Bericht: Starbreeze droht finanzielles Aus
Die Schweden glauben nicht daran, das nächste Jahr ohne Unterstützung zu überstehen.
Starbreeze befindet sich in einer Schieflage und die vergangenen sechs Monate haben das mehr als deutlich gemacht. Das Schicksal des Unternehmens scheint durch die Pleite von Overkill's The Walking Dead besiegelt worden zu sein, seitdem haben uns jedenfalls keine positiven Nachrichten mehr über das Studio erreicht (tatsächlich eher das Gegenteil)... Das Studio musste die Markenrechte an Titeln wie System Shock 3 und 10 Crowns verkaufen und hat nun eingesehen, dass das Momentum aus eigener Kraft nicht mehr umzukehren ist.
In ihrem aktuellen Quartalsbericht enthüllt das schwedische Unternehmen den düsteren Ausblick, dass derzeit keine finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, um in den nächsten zwölf Monaten Wachstum zu erzielen. Sollte sich an dieser Lage bis Mitte des Jahres nichts ändern, sehe sich die Chefetage dazu gezwungen, den Verkauf des Firmeneigentums einleiten.
"Meine Hauptaufgabe ist es, die Finanzierung für die zukünftige Geschäftstätigkeit des Unternehmens sicherzustellen", sagt CEO Mikael Nermark. "Dies beinhaltet sowohl langfristige Finanzierungen, mit denen wir die Zukunft von Starbreeze aufbauen können, sowie die Sicherstellung, dass die von uns ermittelten Vermögenswerte, die keinen Bezug zum Kerngeschäft haben, auf wirtschaftlich tragfähige Weise verwaltet werden. Sobald diese Finanzierung sichergestellt ist, werden wir in der Lage sein, nach vorne zu schauen und eine detailliertere Strategie für die Zukunft vorzulegen."
Der Unternehmensumsatz des ersten Quartals 2019 belaufe sich laut diesem Report auf 47,8 Mio. Schwedische Kronen, das sind umgerechnet ca. 4,4 Millionen Euro. Die Hälfte davon stammt aus den fortlaufenden Einnahmen von Payday 2.
Im Anschluss an diese ernüchternden Zahlen gab Starbreeze bekannt, dass Skybound Games die Lizenzvereinbarung rund um Overkill's The Walking Dead aufgehoben habe. Das Spiel wird dementsprechend aus dem Verkauf gezogen und steht nicht länger zur Verfügung. Der Entwickler macht allerdings klar, dass diese Entscheidung angefochten werde.
Quelle: Game Informer.
