BioWare-Veteran: Blockbuster-Spiele sind seelenlos und langweilig geworden
Mark Darrah ist kein Fan davon, dass Spiele heutzutage kein Gefühl für Risiko haben.
Die Seele hat die Spielwelt verlassen, und die Kunstfertigkeit wurde durch eine Obsession ersetzt, so viel Geld wie möglich zu verdienen. Dies ist laut einem ehemaligen BioWare-Produzenten. Mike Darrah, der zuvor unter anderem die Entwicklung von Dragon Age und Anthem leitete, ist der Ansicht, dass die Branche skandalös risikoscheu geworden ist und sich nun fast ausschließlich auf die Umsatzmaximierung konzentriert. Und das alles, während der kreative Aspekt komplett an den Rand gedrängt wurde.
Darrah beschreibt, wie die explodierenden Entwicklungskosten dazu führen, dass große Studios lieber bewährten Vorlagen folgen, anstatt etwas Neues auszuprobieren. Das Ergebnis sind Spiele, die technisch fantastisch aussehen, sich aber hohl und leer anfühlen. Wir sprechen von großen, auffälligen Produktionen mit identischen offenen Welten, Gameplay und Geschichten.
"Um Risiken zu vermeiden, um ein möglichst großes Publikum anzusprechen, wurde der gesamte Geist, die gesamte Kunst vom resultierenden Produkt entfernt."
Darrah behauptet, dass diese Homogenisierung die Spieler tatsächlich dazu bringen könnte, generative KI in der Spieleentwicklung zu akzeptieren, gerade weil sie sie bereits als seelenlos wahrnehmen. Eine dystopische Vision der Zukunft? Ja, vielleicht, aber vielleicht ist es auch das, was passieren könnte, wenn Blockbuster-Spiele weiterhin in die gleiche Richtung gehen wie jetzt. Ohne dass sich etwas änderte.
Darrah schließt mit den Worten, dass die Branche den Trend sicherlich umkehren kann, aber nur, wenn Entwickler es wagen, das Geländer loszulassen und tatsächlich Ressourcen in Innovationen zu investieren.

