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Blade Pro 17: Razers neue Modellreihe ausgecheckt

Wir haben die Hardware-Spezialisten in England besucht und uns die neuen Razer-Blades angeschaut.

Wir werden später auf die genauen technischen Details eingehen, weil es vor allem der erste Eindruck ist, der den Razer Blade wirklich definiert. Wir haben bereits schöne Hardware von hochqualitativen Gaming-Herstellern gesehen, aber die Premium-Gaming-Laptops von Razer haben bei mir einen besonderen Eindruck hinterlassen. Und aus diesem Grund schäme ich mich auch nicht zuzugeben, dass ich ein bisschen neidisch wurde, als ich das Unternehmen im Williams F1 Conference Centre im ländlichen Oxfordshire besucht habe. Denn wenn es um gewagtes Design und auffällige Features geht, läuft Razer niemandem hinterher.

Das Unternehmen war aufgrund einer Partnerschaft mit Williams eSports in einem Örtchen namens Wantage, um uns ihre neue Produktpalette zu zeigen. Die Parallelen zwischen Razers Blades und den rasant schnellen Rennwagen, die die Anlage schmücken, sind auf jeden Fall nicht zufällig gewählt worden. Alles in diesem Gebäude wurde mit Blick auf Geschwindigkeit erbaut und mit der neuesten Produktreihe erhalten wir aktualisierte Ausstattungen für eine bereits sehr leistungsfähige Serie von High-End-Gaming-Laptops. Was hat sich verändert? Panels wurden hinzugekommen, der Grafikspeicher ist schneller geworden und das 17-Zoll-Modell ist mächtiger.

Die meisten Razer-Laptops stammen aus der ersten Liga. Es sind nicht unbedingt die leistungsstärksten Maschinen auf dem Markt, aber sie gehören trotz ihrer Preisklasse zu den begehrenswerten Luxusprodukten. Und sie sind schnell, verdammt schnell. Besonders die Modelle, die mit den neuesten RTX-Grafikkarten ausgestattet sind, wie das neue Pro 17 - das erstmals seit 2017 aktualisiert wurde (obwohl es unklar ist, warum es „Pro" heißt, wenn man fähigere 15-Zoll-Modelle bekommt).

Razers 2019-er Aktualisierung bietet die neue GPU-Linie mit der frischen Ray-Tracing-Technologie und demnach stehen Hochleistungsspiele im Fokus. Wir haben das bereits in einem Razer Blade gesehen, doch mittlerweile hat das Unternehmen die CPU auf den leistungsfähigeren i7-9750 aufgerüstet. Es handelt sich also um ein Upgrade, das die Zukunftssicherheit jedes Modells in einem größeren Umfang gewährleistet, und das bessere Leistung beim Spielen von Titeln mit hoher CPU-Belastung und oder Multitasking ermöglichen soll.

Ein weiteres Feature, das diejenigen anspricht, die sich von den zusätzlichen Kosten für ein höherwertiges Spielerlebnis nichts abschrecken lassen, sind die 4K-OLED-Bildschirme, die derzeit zusammen in 144-Hz- und 240-Hz-Varianten erhältlich sind (das 240-Hz-Display kommt aktuell nur im 15-Zoll-Format zum Einsatz). Die hohen Bildraten stehen 2019 ganz weit oben auf der Tagesordnung und die Razer-Mitarbeiter, mit denen wir gesprochen haben, wurden nicht müde die Helligkeit des OLED-Panels und den Reichtum der Schwarztöne hervorzuheben. Sogar das Blade Stealth kann mit 4K-Touchscreen erworben werden.

Das Razer Blade Pro 17 wurde auf dem Veranstaltungsort prominent platziert und deswegen können wir euch versichern, dass die zusätzlichen Zentimeter Bildschirm täuschend subtil ausfallen. Wahrscheinlich liegt das am dünnen Rand und dem insgesamt schlanken Gehäuse - es fühlt sich nicht wie ein schwerfälliger 17-Zoll-Laptop an (ihr wisst genau, von welchen Modellen wir sprechen). Im Laufe der Jahre haben wir einige 15-Zoller verwendet, die sich deutlich klobiger anfühlten, als dieses Gerät. Die Ingenieure von Razer gehören zu den Besten, wenn es darum geht, auf engstem Raum möglichst viel Technik zusammenzudrücken und dieser Trend hält auch hier unvermindert an.

Die neue RTX-Linie bietet jede Menge Leistung, aber in Verbindung mit den immer schlankeren Geräten ist die Hitzeentwicklung ein konstantes Thema. Wir haben die Laptops nicht lange genug in die Finger bekommen, um ein Drosseln oder eine merkliche Verlangsamung zu bemerken - im Gegenteil: Wir konnten Apex Legends bei maximalen Einstellungen spielen und es lief butterweich. Die vorhandene Lösung von Razer ist eine Dampfkammerkühlung) und sie wurde mit den letzten Modellen eingeführt. Für die neue Generation wurde sie kommentarlos übernommen, da die Technologie in den Augen des Unternehmens bereits effektiv genug ist. Die einzige Innovation in diesem Bereich zeigt das Pro 17, dort werden nun zwei leisere Lüfter an der Vorderseite verbaut.

Während der Präsentation waren drei verschiedene Razer-Modelle zu sehen: das Pro 17, der 15-Zoll-Standard und das 13-Zoll-große Razer Blade Stealth. Das Stealth hab ich nicht angerührt, aber die Demo-Maschine war an einen Core X angeschlossen, der von einer RTX 2080 (die gleiche Grafikkarte befand sich in allen Laptops) angetrieben wurde. Das verlieh dem bescheideneren MX150-GPU einen deutlichen Schub. Das große Fragezeichen dieses Modells ist für uns nach wie vor, warum man sich eines kaufen sollte, wenn man stattdessen ein 15-Zoller bekommen kann. Die Antwort darauf steckt in einem der Grundpfeiler von Razer: Lifestyle.

Das Razer Blade Pro 17

Diese Produkte und so ziemlich alles andere, was Razer herstellt, speisen von dieser Idee. Das Markenzeichen von Razer ist eines der stärksten in der gesamten Branche, und das Unternehmen weiß es. Sie wissen genau, wie engagiert und loyal ihre Community ist, und dass der Wunsch nach Hardware nicht nur daraus besteht, dass ihre Geräte leistungsfähig und gut verarbeitet sind. Diese Motivation entspringt dem hochwertigen Aussehen, das dem Komfort der Nutzung in nichts nachsteht. Die Blade-Serie folgt diesem Leitfaden blind.

Razer wird seine Präsenz in stationären Geschäften ausbauen und zielt damit speziell auf Kunden ab, die zuvor möglicherweise über den Kauf von MacBooks nachgedacht haben. Das Unternehmen möchte mit Nachdruck den europäischen Markt durchdringen, insbesondere Großbritannien, Deutschland und die nordischen Länder. "Wir haben es mit unserem [Laptop-]Geschäft in Europa bis vor ungefähr acht Monaten nicht wirklich ernst gemeint", erklärte Mathias Kjessler von Razer, als er die Pläne des Unternehmens skizzierte und über den Ausbau der unternehmerischen Partnerschaften in den nordischen Ländern sprach. Wenn ihr in Zukunft auf den Einzelhandel schaut, werdet ihr vielleicht mehr Ausstellungen mit Razer-Motiven sehen - achtet mal drauf.

Wie in der letzten Ausführung der Razer-Blades gibt es auch beim Pro 17 eine Erweiterung mit hochauflösenden Bildschirmen. Den neuen 4K-OLED-Display wollen wir noch nicht empfehlen, dafür haben wir einfach nicht genug Zeit mit dem Teil verbracht (das Upgrade kostet ja immerhin locker 300 Euro mehr). Hoffentlich können wir uns zu gegebener Zeit eines zulegen, dann lassen wir es euch auf jeden Fall wissen. In der Zwischenzeit könnt ihr unten durch die technischen Spezifikationen für die Blades stöbern, alle weiteren Details gibt es beim Hersteller .

Die erweiterte Edition des Razer Blade 15.

Blade 15:

Display: 15,6 Zoll, Full-HD, 144Hz, 100% sRGB / 15,6 Zoll, Full-HD, 240Hz, 100% sRGB / 15,6 Zoll, 4K-Touchscreen (OLED), 60Hz, 100% DCI-P3
Prozessor: Core i7-8750H / Core i7-9750H CPU mit 2,6GHz, maximale Geschwindigkeit bei 4,5GHz
Grafikkarte: Geforce RTX 2080 (Max-Q)
Festplatte: 128GB SSD SATA-III (aufrüstbar bis 512GB SSD NVMe PCIe 3.0 x4)
Arbeitsspeicher: 16GB Doppelkammer-Gehäuse, DDR4 mit 2667MHz (aufrüstbar bis zu 64GB)

Blade Pro 17:

Display: 17,3 Zoll, Full HD, 144Hz, 100% sRGB
Prozessor: Core i7-9750H mit 2,6GHz, maximale Geschwindigkeit bei 4,5GHz
Grafikkarte: Geforce RTX 2080 (Max-Q)
Festplatte: 512GB PCIe NVMe (aufrüstbar bis 2TB SSD)
Arbeitsspeicher: 16GB Doppelkammer-Gehäuse, DDR4 mit 2667MHz (aufrüstbar bis zu 64GB)

Blade Stealth:

Display: 13,3 Zoll, FHD Matte, 100% sRGB / 13,3 Zoll, 4K-Touchscreen, 100% sRGB
Prozessor: Core i7-8565U mit 1,8 GHz (Hyper Threading), maximale Geschwindigkeit bei 4,6 GHz
Grafikkarte: Geforce MX150
Festplatte: 256GB M.2 SATA (aufrüstbar bis 512GB PCIe M.2)
Arbeitsspeicher: 8GB Doppelkammer-Gehäuse, LPDDR3 mit 2133MHz (aufrüstbar bis zu 16GB)

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