich die Geschichte eines Soldaten sein kann und was es heißt, zusammen mit Kameraden die Werte zu beschützen, für die das eigene Land einsteht. Und verdammt nochmal, hier liefert das Spiel einfach ab. Den Großteil der Kampagne spielen wir als Ronald "Red" Daniels, einem Mitglied der ersten Infanteriedivision der Vereinigten Staaten während des berüchtigten Längsten Tages an der Küste der Normandie, kurz vor der Befreiung Paris von den Achsenmächten.

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Die Divisionen trennen das Perk-System vom Spiel, allerdings nehmen sie dem Mehrspieler damit auch etwas Varianz.

Es gibt eine Sache die vom Start weg auffällt und das mit welcher Authentizität und Intensität Sledgehammer den Krieg eingefangen hat. In der allerersten Mission werden wir wie die Sardinen in der Dose auf einem Transportboot zusammengepfercht, während über unseren Köpfen furios die Kugeln vorbeirasen. In dem Moment in dem die vordere Landungsklappe auf den Strand sinkt werden aus vertrauten Squad-Mitgliedern blutige Leichen auf dem metallenen Boden. Einige wenige überleben das Gemetzel und die Invasion der Normandie beginnt, doch der Ton bleibt das gesamte restliche Spiel über bestehen.

Die auffälligste Gameplay-Veränderung in der Kampagne von Call of Duty: WWII ist das Entfernen der automatischen Gesundheitsregeneration (das explizit für diesen Modus gilt). Stattdessen wirft uns unser Sanitäter, so wie Elizabeth in Bioshock Infinite, regelmäßig ein Medikit entgegen, das uns mit einer kleinen Verschnaufpause für ein paar Sekunden aus der Action zieht. Diese Heilpakete lassen sich auch abseits des Weges finden, doch es ist schon ziemlich cool sich mit der einen Hand lässig zu heilen, während man Nazis niederschießt.

Neben dem Sanitäter stehen uns noch andere Squad-Mitglieder mit eigenen Fähigkeiten zur Verfügung. Einer versorgt uns regelmäßig mit Munition, während andere Feinde aufdecken (die Gegner werden dann mit einer weißen Silhouette umrahmt) oder uns Rückendeckung geben. Erzielte Kills und Kopfschüsse reduzieren die Abklingzeit dieser Fähigkeiten und wer auf dem Veteran-Schwierigkeitsgrad spielt, wird davon so häufig wie möglich Gebrauch machen wollen. World at War war berüchtigt für seine gnadenlose Herausforderung und Call of Duty: WWII ist ebenso schwierig.

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Der Kriegsmodus fördert Kommunikation und Teamwork, denn alleine reißt man nichts.

Bei Daniels' Reise durch den zweiten Weltkrieg gibt es keine einzelne Mission die gesondert heraussticht, doch das Spieltempo und die Varianz in den Missionstypen ist makellos. Von den Schützengräben-Feuergefechten des Starts bis hin zum Rückzug der Achsenmächte gibt es etliche unterschiedliche Missionen, die sich deutlich vom gleichförmigen Stellungskampf unterscheiden. In einer müssen wir fliehenden Nazis hinterher, in einer anderen schleichen wir im Schutz der Dunkelheit durch ein von Feinden besetztes Dorf. Jede Mission hat dem Gesamtgericht der Kampagne etwas Schmackhaftes hinzugefügt.

Eine besondere Wertschätzung verdient die Mission in der ersten Hälfte der Geschichte, die uns in die Rolle der französischen Frau Rousseau steckt. Unser Ziel mit ihr ist es ein Nazi-Büro in Paris zu infiltrieren und dabei mit einem Doppelagenten zusammenzuarbeiten, während wir Sprengstoff und die Reiseunterlagen eines hohen Nazi-Tiers herumtragen. In dieser Mission müssen wir unsere persönlichen Informationen verinnerlichen, um unsere Tarnung als weiblicher Nazi-Offizier aufrechtzuerhalten. Regelmäßige Überprüfungen und optionale Dialogoptionen geben uns viele hilfreiche Informationen und sorgen zum ersten Mal in der Geschichte des Call of Duty-Franchise dafür, dass man sich involviert fühlt. Die einzigen Skrupel die wir hier haben ist die Schwierigkeit der Fragebögen, denn obwohl wir auf Veteran spielen sind die Fragen so anspruchslos, wie der Rekrut-Modus.

Doch lassen wir die Kampagne hinter uns und kommen zu dem, worin mit großem Abstand die meiste Spielzeit eingeht: Den Multiplayer. Dort gibt es einige wichtige Neuerungen, die Mehrspieler-Veteranen überraschen werden. Zuerst einmal wäre da das sogenannte Hauptquartier, ein sozialer Hub im Stile der Farm aus Destiny 2. Dort laufen die Spieler in der Third Person-Perspektive herum und können mit anderen Personen interagieren, mit NPCs über Herausforderungen sprechen und Eins-gegen-Eins-Duelle starten. Wir dürfen das Hauptquartier frei erkunden während wir ein Match suchen und neue Waffen ausprobieren. Natürlich gibt es dort auch einige Easter Eggs und auch wenn das Prinzip merkwürdig klingt - die Umsetzung überrascht mit intuitiven und unterhaltenden Neuerungen, die eine willkommene Abwechslung von den langweiligen Menüs aus den Vorgängerspielen sind.

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Das Kartenlayout in Nazi-Zombies ist enorm umfangreich und es wurde viel Wert auf Vertikalität gelegt.

Die andere große Neuheit finden wir im asymmetrischen Kriegsmodus. Leider hat der nicht allzu viel mit dem Namensvetter aus World at War zu tun. Die Call of Duty: WWII-Version vom Krieg ist ein Sechs-gegen-Sechs-Spielmodus mit sehr spezifischen Missionszielen und einer groben Erzählung. Drei Karten werden zum Start des Titels bereitstehen, mehr sollen als kommende DLC-Pakete verfügbar werden, was ein bisschen enttäuschend ist (weil die bestehenden Karten recht schnell langweilig werden). Zumindest fünf oder sechs Karten hätten diesem Modus mehr Substanz geboten, denn sobald wir sowohl die Alliierten als auch die Achsenmächte gespielt haben, sind wir im Großen und Ganzen durch mit dem Kriegsmodus.

Operation Breakout war bereits in der Beta verfügbar und versetzt uns in ein Szenario, in dem die Alliierten ein französisches Dorf stürmen, um die Flak-Stellungen der Nazis zu zerstören. Viele Nebenziele kommen hierbei zum Einsatz, etwa das Erobern und Halten eines Punktes wie bei Hardpoint, oder das Reparieren einer Brücke. Spätestens wenn wir einen Panzer im Stil des Overwatch-Spielmodus Payload durch die verwinkelten Gassen eskortieren, werdet ihr die Einflüsse erkennen. Die Achsenmächte versuchen natürlich ihre Gegner daran zu hindern, diese Ziele umzusetzen. Dafür stehen ihnen Flammenwerfer und die Fähigkeit Barrikaden zu erbauen zur Verfügung, um den Ansturm der Feinde abzuwehren.

Operation Neptune ist die zweite Karte des Kriegsmodus und hinterlässt mit Abstand den stärksten Eindruck. Hier wurde als Setting die Normandie beim Längsten Tag gewählt und wir spielen die historische Materialschlacht nach. Die Achsenmächte besetzen den Strand und feindliche Alliierte müssen mit Transportbooten gegen die Bunker anstürmen. Die Verteidigungsanlagen werden im Hardpoint-Stil eingenommen, bevor die Teams zur Zerstörung der Anti-Flug-Geschütze übergehen und die Kommunikation des Feindes lahmlegen. Während der Stürmung des Strands erhalten die Alliierten eine Horde von CPU-Charakteren, die in erster Linie als Kanonenfutter und Ablenkung dienen, da die Verteidigung ansonsten kaum überwindbar ist.

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Das Hauptquartier ist ein sozialer Platz, auf dem sich 48 Soldaten treffen und gemeinsam auf die nächsten Matches warten. Klingt komisch, ist aber eine gelungene Implementation.

In der finalen Kriegsmodus-Karte rücken die Achsenmächte in die Offensive, was vielleicht das interessanteste Szenario darstellt. Die Nazis starten mit drei Panzern, die zu jeder Zeit auf vorgegebenen Pfaden eskortiert werden können, während die Alliierten temporäre Barrieren aufbauen, um den Vormarsch der Feinde zu verlangsamen. Die Achsenmächte müssen nur zwei der drei Panzer ans Ziel bringen, während die Alliierten entweder zwei Panzer ausschalten oder die Gegner lange genug zurückdrängen müssen. Wenn es nur noch einen Panzer im Match gibt benötigen die Achsenmächte Benzin, das in einer von zwei Positionen erscheint und dem Kriegsgerät genügend Saft gibt, damit er den Alliierten von alleine Feuer unterm Hintern macht. Es entsteht also ein spannendes Capture-the-Flag-Match.

Der Kriegsmodus wurde in das Spiel implementiert, um uns einen Grund zur Zusammenarbeit zu geben. Es fördert Kommunikation und Teamwork, denn alleine reißt man sonst nichts. Tode haben keine Auswirkung auf die Punkteliste am Ende des Spiels und das Abschließen von Missionszielen bringt generell auch viel mehr Punkte als die Jagd nach weiteren Kills. Diese Neuerung heißen wir gerne im Call of Duty-Universum willkommen, da sie eine tolle Ablenkung vom manchmal etwas repetitiven Multiplayer-Geballer ist. Um den Kriegsmodus richtig genießen zu können bedarf es aber einer entsprechenden Anzahl an zusätzlichen Karten und einer breiteren Auswahl an Missionszielen, falls das hier mehr als ein kurzer Ausflug sein soll.

Die Kernerfahrung des Mehrspielers waren und sind aber schon immer die bodenständigen Gefechte auf engem Raum. Modi wie Team Deathmatch und Suchen und Zerstören sind langsamer und taktischer geworden, während Hardpoint und Capture the Flag die rasante Action unterstützt, die wir gewohnt sind. Sledgehammer hat dieses Mal keine eigenen Modi zur Mehrspieler-Party hinzugefügt, sich aber stattdessen für eine eigene Interpretation von Uplink entschieden, das aus der Jetpack-Ära des Franchise bekannt ist und jetzt Gridiron heißt. Die Umsetzung von Call of Duty: WWII ist ebenfalls langsamer als ihr Original, obwohl das Konzept das Gleiche bleibt: Tragt einen Ball in das Ziel. Wer die Kugel in den Zielbereich trägt kassiert sieben Punkte, während ein guter Wurf dem Mannschaftskonto nur vier Punkte gutschreibt (durch die veränderten Punkte werden gibt es vollkommen neue taktische Möglichkeiten).

Prestige und der langsame Grind zum Max-Level ist noch immer vorhanden, allerdings hat sich Sledgehammer dazu entschieden, die an den Levelfortschritt gekoppelten Perks abzuschneiden. Die besagten Ausrüstungsgegenstände schalten sich nun über das Basistraining frei und sie wurden stark in ihrer Vielfalt beschnitten. Zusätzlich dazu darf nur noch eine einzige aktive Gameplay-Modifizierung ausgerüstet werden. Die einflussreicheren Veränderungen gelangen mit der Wahl der Divisionen ins Spiel - das sind die Spezialisierungen. Fünf dieser Pakete sind verfügbar und verstärken entsprechende Spielstile mit verschiedenen Waffentypen und Boni. Ein Beispiel ist die Expeditionstruppen-Division, die uns eine nette Schrotflinte mit unglaublich mächtiger, feuriger Schreddermunition gibt, oder die Infanterie-Division, die ein Bajonett auf das Assault Rifle stecken und damit zum tödlichen Nahkampfangriff schreiten. Diese Spezialisierungen aufzuleveln schaltet neue Upgrades frei, doch insgesamt limitiert es die Varianz, die früher mit dem Perk-System möglich war.

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Die Beutekisten können schnell ein Problem werden, wir bleiben da vorsichtig bei der Wertung.

Ich habe nur einen großen Kritikpunkt am Mehrspieler-Erlebnis von Call of Duty: WWII und das ist die Rückkehr von Mikrotransaktionen und Luftabwürfen. Soweit wir das von unserem Review-Event aus bestätigen können beinhalten diese Truhen ausschließlich kosmetische Objekte, doch das wurde auch schon in der Vergangenheit behauptet, nur um anschließend mächtige, übermäßig starke Items in das Spiel einzufügen. Aktuell sind allerdings nur optisch unterschiedliche Variationen existierender Waffen verfügbar, die Statistiken bleiben jeweils identisch. Die Rate mit der solche Truhen in unseren Besitz gelangen ist verhältnismäßig hoch, sogar für seltenere Gegenstände, aber es ist ja ein Leichtes, solche Dinge auf einer privaten Veranstaltung anzupassen - wir wollen unseren Zweifel an dieser Stelle keineswegs verschweigen.

Der Bereich den Sledgehammer im Vergleich zu früheren Ablegern des Call of Duty-Franchise vielleicht am meisten verbessert hat, ist der Nazi-Zombies-Modus. Der Plot ist noch genauso simpel, wie er schon immer war: Wir sind Teil einer Crew die für die Wiederbeschaffung von während des Krieges von den Achsenmächten geklauter Kunstwerke entsandt wurde. Die Bergung des wertvollen Guts ist nicht leicht, denn plötzlich tauchen Nazi-Zombies auf und machen alles komplizierter. David Tennant führt die Truppe mit seinem traditionellen schottischen Akzent an, Kathryn Winnick, Elodie Yung und Udo Kier sind die anderen drei Squad-Mitglieder.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Zombie-Inhalte von COD wird Spielern ein anständiger Prolog präsentiert, der als Tutorial fungiert und Neulingen in die Mechaniken und Besonderheiten der Karten einweiht. Durch den bayrischen Wald zu stampfen und mit einer Schaufel untote Nazis zu bekämpfen ist eine irre Sache, vor allem weil die langsamen, schweren Attacken unglaublich viel Wumms haben. Wer fleißig die Köpfe von den Zombies abtrennt wird mit zusätzlicher Munition und sogenannten Jolts (das sind im Grunde Punkte) belohnt, aber das dauert ein paar Sekunden lang. Da diese grausige Animation keine Unverwundbarkeit bietet, solltet ihr das also nicht tun, wenn ihr gerade von Zombies umringt seid. Im Video werden die wichtigsten Mechaniken erklärt, wie zum Beispiel das Geisterschild, eine kaufbare Rüstung von einer besonderen Maschine, deren Kosten im Verlauf des Matches ständig steigen.

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Bei Daniels' Reise durch den zweiten Weltkrieg gibt es keine einzelne Mission die gesondert heraussticht, doch das Spieltempo und die Varianz in den Missionstypen ist makellos.

All die bekannten Mechaniken aus den früheren Umsetzungen wurden ebenfalls eingeführt. Man kann sich Perks sichern, diesmal in Form von Erweiterungen für den Körper, die man sich mit Elektroden in den Kopf jagt und es gibt eine Vielzahl an interessanten Waffen. Fallen an Wänden und in Knotenpunkten bestimmen die Umgebung und wir müssen diese Techniken schlau nutzen, um die etlichen Variationen der Zombies zu übertrumpfen. Neben dem langsam schlurfenden Standard-Zombie gibt es Typen mit explosiven Fässern auf dem Rücken und riesige, anstürmende Biester mit einer dicken Rüstung, die unglaublich nervig sein können. Es gibt sogar Zombiebosse, auch wenn wir während unser Matches nur eine Handvoll davon gesehen haben: Ein riesiges Monster mit einem Flammenwerfer etwa, der beim Tod seinen Kopf fallen lässt, der sich wiederum als starke Nahkampfwaffe verwenden lässt. Auch wenn wir darüber nicht sprechen wollen, aber Easter Eggs gibt es natürlich auch wieder.

Die vielleicht beste Komponente am Zombie-Modus ist das Design der verschiedenen Karten. Das Layout ist enorm umfangreich und es wurde viel Wert auf Vertikalität gelegt, weshalb wir in Windeseile von einem Punkt zu einem anderen gelangen. Die Umgebungen die wir auf unserem Weg entdecken unterscheiden sich entscheidend voneinander, weshalb wir unter anderem in der Kanalisation einer mittelalterlichen Festung, in einem kleinen Dorf mit niedlichen Läden, in einer Salzmine und in einem Kontrollraum gekämpft haben. Es gibt viel Raum für Erkundung und jeder Bereich hat eigene Geheimnisse, die wir finden und entschlüsseln müssen. Permanenter Fortschritt ist nun ebenfalls ein Bestandteil des Zombie-Teils von Call of Duty: WWII, denn wir leveln auch hier im Rang auf und können sogar Prestige erlangen. Eigene Klassen und das bevorzugte Start-Equipment dürfen ebenfalls individualisiert werden, dadurch nähert sich WWII ein bisschen an Killing Floor 2 an, als vergangene Zombie-Ableger.

Call of Duty: WWII ist ein fantastisches Spiel und es gibt insgesamt nicht viel, über das man sich aufregen könnte. Sicher, die Mikrotransaktionen hätten nicht ins Spiel gemusst und sollten sich im Mehrspieler spielbeeinflussende Faktoren einschleichen, haben sie dort nichts zu suchen. Doch abgesehen davon bietet Sledgehammer Veteranen und Einsteigern auch allgemein genügend Innovationen, sodass WWII ohne Zweifel eines der besten Call of Duty-Spiele ist, die wir seit langer Zeit gesehen haben. Die Kampagne ist phänomenal, der Zombie-Modus ist besser als je zuvor und auch der Standard-Mehrspieler wurde deutlich überholt. Falls euch vergangene Ableger des Franchise nicht gefallen haben, wird Call of Duty: WWII eure Meinung sicher nicht ändern, doch das Gesamtpaket ist diesmal wirklich beeindruckend. Activisions Flaggschiff-Serie ist wieder in Top-Form und vielleicht sogar das beste Call of Duty der vergangenen Dekade.

09 Gamereactor Deutschland
9 / 10
+
Intensive Kampagne mit emotionaler und fantastischer Geschichte; Mehrspieler führt das Hauptquartier und den Kriegsmodus ein; Nazi-Zombies waren noch niemals so gut wie hier.
-
Mikrotransaktionen sind wieder zurück; Kriegsmodus umfasst nur drei Karten und begrenzte Missionsziele.
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt

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