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Battlefield 4

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Als wir das erste Mal selbst Hand an den neuen Mehrspielermodus von Battlefield 4 legen, fallen nicht nur Wolkenkratzer in sich zusammen.

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Endlich! Endlich ist der Commander Modus zurück. Zuletzt durften wir den in Battlefield 2142 genießen - dann wurde es ganze drei Spiele still um den Heiligen Gral des Battlefield-Multiplayers. Die Fans vergaßen den Modus allerdings nicht und kämpften für dessen Rückkehr. Mit Battlefield 4 ist nun die Zeit dafür gekommen.

Wer die früheren Titel der Serie nicht kennt oder Battlefield nur auf der Konsole gezockt hat, wird sich nun vielleicht fragen, worüber wir hier überhaupt sprechen. Keine Sorge, dazu kommen wir noch. Für den Moment reicht es zu realisieren, dass der Commander Modus nur ein Teil des Battlefield 4-Multiplayers ist. Der andere ist ein Wolkenkratzer.

Um mehr darüber zu erfahren, besuchen wir Entwickler DICE in deren Studio in Stockholm. Wir gehören zu den ersten Journalisten überhaupt, die den Multiplayer von Battlefield 4 antesten dürfen. Zu sehen gibt es dabei den Commander Modus, das erheblich verbesserte Battlelog und eine kurze Demo. Zum Glück bleibt es aber nicht beim zuschauen, wir dürfen auch selbst losballern.

Battlefield 4Battlefield 4
"Levelution" heißt in einfachen Worten, dass unsere Aktionen das Layout der Karte permanent beeinflussen.

Die Map, auf der wir uns bewegen, nennt sich Siege of Shanghai. Wie uns Creative Director Lars Gustavsson erklärt, geisterte die Idee zu dieser Karte schon eine ganze Weile in den Köpfen der Entwickler herum. Aber erst jetzt wurde sie endlich realisiert. Es ist eine Eroberungskarte für bis zu 64 Spieler mit fünf Kontrollpunkten im Zentrum von Shanghai. Zu sehen gibt es aber nicht nur tolle, flächendeckende Kampfgefechte am Boden, sondern auch unterschiedliche urbane Umgebungen mit Action, die sich vertikaler ausbreiten als jemals zuvor in der Reihe.

Panzer und leichtere Gefährte rollen donnernd die Straßen hinunter, während Helikopter sich zwischen den hohen Gebäuden jagen. Die Kontrollpunkte wurden an unterschiedlichen Orten platziert. Einen finden wir beispielsweise auf offenem Gelände, einen anderen in einer Garage, einen dritten in der U-Bahn-Station. Den zentralsten Punkt entdecken wir auf einer kleinen Halbinsel in der Mitte der Karte. Dort ragt der bereits erwähnten Wolkenkratzer majestätisch in den Himmel. Das Gebäude ist so groß, dass wir nur mit Hilfe eines Helikopters oder dem Fahrstuhl an dessen Spitze gelangen. Doch sind wir erst einmal dort angekommen, springen wir von hier schnell zu jedem der anderen Kontrollpunkte. Natürlich muss gerade diese Position mit besonderer Sorgfalt verteidigt und gehalten werden.

Ein Aspekt, auf den sich DICE außerdem konzentriert hat, nennen sie "Levelution" nennen. In einfachen Worten bedeutet es, dass unsere Aktionen das Layout der Karte permanent beeinflussen. Wer die letzten Spiele der Reihe kennt, dem wird aufgefallen sein, dass die Möglichkeiten zum Zerstören von Gebäuden und Explosionen in Battlefield 3 leicht heruntergeschraubt wurden. Zumindest im Vergleich zu den Freiheiten, die wir in den Bad Company-Teilen hatten.

Battlefield 4
Der Commander-Modus ist zurück - endlich!

Battlefield 4 findet da wieder zu alter Bestform zurück. Zum Beispiel können wir die Stützpfeiler der U-Bahn-Station in die Luft sprengen und so ein riesiges Loch in die darüber liegende Straße reißen. Zur Falle wird das natürlich für vorbeifahrende Wagen. Ganz nebenbei schaffen wir uns aber auch einen neuen Ausgang aus der Station.

Und dann ist da wieder dieser Wolkenkratzer. Liegen wir hinten, bleibt die Frage: Was können wir tun, wenn der Gegner auf der Spitze die Stellung hält und das Match von dort aus dominiert? Eine Möglichkeit ist es, mit schwerer Artillerie anzurücken. C4, Raketenwerfer und Panzer. Mit denen konzentrieren wir gezieltes Feuer auf die Südseite des Gebäudes. Schnell zeigt der Angriff Wirkung und der Wolkenkratzer beginnt zu zerfallen. Glas splittert und fällt aus luftiger Höhe auf die Straßen. Kurz darauf kollabiert der Bau und fällt Etage für Etage eindrucksvoll in sich zusammen. Am Ende bleibt nur jede Menge Staub und Geröll - in einem Ausmaß doppelt so groß wie die vorherige Halbinsel, auf der das Gebäude einmal gestanden hatte. Der zuvor so schwer zu erreichende Kontrollpunkt ist vom Himmel gefallen.

Das Ganze als beeindruckend zu beschreiben, ist ziemlich untertrieben. Mir klappt der Kiefer sprichwörtlich runter, als ich beobachte, wie der Wolkenkratzer in seine Bestandteile zerfällt. Insgesamt erlebe ich das Spektakel während meiner Spielsession drei Mal. Und trotzdem muss ich jedes Mal staunen. Ehrlich: So etwas habe ich noch nie vorher gesehen! Es ist diese Art von krasser Action, die sonst nur Zwischensequenzen und wichtige Story-Entwicklungen vorbehalten ist. Aber hier, hier stehen wir auf der Spitze des Gebäudes und folgen ihm in die Tiefe.

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Wir erleben hier diese Art von krasser Action, die sonst nur Zwischensequenzen und wichtige Story-Entwicklungen vorbehalten ist.

Während wir begeistert die Augen aufreißen, erwähnen die DICE-Leute immer wieder, dass sowohl die Playstation 4- als auch die Xbox One-Version von Battlefield 4 ebenso wie die für PC bis zu 64 Spieler in einem Match unterstützen werden. Alles inszeniert in 60 Bildern pro Sekunde.

In meinem Kopf schwirrt aber immer noch nur, dass der Commander Modus zurück ist. Das erste Mal gab's den in Battlefield 2, den Sprung auf die Konsolen mit Bad Company schaffte er allerdings nicht. Deshalb kurz zur zentralen Idee hinter dem Modus, um die Erinnerung aufzufrischen: In jedem Team findet sich ein Spieler, der den taktischen Überblick hat und seine Kameraden mit Kommandos auf dem Schlachtfeld leitet. Nutzen kann er dabei auch taktische Hilfen wie Einsatzdrohnen, Stören des gegnerischen Scanners in bestimmten Gebieten, Vorräte und anderes. Der Kommandeur erhält außerdem neue Fähigkeiten bzw. neue Ausrüstungen, je nachdem, welche Punkte gerade von seinem Team kontrolliert werden. Dazu gehören Tomahawk-Raketen, das Herbeirufen von AC-130, von Kampfhubschraubern oder Transportflieger, die Fahrzeuge abwerfen. Das Spiel wählt die Fahrzeuge übrigens in Abhängigkeit zum Gebiet, in dem wir uns aufhalten. Dass ein Panzer deshalb im Ozean landet, sollte nicht passieren.

Die Kommandos an unsere Kameraden reichen von einfachen Richtungsangaben, die das Team zu bestimmten Zielen lenken bis hin zu persönlichen Anweisungen, die wir via Sprachchat an einzelne Mitglieder geben. Eingestellt sind die internen Sprachchats übrigens auf Standard, eine Option, die viele bei Battlefield 3 vermisst haben. Die Größe der Squads wurde zudem von vier auf fünf Spieler erhöht.

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Früher konnte die Battlelog-Benutzeroberfläche nur über den Browser erreicht werden. Jetzt ist Battlelog ein fest integrierter Teil des Spiels.

Im Gegensatz zu vorherigen Teilen der Reihe, ist der Kommandeur auf dem Schlachtfeld von Battlefield 4 nicht zu sehen. Das bedeutet für uns in erster Linie Entwarnung, denn wir werden nun nicht plötzlich von hinten mit dem Messer überrascht, während wir unsere Raketen auf Ziele feuern. Es bedeutet aber auch, dass der strategische Leiter des Teams nicht zum Kader der 64 Spieler zählt.

An dieser Stelle noch ein paar Informationen zu Battlelog. Früher konnte die Benutzeroberfläche nur über den Browser erreicht werden. Jetzt ist Battlelog ein fest integrierter Teil des Spiels. Alle Features von Statistikmenüs bis hin zu der Möglichkeit, in die Partie eines Freundes einzusteigen, sind über das In-Game-Menü erreichbar. Wahlweise gibt es den Zugang zu Battlelog auch über die Tablet-App für iOS und Android. Am Tablet können wir übrigens auch die Rolle des Kommandeurs übernehmen.

Rein optisch setzt das Spiel Maßstäbe. Und auch die Details stimmen. Zum Beispiel hat sich DICE bei Schlachten auf See stark auf eine neue Wellen-Physik konzentriert, viel mehr Boote zur Verfügung gestellt und lässt uns nun auch unter die Wasseroberfläche tauchen. Nur um mal einige der Verbesserungen zu nennen. Die Spiel-Engine selbst hat viele kleine Verbesserungen und Anpassungen erfahren, die am Ende vor allem die gesamte Steuerung für uns optimieren sollen.

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